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Kochbücher enthalten Rezepte und können allgemein gehalten sein oder sich auf eine bestimmte Küche oder Lebensmittelkategorie spezialisieren.

Kategorien

Rezepte in Kochbüchern sind auf verschiedene Weise geordnet: nach Gang (Vorspeise, erster Gang, Hauptgericht, Dessert), nach Hauptzutat, nach Kochtechnik, alphabetisch, nach Region oder Land und so weiter. Sie können Abbildungen von fertigen Gerichten und Zubereitungsschritten, Diskussionen über Kochtechniken, Ratschläge zu Küchengeräten, Zutaten und Auswechslungen, historische und kulturelle Notizen und so weiter enthalten.

Autoren

Kochbücher können von einzelnen Autoren geschrieben werden, die Köche, Kochlehrer oder andere Nahrungsmittelautoren sein können; sie können von Kollektiven geschrieben sein; oder sie können anonym sein. Sie können sich an Köche zu Hause, an professionelle Restaurantköche, an institutionelle Köche oder an ein spezielleres Publikum richten.

Didaktik

Einige Kochbücher sind didaktisch, mit detaillierten Rezepten, die sich an Anfänger oder an Personen richten, die lernen, bestimmte Gerichte oder Küchen zu kochen; andere sind einfache Gedächtnisstützen, die die Zusammensetzung eines Gerichtes oder sogar präzise Messungen, aber keine detaillierten Techniken dokumentieren können.

Koch doch einfach!

Wer jetzt ein weiteres Kreisliga, BrauchIchNicht, AufDemWühltischFürZweiEuro Endendes oder gar Hochglanz Buch erwartet, liegt daneben. Aber sowas von!

Hier geht es um Einfaches. Aber Gutes.

Geschrieben für Anfänger, Greenhorns, für von daheim ausgezogene oder rausgeflogene.
Für Leute mit großem Hunger und kleiner Geldbörse. Für die, die keine Lust mehr auf 08-15-Fertigkram haben. Zugegeben, es ist teilweise etwas chaotisch. Basisrezepte wechseln mit saarländischen Spezialitäten (Stracke, Hoorische, Gefillde, Verheiradedde – alles drin, isch schwör`!) und asiatischen Schmankerln.

Fabelhaft Französisch

Cathleen Clarity, Kathrin Koschitzki
Verlag D.W. Callwey, München
ISBN 978-3-7667-2145-7

Das ist ein schönes Buch geworden. Französische Gerichte für jeden Anlass. Systematisch angeordnet in 12 fabelhaften klassisch Französischen Menüs.
Vom Ladies Lunch über Häppchen am Feuer bis zu Fleisch wie im Sterne-Restaurant.

Wunderschön aufgemacht und ausgestattet. Klasse Fotos vom Essen und vom drumherum.
Alles ganz dezent und ganz Pastell. Für Mädchen eben. Von Mädchen für Mädchen. Schmecken tut´s aber auch den Jungs. Versprochen!

In der Küche mit Alain Passard

Ein Comic-Kochbuch (Verlag Reprodukt)! Du schlägst es auf und merkst, dat is´ dein Ding. Locker geschrieben und irgendwie die Philosophie vom Meister rüber gebracht. Ich kann das gar nicht beschreiben. Mir fehlen da ehrlich gesagt, die Worte. 15 Rezepte aus der Grünfutter-Hochküche. Ich bin hin und weg. Es ist unglaublich, wie der mit Grünzeug umgeht. Ich liebe den Typ. Und den Comiczeichner direkt mit.

Bocuse für jeden Tag

Komplett überarbeitet. 220 Gerichte für jeden Tag.
Ohne Trüffeln, ohne Kaviar; nur das gute und einfache Zeugs.
Durchgehend einfach nachzukochende Gerichte. Hausmannskost auf französische Art. Und hier und da mal ein Fitzelchen Genialität vom Meister.
Dazu Grundregeln und Warenkunde.
Als Schmankerl ein Artikel von Georges Duboef “Aus dem Keller auf den Tisch”. Für Weinanfänger eine schöne Einführung.
Das Buch ist ein Grundkochbuch auf hohem Niveau. Unaufgeregt, ohne Schickimicki.

Die Kochuniversität

So etwas gibt es tatsächlich, ist zwar keine richtige Uni, eher eine Kochbuchreihe.

Kochuniversität, von Jürgen Dollase. Das hier ist aber anders, komplexer, irgendwie. Dollase geht es darum, was beim Kochen passiert, was man wie macht und vor allem warum.

Zunächst erhält der Leser eine Einführung in die Funktionsweise der Kochuniversität, dann wird das jeweilige Produkt vorgestellt. Anschließend wird durch sich steigernde Rezeptlevel gekocht. Von “Unbearbeitet, einfachste warme Zubereitungen” bis “Komplexe Konstruktionen”. Zu jedem Rezept gibt es jede Menge Hintergrund-Informationen und auch immer eine Rubrik “Sensorische Erläuterungen”. Alles in allem, feinster Lesestoff und wirklich schöne Rezepte.

Lehrbuch der Küche

Das Fachbuch von Profis für Profis. Von Philip Pauli aus der Schweiz.

Zwei Teile: Fachkunde und Kochkunde. In der Fachkunde findet man Betriebskunde, Warenkunde, Ernährungslehre, Menükunde und Küchenkalkulation. Rezepte gibt es dann in der Kochkunde. Sämtliche Klassiker sind dabei. Alles für den professionellen Einsatz. Und was dem Profi recht ist, ist uns Amateuren billig.

Flavour Pairing: Das Spiel der Aromen

Ganz viel neumodisches Zeugs: Schäumchen, Texturas und das ganze andere Gedöns.
Ganz viel Zubereitung mit den ganz teuren Maschinen: Sous-Vide-Wasserbad, Thermomix, Sonic Prep, Rotationsverdampfer.
Ganz viel (fast) unbezahlbare Zutaten: Trüffel, Culatello, Hummer, Kobe-Beef.
Ganz viel Zeugs, an das man nicht drankommt: Kaddu-Ma, Longan-Frucht, Kokosnussblütennektar, Kirschblütenpaste.

375 Seiten geballte Ladung! Heiko Antoniewicz zeigt auch kulinarischen Dünnbrettern was zusammen passt und warum. Verständlich bringt er´s rüber. Mit viel Theorie und noch mehr Praxis. Sehr geniale Rezepturen und Zusammenstellungen. Dazu geniale Fotos, großartig!

Reisehunger: Die besten Rezepte zwischen USA und Singapur

Ein kulinarischer Kurztrip durch USA, Dubai, Singapur und rund ums Mittelmeer (von Nicole Stich). So steht´s jedenfalls auf dem Einband.

Schon wieder so ein Buch über Länderküche. Noch nicht mal in die Tiefe gehend, sondern ganz viele, ganz unterschiedliche Küchen mit jeweils nur ein paar, scheinbar willkürlich zusammengestellten Rezepte.

Schöne Bilder sind jedenfalls drin. Und lauter klasse Rezepte. Nix abgehobenes, nix was einem die jeweilige Länderküche wirklich nahebringt. Das Buch ist einfach nur eine Sammlung von richtig guten Rezepten.

Das Istanbul Kochbuch

Istanbul steht hier für Schmelztiegel der verschiedenen Regionen in der Türkei. Aus diesen Regionen kommen die Personen und deren Rezepte, die im Buch beschrieben werden. Alles ganz locker und unaufgeregt, schöne Geschichten, einfache, ursprüngliche Rezepte.

Das Buch von Gabi Kopp präsentiert wirklich einen Querschnitt durch die türkischen Basics (Köfte, Börek, Lahmacun, Manti, usw.), nix wildes, keine Sterneküche. Aber für jemanden, der sich mal vorsichtig an eine fremde Küche rantasten will, genau das Richtige.

Ach ja, fast vergessen. Im Buch gibts keine Hochglanzfotos, sondern “nur” Illustrationen. Kann man wirklich so machen, wirkt sehr gefällig.

Das kreolische Kochbuch

Geschrieben von Birgit Weidt, Reisejournalistin und leidenschaftliche Köchin. Hat eine Zeitlang da unten in der Karibik gelebt und fährt vor allem auf La Rèunion, Guadeloupe und Martinique ab.
Liebt die kreolische Küche.
Und genau das merkt man.

Wunderschöne Beschreibungen von Land und Leuten, hochinteressante Geschichten rund um Lebensmittel und Gewürze und nicht zuletzt jede Menge authentische (soweit so´n Landei wie ich das beurteilen kann) Rezepte. Inklusive einiger Seiten karibischer Drinks!
Die Foodfotos stammen unter anderem von Ariane. Und die kann verdammt gut knipsen.
Insgesamt also Pflichtlektüre für fernwehgeplagte Mittelrhein-Bewohner, Karibik-Freunde, kulinarische Abenteurer und Longdrink-Fans.
An einem schönen Sommertag kommt so´n Schweinscolombo richtig karibisch gut

Cicchetti und andere italienische Kleinigkeiten

Von Lindy Wildsmith & Valentina Sforza.
Ich fahr´ auf diesen Kleinkram total ab. Egal von woher.
Tapas aus Spanien, Mezze vom Türken, Sushi von ganz weit weg.
Liebe ich alles. Obwohl´s meist eine Sau-Arbeit ist.
Hast du schonmal Tapas für zwanzig gemacht? Dann weißte Bescheid.
In Italien gibt´s sowas natürlich auch. Stuzzicchini heißen sie da.
Jede Region hat eigene.
Oder sie heißen Cicchetti. Aber nur in Venedig, kapiert?
Lauter kleines schnuckeliges Zeugs.
Habe ich bisher nicht gekannt, jedenfalls nicht die Cicchetti.
Gibt´s jetzt ein richtig schönes Buch drüber.
Ein ganz großes Kapitel ausschließlich Zeugs aus Venedig. Zusammengetragen von Lindy Wildsmith. Der Rest dann ein Querschnitt durch Rest-Italien. Von Valentina Sforza.
Alles schön dosiert, Rezepte, Fotos, Hintergründe.
Genau so musses sein, finde ich.