Feeds
Artikel
Kommentare

Alles ändert sich!
Nix bleibt beim Alten!
Vieles geht!
Einiges kommt!
Auch bei mir.
Große sind abgetreten!
Bocuse, Thieltges.
Zuletzt Bourdain.
Mein Held!
Der Bursche hat mich zum Schreiben gebracht.
Schreiben über´s Kochen. Und Essen. Und Trinken. Und Küchenkatastrophen.
Den Titel hab´ ich auch irgendwo bei Tony abgekupfert. Ich Sack!
NUR DAS GUTE ZEUGS!
Damit ist jetzt Schluß
Es ist an der Zeit.
Die Szene hat sich geändert. Törtchenblogger, wohin du guckst.
Reklame ohne Ende!
Nix mehr dahinter. Bei so vielen.
Die Dinos sterben aus. Einer nach dem Anderen.
Einige bleiben. Zum Glück!
Dann dieser Datenschutzdreckscheißkram!
Kostet ein Schweinegeld, deinen Fuddelblog auf Spur zu halten.
Mach ich nicht mehr, will ich nicht mehr, ist mir viel zu nervig. Und zu teuer.
Ich bin zu blöd für den Kram.
Hab´noch nicht mal die Umstellung von http zu https-Zeugs hinbekommen. Seit dem jämmerlichen Versuch gibt’s ständig die Warnung.
DAS HIER IST EIN VIRENVERSEUCHTER DRECKSBLOG! REINKLICKEN VERBOTEN!!!
Ich Trottel.
Also Schluß damit.
War ´ne geile Zeit. Ohne Frage.
Aber jetzt tauch´ ich ab.
Der Blog dümpelt noch ein paar Monate vor sich hin, dann wird er abgeschaltet. Feierabend!
Wenn ich was loswerden will, mach’ ich´s vieleicht über FB. Oder Instagram. Oder vielleicht ein Gastbeitrag bei ´nem überlebenden Dino.
Wir werden sehen…
Das erste und das letzte Foddo

nu isses drin im Topf

Irgendwie schließt sich jetzt der Kreis.
Rolf hat mir echt alle Facetten gezeigt.
Vom Landgasthof bis zum Gourmet-Tempel.
Eins fehlt aber noch.
Und das gibt´s heute.
Wo geh´n die jungen Leute hin?
Wenn sie Hunger haben.

Ungezwungen.
Möglichst angesagt.
Trendy, wenn´s geht.
Wo´s mittags unkompliziert, schnell und preiswert (nicht billig!!!) ist.
Und gut. Natürlich gut! In Saarbrücken musses gut sein. Mindestens.
Wo gehen die hin?
Wo triffste vielleicht auch die Köche aus den anderen Läden? Einschließlich dem aussem Sterne-Laden?
Genau hier!
Im Jouliard!

Ist echt angesagt!
Mit Recht!
Alles jung und unverkrampft.
Aber nicht so, daß du dich als alter Sack unwohl fühlst.
Im Gegenteil.
Klasse Ausstattung.


Klasse Mittagessen. 3 Gänge für um die schlappe zwanzich Euro.
Melone mit Feta und Granatapfelkerne,

oder´n Kartoffelsüppchen.

Hamburger vom Feinsten,

oder Hühnchen, asiatisch, irgendwie.

Hinterher ganz feine Erdbeeren. Mit Ricotta.

Das ist ein Laden für jeden Tag. Einfach mal so reingucken, Gläs´chen Wein trinken und ´n Happen essen.
Ihr müsst euch aber beeilen. Ich glaube, die haben noch einiges vor…


Mittendrin!
Heute geht´s ins Saarbrücker Herz. In den Maschinenraum quasi.
Früher war er hier, der Maschinenraum. In Gersweiler. Hier wurde geschafft!
Heute sieht das nicht mehr so prickelnd aus. Aber das ist in der Gegend gerade der Charme, glaub´ ich jedenfalls.
Und mittendrin eine kulinarische Oase.
Dem Jürgen Schnabel sein Restaurant.

Obwohl, der Begriff Restaurant passt eigentlich nicht.
Ist eine ziemliche Untertreibung.
Das Schnabel´s ist vielmehr ein Brauhaus mit eigenem Bier.
Oder eine Vinothek mit eigenem Wein.

Oder ein Metzgerei-Gasthaus mit eigenem Fleisch und Geflügel.
Oder ein Marktplatz mit regionalen Spitzenprodukten.
Oder ein Museum mit Gastronomie.

Oder ein Gemeindehaus mit Küche.
Oder ein siebenbürgisches Spezialitätenrestaurant…
Such´ dir aus, was dir gefällt. Alles ist gut.
Für mich ist´s ein Gasthaus mit einem Gastgeber nach meinem Geschmack.
Der macht wirklich fast alles selbst.
Und zu dem was er kauft, kann er dir Geschichten erzählen.
Geschichten von erlichen Produkten von ehrlichen Erzeugern.
Wie gesagt, mein Ding. Absolut!
Die Karte lassen wir weg.

Wir wollen wissen, was Jürgen selbst essen will.
Und trinken. Den Wein soll er auch selbst aussuchen (Infos zum Wein beim Klick auf´s Foto).
Und das bekommen wir dann gezeigt.

Der Aperitiv. Hausbräu.

Das Brot. Mit Oliven.

Die Forelle aus DER Fischzucht.
Forellengut Rosengarten.
Dazu grüner Lisdorfer Bettsäächer.


Hausgemachte Boudin Noir vom Olsberger Hausschwein auf Grumbeer-Treberkiechelchern und karamellisierten Apfelspalten


Süppchen. Rinderconsomme wie von Muttern.

Nochmal Fisch! Her mit dem Fisch! Kross gebratene Lachsforelle. Mit Griesheimer Stangenspargel mit Eier-Kresse-Vinaigrette und Butterkartoffeln.


Dann zum Abkühlen ein Zitonen-Ingwersorbet mit Gin aufgegossen.

Dreimal dürft ihr raten, wo der Gin herkommt!

Schnabels Backfleisch im Grumbeerkiechelschenmantel auf in Butter geschwenktem Gemüse. Jawoll. Spezialität! Oma-Rezept!


Hinterher Crème Brûlée. Gut. Einfach gut.

Und hinterher?
Wie bei allen Abenden hier in Saarbrücken.
Gute Gespräche mit guten Leuten.

Und noch ein Gläs´chen Selbstgebrannter.

Slibowitz.
Ich rolle heim. Naja; nicht heim. Aber fast.

Brauch´ ich das?
Wenn ja, wozu?
In Saarbrücken bei weitem noch nicht alles gesehen und vor allem nicht alles probiert.
Muss ich dann rübermachen?
Zum Franzosen.
Nach Lothringen!
Land! Provinz! Ganz viel Gegend! Von Meer keine Spur!

Muss ich also wirklich da hin?
Ist ähnlich wie im Westerwald oder in der Eifel oder im Hunsrück.
Gaaaanz viel Gegend.

Orte, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Sofern sie sich nicht in der vielen Gegend verlaufen!

Irgendwann kommen wir tatsächlich an.
Grundviller!

Im Leben wär´ ich niemals hier aufgeschlagen.
Nicht in diesem Kaff.
Und auch nicht in diesem Lokal.

Hätt´ ich niemalsnicht für angehalten.
Woher willste das auch wissen. Kannste wirklich nicht.
Dabei gibt´s hier was Gutes.
Was richtig Gutes.
Hier, im Le Villageois bei Alain Freymann.
Ein Koch wie im Bilderbuch.

Ein Handwerker. Einer, der auf´s Produkt guckt.
Kein Maulheld. Einer, zu dem für´n Spargel Busse anhalten.

Der guten Schinken hat.

Einer, zu dem der Weinhändler

Damien Jeko


den Wein persönlich bringt. Wegen dem Essen!

Der Alain ist ein ganz netter Kerl.
Dem macht das richtig Spaß, uns viel von seiner Kunst zu zeigen.
Einfache, ehrliche Landgasthausküche mit Niveau.

Klassiker wie Foie Gras.

Oder Paté Campagne.

Mit old-school-Beilagen, kräftig sauer abgeschmeckt. Halt passend zur Paté.

Ein Vitello Tonnato auf lothringisch. Witzige Idee, genial umgesetzt. Besser macht das auch der Italiener nicht!

Der Spargel ohne viel Gedöns auffen Punkt.

Der Käse von schöner Qualität.

Ja! Ich brauch´ das.
Viel öfter, wenn´s geht.
Kriegste so aber bei uns leider nicht.
Frankreich ist weit weg. Lothringen leider auch.

DIE WAHRHEIT LIEGT AUF DEM TELLER!!!

Das hier ist der Gipfel.
Der kulinarische Höhepunkt!
Ein Mittagessen bei Klaus Erfort.
Im Gästehaus.

Das ist kein steriler Sterne-Tempel.
Das ist ein Gasthaus.

Ein Haus, in dem sich der Gast wohl fühlt.

Sauwohl!

Es ist alles total unverkrampft.
Locker.
Wie der Service.
Pascal Morsch empfängt uns wie alte Freunde.
Sympathisch und hochprofessionell.
Wir starten zum Champagner mit den ersten Grüßen aus der Küche.
Die Teller kommen, und mir Tränen in die Augen.

Flammkuchen mit Blutwurst
Rote Beete Macaron mit Gänseleber & Yuzu-Gel
Rote Beete Sphäre auf geröstetem Graubrotchip mit Imperial-Kaviar
Gillardeau Auster mit Meerwasserschaum & Chillivinaigrette
Rindertatar im Cornetto mit Avocadocreme & Wasabi-Crème-Fraîche

Danach ein zweiter Gruß, die Küche kommt immer mehr auf Touren.

Variation der Königskrabbe mit Sellerie & Limonen-Vinaigrette

Ich bin völlig geplättet, dabei hat das eigentliche Menü noch gar nicht begonnen.
Der erste Gang katapultiert mich dann sofort auf Wolke sieben.

Gänseleber im Noriblatt pochiert mit karamellisierter Reiscreme, Koriander & weißem Rettich
Pascal empfiehlt den Chardonnay von Ohlinger und Seeger.

SOPS! Kracherwein! Wir wollen keinen anderen.

Dann kommt Fisch.

Steinbutt auf gegrilltem jungen Lauch mit Frühlings-Morcheln & Morchel-Sud.
Die Küche lässt dem Produkt den Ruhm! So stelle ich mir das vor. Ohne Gedöns. Außerordentliche Produkte außerordentlich schlicht und genial zubereitet.

Rolf wollte Taube.
Er bekommt Taube.
Punktlandung.
Besser geht nicht.
Niemalsnicht!


Duett der Miéral-Taube mit Spitzkohl, Sellerie-Mousseline & Pioppini-Pilze

Und jetzt knallt´s so richtig.
Ich war nie der Dessert-Typ!
Dessert als Höhepunkt eines Menüs? Vergiss es.
Das hier rückt alles gerade.
Es kommen zwei Desserts, wie ich sie nie genossen habe.

Zuerst Variation der Grapefruit mit weisser Valrohna-Schokolade, Madagaskar-Pfeffer & Cassis,

dann Rhabarber in Texturen mit Buchweizen & Verveine.
Das, was Matthias Spurk auf den Teller zaubert, ist nicht von dieser Welt.
Ich krieg mich auch jetzt, zwei Wochen danach, kaum noch ein!

Jetzt Käse. Und was für einer.

Käse von Maître Antony, von wem sonst!?

Wir nehmen noch einen kleinen Espresso.
Und erleben nochmal Matthias Spurk.
Süßkram-Trommelfeuer!

Guave-Tartelette
Tarte Framboise
Windbeutel mit Makadamia-Nuss, Karamell und Fleur de Sel
Grüner Apfel Marshmellow
Passionsfrucht-Macaron mit Kalamansi
Canelés Bordelais
Madeleine
Praline von Yoghurt & Himbeere
Opera-Schnitte mit Kaffee

Das war ein Essen!
Traumhaft. Unbeschreiblich!
In der Liste der besten Essen in meinem Leben stehen jetzt zwei Namen.
Einer davon ist Klaus Erfort!

Du musst dir keinen Kopp machen!
Sieht aus, als wär´ hier unten alles im grünen Bereich.
Der Jung´ kriegt dat hin!
Und wenn mal wat aussem Ruder läuft, kriegt er Hilfe.
Ich glaub´, jeder in Saarbrücken hat ein Auge drauf.
Kümmer dich um deinen Job da oben.
Köche haste genug. Musiker sowieso.
Bist doch ein astreiner Gastgeber.
Wenn ich nachkomm´, werd´ ich Stammgast bei dir!

-.-

Vor Tag vier hatte ich ein bisschen Angst.

Linde in Sankt Arnual.

Mulmiges Gefühl im Bauch.
Jürgen ist nicht mehr da.
Scheiß Krebs!

Dafür sein Sohn.
Sebastian Becker.

Blutjunger Bursche.
Kompetent und sympathisch.
Und voller Begeisterung für seinen Laden.
Die produzieren so gut wie alles selbst.
Beziehen ihr Zeugs aus dem Umland, ohne großes Geschiss drum zu machen.
Pilze vom Mirko Kalkum,

Fische vom Forellenhof Rosengarten,

Käse vom Birkenhof.

Wir probieren uns quer durch die Küche.
Sebastian bringt Teller

Bunte Beeten, Ziegenfrischkäse, Haselnusscrumble, Salatbouquet

auf Teller

Wildpaté, Pilzsalat

auf Teller

Piccata

auf Teller

Steak Frites

auf Teller

Leberknödel, Sauerkraut, Püree

auf Teller

Apfelstrudel, Walnusseis, Vanillesauce

auf Teller.

Millefeuille Chocolat, Kirschen

Jedesmal mit drei Bestecken. Wir probieren gemeinsam.
Zu jedem Gericht erzählt er eine Story. Dabei blitzen die Augen.

Junge, behalte deine Begeisterung, dann geht das hier gut!
Die Weine gut wie eh und je.

Viel aussem Saarland dabei.

Das gehört so!
Ein genialer Abend bei einem genialen Gastgeber.

Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm…

Durchatmen am Mittwoch. Im Wohnzimmer!

Ivica.

IVICA!

Ivica ist alles.
Ivica ist kroatisch.

Ivica ist deutsch.

Ivica ist saarländisch. Ist Dibbelabbes!

Ivica ist Wohnzimmer.

Ivica ist Rastaurant.

Ivica ist Stammtisch.
Ivica ist Sportsbar.
Ivica ist Zuhause.
Für den Saarbrücker.
Den von der richtigen Seite.
Am Rhein ist die richtige Seite rechts, an der Saar links.
Hier schlägt das Herz Saarbrückens.
Familie Skopljanac sind Gastgeber.
Wie sie im Buche stehen.
Sowas brauchste!
Hier kannste kroatisch, deutsch und saarländisch essen. Wein und Bier trinken.
Fußball auf zwei Mega-Flats gucken. Mit den Stammgästen fachsimpeln. Obwohl der Saarländer grundsätzlich ja keine Ahnung von Fussball hat…
Kroatischen Riesling kriegste hier.
Hier kriegste auch nen Kuchen. Im Glas!

Eins weiss ich. Wenn schon dienstlich nach Saarbrücken, dann abends Ivica. Statt Heimweh!
Mit Freunden nochmal so gut!!!

Und heute?
Heute mal raus aus der Hauptstadt.
Bisher haben wir immer rüber gemacht. Nach Lothringen.
Heute nicht. Heute nach Homburg.
Homburg?
War mal in der Bundesliga. Muß kurz nachem Krieg gewesen sein.
Und ´ne Brauerei haben sie dort.
Aber sonst?
Mitter Regionalbahn nach Homburg. Oh Mann, Rolf!

Aussteigen, aussem Bahnhof raus, über die Hauptstrasse und rein in die Mall.
Homburger Innenstadt. Fußgängerzone!
Halb so groß wie der Zentralfriedhof von Palermo aber doppelt so still.
So kommt´s mir jedenfall vor.
Kein Mensch unterwegs. Und das um viertel nach sechs.
Wo sind die alle?
Claro, beim Italiener.
Bei DEM Italiener, vielmehr bei den Italienern.
Irgendwie gehören die nämlich alle zusammen.
Glaub´ ich jedenfalls.

Station No. 1: Gelat!oh

Eisdiele.
Hammereisdiele.

Mit Hammer-Eis.
Von ´nem Hammer-Typ.

Richtig schicker Laden.

Mit Blickfang-Kaffee-Maschine.

Und ´nem Pistazien-Eis zum Reinlegen.
Von dem Fruchtbecher fang´ ich erst gar nicht an.

Aber eigentlich logisch.
Liebe zum Beruf, die richtigen Zutaten.

Dann passt´s.

Eigentlich wollen wir nix grossartiges essen heute Abend.
Vielleicht eine Kleinigkeit bei ´nem Gläs´chen Wein.
Deshalb nur Kurzabstecher in

Station No. 2: Oh!lio

Ristorante.

Und Pizzeria.

Und hier sind sie alle. Vermutlich ganz Homburg is(s)t hier.
Klar, daß du in der Einkaufsstraße keinen findest. Die sind alle hier!

Ganz viel Pasta kriegst du hier. Wie bei Mama!

Die Pasta kommt aus Bexbach. Pasta Romana, eine kleine Nudelfaktur.
So gefällt mir das.

Italienküche mit Produkten von hier.
Und die Weine sind vom Feinsten.

Wir nehmen einen Weißen von Jerman. Grandi Marchi sag´ ich nur!

Dann aber rüber. Direkt nebenan.

Station No. 3: VIN!OH

Kleine, schicke Weinbar.

Gute Weinauswahl.

Kleine Gerichte,

asiatisch angehaucht.

Chef ist auch da. Sympathisch.
Führt Gespräche, macht Geschäfte, begrüßt Freunde.
Das hier ist wirklich Italien im Saarland!
Ein völlig entspannter Abend mit meinem Kumpel.
Wir probieren uns von rechts

nach links

und von oben

nach unten durch´s Angebot.
Alles völlig in Ordnung.

Kleine Gerichte auf den Punkt. Zum Vino.
So muss das inner Osteria in Italien auch zugehen. Mit gefällt´s!

Nach Homburg komme ich mal wieder.
Wenn die Sonne scheint und Leute auf der Straße sind.
Und dann setz´ ich mich zum Italiener auf den Marktplatz…

Ach ja. Bevor ich es vergesse:
Servicewüste Deutschland ist hier nicht! Ganz unverkrampfte und kompetente Leute am Start. Prima!

Muß ich das haben?
Hier?
In Saarbrücken? In Schlagdistanz zu Lothringen und zum Elsaß?
Muß das wirklich sein?
Asiatisch! Genauer gesagt, vietnamesisch!
Mit, wie Rolf sagt, französischem Kick.
Ist das tatsächlich nötig?
Warum nicht!
Wenn Rolf sagt, das ist gut, dann wird das so sein!
Wir fahren also das Stückchen vom Basiscamp mit der Straßenbahn.
Am Haupfbahnhof vorbei stadtauswärts.
Hier war ich noch nie.
Ein paar Meter zu Fuß und wir sind da.
Indochine!

Da bin ich doch mal gespannt.
Und sofort richtig überrascht. Positiv!

Kein Asia-Kitsch. Eine klare und edle Einrichtung.
Interessante Karte, gute Weine.

Das könnte was geben.
Ratzfatz ein Gruß aus der Küche.
Wunderschöne, knackige Sommerrolle.

So wie ich sie mag! Klassisch.
Als Wein nehmen wir einen Elsässer Edelzwicker aus dem Hause Faller. Domaine Weinbach. Hat auch nicht jeder. Der passt astrein zu allem, was kommt.
Bevor ich´s vergesse, der junge Mann im Service ist ein Knaller.
Zurückhaltend, freundlich, kompetent und fotoscheu.
Ausgebildet hier im Haus.
Nghiem Duc Trung! Danke!
Die Küche schickt Scampi Saté mit karamellisiertem Radicchio und Portwein- und Buttersauce.

Aha. Da isses. Wie versprochen.
Vietnam UND Frankreich. Die Sösschen sind richtig gut!
Bun thang, eine Poularden Consommé.

Hühnersüppchen, wie´s nur die Asiaten hinbekommen.
Dann wieder so´ne Eurasia-Kombi.
Jakobsmuschel im Speckmantel auf rotem Klebreis und Spieß von der Lotte in Wildbetelblätter.

Roter Klebreis unter Fisch. Da musste auch erst mal drauf kommen.
Im Hauptgang verlässt er ziemlich die vietnamesische Richtung.
Ibericomedaillon mit Kräuterkruste, Poulardenspieß an Zitronengrasstiel, Mousseline von Süßkartoffel.

Ein rundes Gericht, könnte vielleicht noch eine vietnamesiche Ecke gebrauchen.
Dessert kann er auch.
Wir bekommen einen Dessertteller á la maison.

Ingwer-Parfait, süßer roter Klebreis mit Kokosmilch und Profiterol mit Walnusseis.
Feiner Abschluß eines überzeugenden Menüs.
Nguyen Quang Hoa ist ein richtig guter Koch.

Er überzeugt mit einer sehr runden Fusionsküche.
Seine Saucen zeugen von hoher Handwerkskunst.
Seit den 80ern ist er in Deutschland. Vom Tellerwäscher zum Küchenmeister, Sowas geht auch bei uns!
Ich mag asiatische Küche. Originale Küchen erlebt man aber wahrscheinlich nur im Ursprungsland. Künstlich eingedeutscht mag ich das nicht. Nguyen umgeht diese Klippe französisch elegant.
Danke dir für deine Gastfreundschaft, ein wunderschönes Essen und gute Gespräche.
Und hintenraus noch´n vietnamesischen Eiskaffee…

Prolog

So.
Mal wieder da.
Saarbrücken, Saarland.

Montag bis Freitag.
Übernachten mittendrin.
Im Madeleine. Kleines, feines Hotel im Zentrum.
Schlagdistanz zum Basiscamp.
Basiscamp wie früher. Glühwürmchen!

Tagsüber Weiterbildung. Der Claus lebt nicht vom Bloggen allein.
Abends dann ab auf die Bahn.
Hinein in die Szene.
Mit einem, der sich auskennt.
Hin zu Typen.
Keine bloßen Restaurant-Besuche.
Menschen, die ihre Passion leben.
Gastgeber im engsten Sinne. In Küche, Keller und Service.
Jeder auf seine Art.
Mal einfach gut, mal gehoben gut.
Und einmal Weltklasse. Ein Mittagessen, bei dem mir die Tränen kommen!
Was bleibt, ist Dankbarkeit. Für eine grandiose kulinarische Woche.
Für phantastische Teller und Gespräche.
Und für Inspirationen.
Ich werde einiges abkupfern.
Bei vielem wird´s ein Versuch bleiben…

Wie hat der das geschafft, die beiden Dressings so perfekt zu binden, daß sie nicht ineinander laufen. Mit Xanthan könnte es gehen. Die Konsistenz passt. Den Geschmack versuche ich erst gar nicht nachzubauen.

Steak Frites
Frites handgehämmert, Steak vorwärts gebraten, Tartar wie unten beschrieben. Bearnaise klassisch und ohne Gedöns. Astreines Bistro-Essen…

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Sauce Hollandaise
Kategorien: Sauce
Menge: 1 Rezept

150 Gramm Butter
3 Eigelb
1 Essl. Weißwein
1 Essl. Heller Geflügelfond
Salz
1/2 Zitrone; den Saft

============================ QUELLE ============================
Dieter Müller
— Erfasst *RK* 19.03.2018 von
— Claus Schlemmer

Die Butter bei geringer Hitze zerlassen. Ein einem Simmertopf die
Eigelbe mit Weißwein und Brühe im Wasserbad cremig aufschlagen. Die
zerlassene Butter mit dem Schneebesen langsam unterrühren. Die Sauce
im Wasserbad (ca. 70°) weiter aufschlagen, bis sie eine cremige
Konsistenz hat. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Sofort
servieren.

=====

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Sauce Bearnaise
Kategorien: Saucen
Menge: 1 Rezept

1 Rezept Sauce Hollandaise
100 ml Trockener Weißwein
2 Teel. Estragonessig
2 Gehackte Schalotten
1 Essl. Fein gehackter Estragon
1 Essl. Fein gehackte Petersilie
Salz, weißer Pfeffer, Zitronensaft

============================ QUELLE ============================
Dieter Müller
— Erfasst *RK* 19.03.2018 von
— Claus Schlemmer

Alle Zutaten ausser Salz, Pfeffer und Zitrone erhitzen und
reduzieren, bis fast alle Flüssigkeit verdampft ist. In die
Hollandaise geben und abschmecken.

=====

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Steak tartare
Kategorien: Hauptgericht
Menge: 4 Personen

2 Eigelb
2 Essl. Scharfer Senf
2 Anchovis-Filets, gewässert und fein gehackt
1 Essl. Ketchup
1 Teel. Worcestershire Sauce
Piment d´Espelette
1/4 Teel. Olivenöl
Tellicherry Pfeffer
25 ml Cognac
1 Schalotte, fein gehackt
50 Gramm Kapern, gehackt
50 Gramm Cornichons, gehackt
4 Stängel Petersilie, gehackt
600 Gramm Rindfleisch (Hüfte oder Roastbeef), mit dem
— Messer fein gehackt

============================ QUELLE ============================
Frei nach Bourdain
— Erfasst *RK* 19.03.2018 von
— Claus Schlemmer

Eigelbe mit Senf und den Anchovis verrühren. Ketchup,
Worcestershiresauce, Piment d´Espelette und Pfeffer unterrühren.
Langsam das Öl mit dem Schneebesen unterschlagen. Cognac unterrühren.
Schalotten, Kapern, Cornichons und die Petersilie darunter ziehen.
Fleisch zugeben und mit dem Spatel gründlich durchmischen. Sofort
mit Ringen anrichten und Servieren. Man kann die Steaks auch kurz
auf einer Seite anbraten.

=====

Ältere Artikel »