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Jetzt wollen sie´s wissen.
Jetzt ist Schluss mit lustich.
Alle sind dabei.
Edeka, Rewe, Aldi, Kaiser´s Tengelmann, Kaufland, Netto, Penny.
Die ganze Mischpoke zieht mit.
Sogar mein Freund, der Lidl, wird Tier-Retter.
Und packt die Info schön Werbewirksam auf seinen WORANERKENNTMANEIGENTLICHGUTESFLEISCH-Prospekt.
Ist dat schön!

“Mit dem Kauf von Schweine- und Geflügelfleisch, sowie -wurst aus unserem Sortiment unterstützen sie den Wandel zu einer tiergerechteren Haltung”.
TIERGERECHTER! Nicht TIERGERECHT!
Du merkst den Unterschied, oder?
Und die Rindviecher haben sie völlig vergessen!
Initiative Tierwohl.
Laut unserem Agrarminister Schmidt (CSU) eine “freiwillige Verbindlichkeit”.

Vier Cent pro Kilo Discounterfleischzeugs zwacken sie für das Programm ab.
85 Millionen sollen dieses Jahr zusammenkommen.
Bis zwanzichsiebzehn sogar 225 Millionen.
Ist ´ne schöne Stange Geld. Davon kannste ´ne Menge Viecher retten. Oder?
Um die Haltungsstandards bei den Landwirten geht´s.
Stallklima, Trinkwasserqualität, Tageslicht, Antibiotika-Einsatz sind die Kernthemen.
Das wird einmal im Jahr abgeprüft.
Wenn das in Ordnung ist, kriegt der Bauer einen Batzen Kohle. FÜNFHUNDERT EURO!!!
Davon kannste ´ne Menge Viecher retten!

Es geht noch weiter.
10% mehr Platz gibt einsvierzig pro Sau. Hallelujah, das sind Beträge!
Sogar die Puten, die armen Säue werden gerettet.
Die bekommen die Schnabelspitzen nicht mehr mit dem heißen Messer sondern per schmerzfreier Infrarot-Technik gestutzt.
Damit sie sich vor lauter Platzangst nicht gegenseitig massakrieren.

Aber was mecker ich mal wieder rum.
Eigentlich ist das alles doch besser als nix.
Es ist alles freiwillig. Endlich kommt Bewegung in die Sache.
Es gibt ein paar positive Schlagzeilen.
Bezahlen wird´s eh der, der sein Fleisch bei denen kauft, und der hat´s ja auch verdient.
Gut für´s Gewissen.
Alles in Allem ein lobenswerter Ansatz.
WARUM ALSO, TRAU´ ICH DEN BRÜDERN NICHT EINEN MILLIMETER ÜBER DEN WEG???

Heute mal wieder mit ohne Fleisch…
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Kartoffelgemüse, irgendwie italienisch

4 Personen

Zutaten:
400 g festkochende Kartoffeln
1 Lorbeerblatt
1 halbierte Knoblauchzehe
400 ml Gemüsebrühe
2 Tomaten
2 Zwiebeln
1/4 Zucchino
je 20 g grüne und schwarze Oliven, entsteint
1 TL Puderzucker
je 1 TL Tomaten- und Paprikamark
1 Streifen Zitronenschale
Salz
milde Chiliflocken
1 TL Rotweinessig
2 EL Olivenöl
2 EL frisch geschnittenes Basilikum

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen und in 1 cm große Würfel schneiden. Mit dem Lorbeerblatt und dem Knoblauch in der Brühe 20 Minuten weich garen. Die Kartoffeln in ein Sieb abgießen und die Brühe auffangen. Das Lorbeerblatt und den Knoblauch entfernen.
Die Tomaten häuten, entkernen (Kerne auffangen) und würfeln. Die Kerne mit dem Stabmixer kurz pürieren und durch ein feines Sieb streichen. Zwiebeln schälen und fein würfeln. Zucchino putzen und in 1/2 cm große Würfel schneiden. Oliven vierteln.
Den Puderzucker in einem Topf bei mittlerer Hitze hell karamellisieren, das Tomaten- und Paprikamark darin kurz anrösten. Zwiebeln hinzufügen und andünsten. Den Tomatensaft und 1/8 l Brühe zugießen und kurz köcheln lassen. Kartoffel- und Zucchiniwürfel sowie Zitronenschale dazugeben und 2 Minuten köcheln lassen. Tomatenwürfel und Oliven hinzufügen, erhitzen, mit Salz und Chiliflocken würzen. Essig und Olivenöl einrühren und zuletzt das Basilikum untermischen.

Jeder einen Gang. Einen machen wir zusammen.
Ich Süßkram für hinterher. Und ´ne Kleinigkeit vorneweg.
Für dreissig.
Sollte kein Problem werden. Trotz Süßkram. Ich hasse Süßkram!
Ich muss auch nicht um neun in Kölle sein. Halb elf reicht.
Ich krieg´ das hin, Jungs, bin schließlich Halbprofischnitzelbiergartenkoch.
Macht euch keine Sorgen wegen dem bisschen Süßkram.
Habe locker 2 Stunden Zeitreserve um beim Hauptgang (den machen wir zusammen) zu unterstützen.
Alles eine Frage des Zeitmanagements!

Sonntag, 19. Juli Zwanzichfuffzehn.
Finale Summerofsupper.
Um neun geht die Eisenbahn, hoffe ich.
Tut sie auch.
Vor Bonn gibts einen Schlag, daß ich denke, das komplette Fahrwerk fliegt weg.
Ruhig, Brauner, nix passiert.
Pünktlich kurz nach halb elf in Ehrenfeld.
Ich renne erstmal in die falsche Richtung. Landei in der großen Stadt. Scheiß Google Maps.

Dann finde ich den Laden doch noch.
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Die Jungs sind schon voll in Aktion. Sind mir weit voraus. Aber ich habe ja jede Menge Zeit.
Zeitmanagement eben.
Klar, fremde Küche ist immer ein Problem. Wenn du´n Profi wärst, würdest du dir alle Schränke ansehen und dein Zeugs rausnehmen und bereitstellen.
Oder du rennst, wie ich, nach jedem einzelnen Messerchen oder Brettchen und suchst dir´n Wolf.
Die Quarkcreme solltest du jetzt gegen halb eins so langsam in den Kühlschrank stellen. Sonst wird das Biest nicht fest. Dann hast du´n richtiges Problem. Knall eine paar Blätter Gelatine extra rein und sieh zu, daß du die Kurve kriegst.
Viertel vor zwei. Die Brüder haben dir Erdbeeren gekauft. Die guten Jungs. Haben drauf geachtet, daß die Dinger so aussehn wie astreine Walderdbeeren.
Gefühlte 3 Millimeter Durchmesser. Haste richtig Spaß beim Putzen. Dauert locker ´ne Stunde.
Kein Problem, alles eine Frage des Zeitmanagements.

Drei Uhr. Zwei von uns sind abgezockt. Und perfekt organisiert. Haben Zeit, ´ne Kleinigkeit Essen zu gehen. Ausser Haus! Und ´nen Espresso zu trinken. Ausser Haus.
Zwei nicht. Ich gehöre dazu.

Langsam wirds eng. Super, wenn du die Nummer nur in Ansätzen schonmal gemacht hast. Süßkram eben.
Die Eismaschine ist so schnell wie du. Für einen Liter Eis brauch die ´ne Stunde. Du brauchst 3 Liter.
Die doofen KanakiFillooderwasweißich-Blätter wollen auch nicht so wie du.
Die Kartoffeln für den Gruß müssen noch gekocht werden, die Soßen sind auch noch nicht gemacht,
Cheffe kommt und guckt zweifelnd,
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der Quark wird nicht fest, um die Teller hab´ ich mich noch nicht gekümmert, beim Hauptgang kann ich überhaupt nicht helfen, wir haben fünf, um sechs kommen die Leute, und ich glaube, ihr könnt mich mal und fahre jetzt heim.

Eigentlich ist das bei mir immer so. Zeitmanagement.
Eigentlich werde ich aber dann doch immer noch geradeso fertig.

Sechs Uhr. Alle sind da. Überpünktlich.
Viertel nach Sechs geht der Gruß raus. Überpünktlich!
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Dann Schlag
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auf Schlag
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auf Schlag
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der Rest. Inklusive Hauptgang.
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Den haben die Jungs auch ohne mich hinbekommen.
Alles gutes Zeugs. Mit ohne Schickimickizutaten. Alles robust und von hier.
Pünktlich dann auch mein Süßkram.
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Scheint sogar zu schmecken, die Schüsseln mit den Resten werden jedenfalls auch noch leergeputzt.
Et hätt tatsächlich jootjegange! Logisch, bei meinem Zeitmanagement…

Fleutekies met Schukelad un Iis

Quarkschaum
125 g Magerquark
85 g Saure Sahne
35 g Naturjoghurt
50 g Puderzucker
1 Bio-Zitrone
150 ml Schlagsahne
3 Blatt weiße Gelatine

Den Quark mit der sauren Sahne, dem Joghurt, Puderzucker, abgeriebener Schale einer halben Zitrone und dem Saft der ganzen Zitrone verrühren. Sahne steif schlagen und unter die Creme ziehen.
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und in einem kleinen Topf erhitzen, bis sie sich aufgelost hat. Unter den Quark ziehen. Die Creme in kleine Portionsförmchen oder eine große Form geben, ca 4 Stunden im Kühlschrank anziehen lassen.

Sauerrahmschokolade
100 g weiße Schokolade
100 g saure Sahne

Die weiße Schokolade in Stücke brechen und vorsichtig bei kleiner Hitze im Wasserbad schmelzen.Etwas abkühlen lassen und dann die saure Sahne hineinrühren. Bis zum Anrichten kalt stellen.

Zitronensauce
60 ml frisch gepresster Zitronensaft
60 ml Wasser
1 EL Zucker
1/2 TL fein gehackter Ingwer
1/2 EL Speisestärke

Den Zitronensaft mit dem Zucker in einen Topf geben und aufkochen. Den Ingwer in die heiße Flüssigkeit geben und kurz ziehen lassen, dann mit der angerührten Stärke binden.

Holunder-Erdbeer-Eis (Beim Supper habe ich eine sahnige Mascarpone-Variante gewählt, da ich keine Glucose hatte)
200 g Erdbeeren
100 ml Holundersirup
50 g Zucker
20 g Glukose

Die Erdbeerenmit dem Holundersirupund dem Zucker pürieren und durch ein feines Sieb streichen. Die Glucose leicht erwärmen und vorsichtig unter die Creme ziehen.
In der Eismaschine gefrieren lassen.

Kanaki Blätter
100 g Zucker
1 TL Traubenzucker
75 g gesiebter Kakao
125 g Kanaki Blätter

100 ml Wasser, Zucker und Traubenzucker aufkochen, bis der Zucker sich aufglöst hat. Kakao einrühren.
Kanaki Blätter in 2 Lagen teilen. Eine Lage mit Kakaolösung bestreihen, die zweite Lage darauflegen und ebenfals bestreichen.
Etwa 10 Minuten bei 180° im vorgeheizten Ofen backen.
Auf einem Gitter abkühlen lassen und in Stücke brechen.

Zum Anrichten die Quarkcreme außen auf einen länglichen Teller setzen. Am gegenüberliegenden Rand eine Kugel Eis platzieren. Dazwischen drei Streifen Schokolade ziehen. Die Sauce zwischen die Schokolade geben. und mit ein paar halbierten Erdbeeren dekorieren. Je ein Teigstück in den Quark stecken.

P.S. Danke, daß ich mitmachen durfte!

Reissuppe mit Erbsen

Angefixt!
Tony hat´s mal wieder hinbekommen.
Jedesmal,wenn ich eine dieser verdammten “no Reservations” – Sendungen sehe, bin ich angefixt.
Diesmal ganz besonders.
Nicht zum ersten Mal.
Hab ich mir aufgenommen.
Tony in Venedig.
Legendär, wie die Mammma für den Sugo die Zwiebeln tötet. Stundenlanges schmoren, bis sie zerfallen. Hab´ ich ausprobiert, klappt astrein. Nicht nur bei Mammma.
Oder die gegrillte weiße Polenta hier im Video.

Ganz zu schweigen vom Risotto-Vulkanausbruch. Gibt ´ne Riesen-Sauerei, also Obacht!
Nur eins hat er nicht gezeigt.
DEN Klassiker.
Risi e bisi.
Tausend Rezepte gibt´s davon.
Alle selbstverständlich Original. Meins auch, versteht sich.
Zusammengefriemelt aus dem Silbernen Löffel, Cicchetti, und natürlich Marcella.
Von Marcella stammt der ziemlich geniale Tip mit den Schoten.
Und auch der Hinweis, daß das kein Risotto ist.
Sondern ´ne ziemlich dicke Reissuppe. So dick wie´n Risotto.
Die Flüssigkeit kommt auf einmal dazu. Rühren musste auch nicht ständig.
Nimm Vialone, keinen Arborio. Frag´ mich aber nicht, warum!
Du fühlst dich wie am Canale Grande. Glaub´ ich jedenfalls…

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Risi e bisi
Kategorien: ???
Menge: 4 Personen oder 20 Cicchetti-Portionen

60 Gramm Butter
2 Essl. Olivenöl
1 Stange Staudensellerie, fein gehackt
2 Schalotten, fein gehackt
60 Gramm Pancetta, fein gewürfelt
1 Handvoll Petersilie, fein gehackt
300 Gramm Risotto Reis (Vialone)
1 kg Erbsenschoten
1 Prise Zucker
1,4 Ltr. Fleischbrühe
Salz, schwarzer Pfeffer
4 Essl. Parmesan

============================ QUELLE ============================
— Erfasst *RK* 13.07.2015 von
— Claus Schlemmer

Die Erbsen aus den Schoten palen. Eine gute Handvoll der schönsten
Schoten waschen und beiseitestellen. Diese Schoten teilen und mit
der Innenseite nach unten leicht andrücken. Das Ende zur Innenseite
hin umklappen und vorsichtig das innere, zähe Häutchen abziehen. Die
Schoten fein hacken. Die Hälfte der Butter mit dem Olivenöl in einem
weiten Topf erhitzen. Schalotten, Sellerie, Pancetta, Petersilie,
Erbsenschoten zufügen und leicht andünsten bis die Schalotten weich
sind. Den Reis hizufügen und bei kleiner Hitze sanft schmoren bis er
gelblich wird. Die Erbsen und eine Prise Zucker zugeben. Die Brühe
angießen und etwa 15 Minuten köcheln, bis der Reis weich aber noch
bissfest ist. Eventuell noch Brühe zugeben. Abschmecken, restliche
Butter und 2 EL Parmesan unterheben. Vor dem Servieren ein paar
Minuten ruhen lassen. Servieren, den restlichen Parmesan dazu
reichen.

=====

Highlights eines Tages
Tatort: Mainz. Hauptbahnhof. Böschung zwischen Parkplatz und Gleis 1.
Tatzeit: Montag. Zwanzich nach fünf.
Tathergang:
Es knallt. Irgendwas ist in der glühenden Hitze des Spätnachmittags explodiert. Vielleicht ne Spraydose oder ´n Einwegfeuerzeug.
Ich stehe auf Bahnsteig 2 und sehe dünnen Rauch. Nicht viel.
Ein bisschen trockenes Gras brennt. Fläche ca. 20 Quadratzentimeter. Tendenz sich langsam ausbreitend.
Ein Mensch in Bahnuniform nähert sich dem Katastrophengebiet. Bewaffnet mit Diensthandy.
Unschlüssig, aber wichtig.
Er sieht sich den Flächenbrand an. Mittlerweile ca. 25 Quadratzentimeter. Er telefoniert.
Eine Passantin ergreift die Initiative.
Geht ins Bahnhofgebäude und bringt einen Feuerlöscher zum Tatort. Stellt in ab.
Der Bahnmitarbeiter telefoniert.
Eine Bahnmitarbeiterin nähert sich dem Tatort.
Jung, dynamisch, sehr wichtig, mit Funkgerät.
Sie sieht sich den Flächenbrand an. Mittlerweile immer noch 25 Quadratzentimeter. Spricht ins Funkgerät.
Ich frage mich, warum keiner das Feuerchen auspinkelt.
Und habe Angst, daß die gleich den gesamten Bahnhof sperren und ich nicht heimkomme und den Salat nicht fertigkriege.
Er telefoniert, sie funkt.
Dann Sirenen.
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Sirenen aus allen Himmelsrichtungen.
Das Inferno bricht aus!
3 Feuerwehrfahrzeuge, 1 Krankenwagen, 1 Notarztfahrzeug.
Mit voller Sirene und Blaulicht.
Todesmutig wird der Brand gelöscht. Helden.
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Er telefoiert und sie funkt.
Et hätt noch immer jootjegange!
Der Salat:
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Warmer Garnelen-Zucchini-Salat nach Jamie Oliver
4 Personen
Zutaten:
20 Garnelen, geschält und entdarmt
10 kleine Zucchini
6 EL Sonnenblumenöl
abgeriebene Schale und Saft von 2 Bio-Limetten
1 gehäufter EL frisch geriebener Ingwer
2 frische rote Chilischoten, entkernt, fein gehackt
1 kleine Hand Koriandergrün und Minze grob geschnitten, gemischt
2 EL Sojasauce
etwas Fischsauce

Zubereitung:
Die Zucchini in dünne Scheiben schneiden.
Alle Zutaten bereitstellen.
Einen Wok erhitzen. Das Öl in den Wok geben und die Garnelen mit der Limettenschale und dem Ingwer etwa 2 Minuten unter Rühren anbraten. Vom Herd nehmen und nach 30 Sekunden die Zucchini, den Limettensaft, die Chilis und die Kräuter untermischen.
Den Salat mit Sojasauce und Fischsauce abschmecken, gut durchmischen und auf einer Platte anrichten. Sofort servieren.

Wild- und Waldreich

Von Bruttig
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zum Kloster Maria Engelport.
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Und zurück.
15 Kilometer, keine große Sache.
2 Anstiege, haste hier immer. Ohne Bergwertung gehts an der Mosel beim Wandern nunmal nicht.
Diesmal aber ganz locker, Steigung leicht, aber lang.
Die beiden Abstiege sind giftig. Da musste etwas achtgeben.
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Mit Kinderwagen übrigens nicht zu machen.
Ansonsten, wie immer schöne Ausblicke.
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Viel Natur.
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Ein vortreffliches Plätzchen zum Rasten.
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In knapp vier Stunden locker zu packen.
Wenn du dich nicht verfranst. Ich verlaufe mich immer!!!

Wild gibts hier übrigens auch. Kriegst du bei vielen Metzgern. Oder direkt beim Jäger.
Oder du hast einen Sohn, der den Jagdschein macht.
Der schleppt dir dann und wann schonmal allerfeinste Innereien an. Ist sonst kaum dranzukommen.
Die Rehleber ist meine Premiere. Nach einem klasse Rezept von Michael Kolm vom Restaurant Bärenhof Kolm Waldviertel.

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Geröstete Rehleber mit Kartoffeln, Schwarzen Champignons und Kartoffel Espuma

Zutaten:
400 g Rehleber, in 15 mm dicke Scheiben geschnitten
350 g Kartoffeln
15 ml Olivenöl
2 x Zwiebel
50 g Speck
285 ml Rindsuppe
125 ml Rindsuppen Jus
1 cl Balsamico-Glace
20 g Preiselbeeren
150 g Champignons
10 ml Rapsöl
100 g Kartoffeln, mehlig
200 g Butter
150 ml Sahne
2 g Salz
1 g Pfeffer
1 g Muskat
20 g Thymian
frischer Majoran nach Geschmack

Zubereitung:
Rehleber

350 g Erdäpfel waschen (nicht schälen), in 5 mm dicke Scheiben schneiden und im auf 180 °C vorgeheizten Backrohr 15 Minuten braten. Beim Rausnehmen mit Olivenöl beträufeln, mit grobem Pfeffer und Meersalz würzen.

Für die Sauce eine Zwiebel und den Speck kleinwürfelig schneiden und in etwas Öl goldbraun anrösten. Mit 125 ml Rindssuppe, der Balsamico-Glace und der Jus aus 125 ml Rindssuppe aufgießen, mit frischem Majoran, Salz und frischem Pfeffer aus der Mühle abschmecken und 5 Minuten leicht köcheln lassen. Die Preiselbeeren dazugeben.

Für die Schwarzen Champignons die zweite Zwiebel kleinwürfelig schneiden und in etwas Rapsöl goldbraun anrösten. Die Champignons waschen, trocken tupfen, in einem Cutter kleinwürfelig hacken und 10 Minuten stehen lassen. Dann die Champignons zu der Zwiebel dazugeben und mitrösten, mit Salz, Pfeffer und klein gehacktem Thymian abschmecken.

Die Rehleber kurz vor dem Servieren mit Pfeffer würzen und in einer Pfanne scharf anbraten (die Leber sollte innen noch rosa sein). Zum Abschluss mit der Sauce löschen, kurz schwenken und mit einem nussgroßen Stück kalter Butter montieren.
Kartoffelespuma

Die Kartoffeln weich kochen, schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Unter ständigem Rühren mit Butter, Sahne, Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss mischen.
Das Kartoffelpüree zusammen mit 160 ml Rindssuppe unter ständigem Rühren kurz aufkochen. Die warme Masse durch iSi Trichter & Sieb in ein 0,5 L iSi Gerät füllen, 1 iSi Sahnekapsel aufschrauben und kräftig schütteln. Das iSi Gerät bei max. 75°C in der Bain-Marie oder im Wasserbad warm halten.

Wie bei einer Lasagne, Kartoffeln mit Champignons alternierend, bis zu 3 Kartoffelschichten aufbauen. Daneben die Leber anrichten, etwas Sauce übergießen und mit frischem Majoran garnieren.

Die Chili-Kirschen passen astrein dazu. Gabs schonmal hier

Bis drei zählen

Mehr musste nicht können. Reicht eigentlich alle Mal.
Du musst nur bis drei zählen können.
Vielleicht aber auch bis fünf.
Dann kannste dir das nämlich an allen fünf Fingern abzählen!

Du kriegst für paarundzwanzich Cent kein vernünftiges Brötchen.
Für einsneunzehn kriegste kein Pfund Brot, daß den Namen verdient.
Genausowenig kann das klappen mit der Pulle Wein für einsneunundneunzich.
Und schon gar nicht geht das mit dem Kilo gemischtem Gehacktes für unter 4 Euro.
Du kriegst für das Geld kein vernünftiges Zeugs!
Du brauchst nur ein bisschen rechnen; eins und eins zusammenzählen!
Du kriegst nur Müll und du weisst es auch.
Weil du ja rechnen kannst. Und Kohle nunmal die ganze Geschichte bestimmt.

Dann brauchst du auch keine von diesen saumässig kritischen TV Reportagen über gutes und schlechtes Essen mehr.
Sowas wie letzten Montag vom Tim Mälzer ist dann überflüssig.
Lebensmittelcheck“.
Nicht mehr angesagt, du weißt es ja selbst. Du hast gerechnet.
Sprüche wie “…der Vorteil von industriell hergestelltem Brot ist die Hygiene. Es fasst niemand mehr das Brot an…”,  oder “…der Verbraucher will den Kompromiß zwischen Qualität und Preis…” bringen dich nur noch zum kalt lächeln.
Lass sie doch reden über ihre Scheiß-Enzyme, die bewirken daß das Müllbrot besser aufgeht als das Richtige.
Es ist dir alles bekannt.
Vielleicht ist dir das aber alles egal. Du rechnest, weißt daß du Müll kaufst und machst es trotzdem…

Ich nicht!

Kartoffeln vom Obstgut Müller, Fleisch aus dem kleinen Lädchen in Heimbach.
Frisch angeliefert von der BESH. Gutes Zeugs!
Dazu ein Rezept vom Klink.
Einfach, unaufgeregt, gut.

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Rouladen (mal wieder) vom Ochsen

Zutaten für 2:

Rouladen
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
1 Bd. Suppengemüse
1 Zwiebel
30 g getr. Tomaten in Öl
1 kleiner Zweig Rosmarin
2 dünne Rinderhüftsteaks (je 160 g)
2 TL Orangenmarmelade
Pfeffer
8 kleine, hauchdünne Scheiben Lardo
4 dünne Scheiben Parmaschinken
Salz
1/4 l Rotwein
1/4 l Rinderfond
1 TL Mehlbutter

Kartoffeln
4 festkochende Kartoffeln
2 EL Olivenöl
grobes Meersalz

Zubereitung:
Schalotten und Knoblauch schälen. Die Schalotten in dünne Scheiben schneiden und in 1 EL Olivenöl anbraten. Knoblauch dazupressen und vom Herd nehmen.
Das Suppengemüse putzen und klein würfeln. Zwiebel schälen und würfeln. Tomaten abtropfen lassen und fein würfeln. Rosmarinnadeln sehr fein hacken.
Die Steaks zwischen Frischhaltefolie dünn klopfen. Mit Orangenmarmelade bestreichen, pfeffern und mit 1 EL Olivenöl beträufeln. Mit Rosmarin und der Zwiebelmischung bestreuen. Fleisch mit Schinken und Lardo belegen, fest aufrollen und binden. Leicht salzen, kräftig pfeffern.
Restliches Olivenöl in einem Topf erhitzen. Fleisch kurz anrösten, dann rundherum bei starker Hitze mit dem Suppengemüse, den Tomaten und Zwiebeln ca. 5 Minuten weiterbraten. Mit etwas Rotwein ablöschen und diesen einkochen lassen. Vorgang nochmals wiederholen.
Dann den restlichen Rotwein und den Fond angießen, aufkochen und alles zugedeckt ca. 1 Stunde garen.

Für die Kartoffeln den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Kartoffeln schälen und vierteln. Auf ein Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln, mit etwas Meersalz würzen und im Ofen gut 30 Minuten (Mitte, Umluft 170 Grad) garen.

Rouladen herausnehmen, warm stellen.
Sauce passieren und noch etwas einkochen.
Abschmecken und eventuell mit Mehlbutter binden.

Fernweh

Eigentlich fühl´ ich mich sauwohl hier.
Im Mittelrheintal. Mitten im guten, alten Europa.
Will gar nicht weg.
Mit der Scholle verwurzelt. Quasi.
Eigentlich brauch´ ich keine Fernreisen.
Ist mir zu teuer, zu kompliziert und meine Küche mitnehmen kann ich auch nicht.
Ausserdem kann mir keiner garantieren, daß es in der weiten Welt so´n Riesling gibt wie hier.
Ich brauch´ das also nicht.

Manchmal krieg´ ich dann aber doch dat heulende Elend.
FERNWEH!

Dann bin ich froh, daß ich mich wenigstens weit weg kochen kann.
Mit der Unterstützung von Büchern, wie dem hier.
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Das kreolische Kochbuch.
Geschrieben von Birgit Weidt, Reisejournalistin und leidenschaftliche Köchin.
Hat eine Zeitlang da unten in der Karibik gelebt und fährt vor allem auf La Rèunion, Guadeloupe und Martinique ab.
Liebt die kreolische Küche.
Und genau das merkt man.

Wunderschöne Beschreibungen von Land und Leuten, hochinteressante Geschichten rund um Lebensmittel und Gewürze und nicht zuletzt jede Menge authentische (soweit so´n Landei wie ich das beurteilen kann) Rezepte. Inklusive einiger Seiten karibischer Drinks!
Die Foodfotos stammen unter anderem von Ariane. Und die kann verdammt gut knipsen.

Insgesamt also Pflichtlektüre für fernwehgeplagte Mittelrhein-Bewohner, Karibik-Freunde, kulinarische Abenteurer und Longdrink-Fans.

An einem schönen Sommertag kommt so´n Schweinscolombo richtig karibisch gut…
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Colombo Gewürzmischung

Zutaten:
4 EL Reis
2 EL Koriandersamen
2 EL Kreuzkümmelsamen
1 EL schwarze Senfkörner
1 EL Bockshornkleesamen
8 Gewürznelken
1 EL schwarze Pfefferkörner
2 EL Kurkumapulver

Zubereitung:
Den ungekochten Reis etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze in einer trockenen Pfanne rösten.
Koriander, Kreuzkümmel, Senfkörner, Bockshornkleesamen und Nelken zugeben und mitrösten.
Die Mischung zusammen mit den Pfferkörnern fein mörsern und mit dem Kurkumapulver vermischen.
In einem Schraubglas kühl und trocken lagern.
Hält locker 6 Monate.

Schweinscolombo
Colombo de porc

4 Personen

Zutaten:
800 g Schweinefilet, grobgewürfelt
5 Knoblauchzehen, feingehackt
2 rote Chilischoten, feingehackt
1 Msp Gewürznelke, gemahlen
3 EL milder, weißer Essig
4 Frühlingszwiebeln, feingehackt
1 Zwiebel, feingehackt
1 Msp Korianderpulver
1 Msp Anispulver
1 Zweig Thymian, gezupft
1 grüne Mango, geschält, in Stücken
1 rote Chilischote, feingehackt
1 Aubergine, grobgewürfelt
1 Zucchini, grobgewürfelt
3 Kartoffeln, grobgewürfelt
2 geh. EL Colombo (s.o.)
Saft von einer Zitrone
5 Stengel glatte Petersilie, feingehackt
3 EL Sonnenblumenöl
Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
3 Knoblauchzehen, Chili, Nelke, Essig, Salz und Pfeffer zu einer Marinade verrühren.
Das Fleisch darin 30 Minuten marinieren, öfter umrühren.
Öl in einer Pfanne erhitzen und Lauchzwiebeln, Zwiebeln und restlichen Knoblauch anbraten.
Fleisch aus der Marinade in die Pfanne geben und Korianderpulver, Anispulver, Thymian und Mangostücke unterrühren.
Wenn das Fleisch leicht gebräunt ist, die Chilischote zufügen.
Auberginen, Zuchini und Kartoffeln zum Fleisch geben und Colombo hineinrühren (durch den gemörserten Reis erhält das Gericht eine schöne Bindung).
So viel Wasser angießen, dass der Boden gut bedeckt ist und zugedeckt etwa 50 Minuten auf kleiner Hitze garen, dabei gelegentlich umrühren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und 5 Minuten vor Ende der Garzeit Zitronensaft und Petersilie zugeben.
Auf Guadeloupe werden Reis, Jamspüree und würzige Kräutersauce dazu serviert.
In Engers reicht auch ein Stück Baguette…

Birgit Weidt
Das kreolische Kochbuch
2015
Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin
ISBN 978-3-942787-47-5

Bisschen was vom Grill…

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Ohne Ziel. Ohne System.
Ich lerne noch.
Aber so ganz langsam geht´s voran mit dem Kugeldingens.
Ganz langsam bekomme ich die Temperaturen hin.
Und auch das mit dem Deckel schließen oder nicht.
Kann sogar ein wenig auf dicke Hose machen mit Räucher-Chips.
Da das Ding natürlich viel zu klein ist, muss ich immer improvisieren.
Natürlich isses zu klein. Kommt davon, wenn man etwas anschafft, ohne vorher nachzudenken.
Also nacheinander anstatt parallel, ich hab´ ja Zeit.

Zuerst das Gemüse. Antipasti-mässig.
Du heizt das Teil volle Kanne an und wirfst Paprikaschoten auf´s Rost.
Die Dinger müssen verkohlen. Von allen Seiten.
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Das klappt nur auf dem Grill.
Backofen oder Lötlampe kannste dagegen vergessen. Trau´ dich.
Schneide die Dinger auseinander, leg´ die Segmente platt auf ein Brett und schabe die verkohlte Haut mit einem Messer ab.
Verbliebene dunkle Stellen sind gut für den Geschmack.
Den Quatsch mit Plastiktüte oder Schüssel mit Deckel kannst du dir sparen.
Reiß die Stücke in Streifen und gib sie in eine große Schüssel.
Daneben lässt du Auberginen und Zucchinistreifen mit Salz bestreut entwässern.
Anschließend ebenfalls grillen und zu den Paprikastreifen in die Schüssel.
Eine Handvoll Basilikumblätter mit grobem Meersalz und etwas Knoblauch fein zerreiben, mit Olivenöl und Weißweinessig abschmecken.
Übers Grillgemüse geben, marinieren lassen. Mit Basilikumblättern servieren.
Der italienische Teil!
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Knollen von Frühlingszwiebeln vierteln, mit Salz, Safranfäden und einem Schuß Haselnussöl mischen. Eine Stunde marinieren.
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In der Pfanne auffem Grill schmoren, abschmecken.
Der französische Teil!
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Kleine festkochende Kartoffeln in der Schale knapp garen (geht im Topf oder auffem Grill).
Halbieren, zwischen die Hälften ein mit Speck umwickeltes Zwiebelstückchen geben und auf Holzspieße stecken.
Mit Olivenöl bestreichen, salzen und knusprig grillen.
Der armenische Teil!
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Aus 4 EL Salz, 4 EL Paprika edelsüß, 4 TL gem. weißer Pfeffer, 1/2 TL gem. Piment, 1/2 TL gem. Muskat, 1/2 TL Ingwerpulver eine Würzmischung herstellen. Saftige Schweinenackensteaks (250 g pro Stück) damit einreiben.
Mit einer in feine Ringe geschnittenen Zwiebel pro Steak, etwas geriebenem Knoblauch, jede Menge gehackte Kräuter und einem Schuß Pflanzenöl in einen Gefrierbeutel geben, diesen gut verschließen und über Nacht marinieren. Dabei den Beutel öfters mal durchkneten.
Mit Räucherchips, teilweise mit geschlossenem Deckel, grillen. Im Original auffem Schwenker!
Der saarländische Teil!
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Mahlzeit
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…kannste dich auf zwei Arten.

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Du könntest eine Veranstaltung wie “Mythos Mosel” nutzen.
Zehn Orte um Bernkastel herum.
25 Weingüter öffnen ihre Tore.
Präsentieren sich, ihre Weine und 89 Gastweingüter.
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In grandiosen Umgebungen.
Weingüter, die die absolute Spitze der Mosel (mindestens) repräsentieren.
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Du drückst für einen Tag 30,- oder für zwei Tage 50,- € ab und katapultierst dich auf Riesling-Reise.
Du musst noch nicht mal laufen. Der Bus-Shuttle funktioniert einwandfrei.
Du musst nur ´ne Menge Zwei-Drittel-Experten ertragen.
Und du bist nicht zum Spaß da.
Sondern zum fachsimpeln.
Und du musst dich durch gefühlte 500 Weine probieren.
Deshalb kriegste auch nur jeweils 5 Milliliter ins Glas. Das muss dir reichen.
Für´n Maul voll Wein ist das die falsche Veranstaltung.
Der Zwei-Drittel-Experte schafft es trotzdem.
Der bekommt mit 5 Milliliter auch noch gurgeln und kennerhaftes, geräuschvolles Ausspucken hin, Hut ab.
Irgendwie ist das nicht meine Veranstaltung. Ich hab´ lieber weniger, dafür vollere Gläser.
Ich brauche Zeit und Muße, mich mit nem Gläs´chen irgendwo hinzusetzen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen.
Das ganze am liebsten ohne Zwei-Drittel-Experten.
Wahrscheinlich bin ich aber nächstes Jahr wieder dabei.
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Du kannst dich auch anders an die Mosel rantrinken.
Wandern durch den Cochemer Crampen.
Cochem-Ernst-Bruttig-Valwiger Berg-Cochem.
15 Kilometer kräftig Durst kriegen.
Dabei grandiose Aussichten genießen.
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Dann in Cochem auf den Endert- Platz.
Mosel-Wein-Woche.
Alle Örtchen um Cochem herum sind vertreten. Je ein Weingut, ein paar Weine.
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Weit und breit kein VDP, kein Bernkasteler Ring.
Auch keine Zwei-Drittel-Experten; hier spuckt keiner Wein aus.
Ehrliche, solide Moselrieslinge.
Weine, die mich Nicht-Experten nicht überfordern, die mir einfach nur schmecken.
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Ich mag das.
Spass und volle Gläser.
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Wein wie Oper

Beide zeitlos.
Je älter sie werden, desto besser werden sie.
Die Oper wirkt je nach Epoche, in der sie gespielt wird.
Der Wein entwickelt sich mit der Zeit, die er lagert.
Wird tiefer, bildet neue Facetten. Ändert das Zusammenspiel von Säure, Süße und Frucht.
Oper und Wein, beides nichts für den schnellen Konsum.
Versteh´ ich beide nicht, weder Wein noch Oper.
Restsüsser Wein und klassische italienische Oper. Sind nicht meine Welt. Eigentlich.
Weil ich sie nicht richtig verstehe, glaube ich.
Wirken beide monumental und fordernd. Benötigen beide Konzentration.
Beim Beschreiben ist Fachsprache nötig. Hab´ ich nicht.
Können beide das Essen in den Hintergrund drängen.
Wenn Dilettanten sie einsetzen, Dilettanten wie ich.

Solche Weine habe ich probieren dürfen.
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Auf Einladung des Weinguts J. J. Prüm.
In einer illustren Runde.
Experten. Menschen, die dieses Kulturgut schätzen und beschreiben können.
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Ich kann nur trinken.Und schmecken.
Und merken, daß da was Großes im Glas war.
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Und wissen, woher der Weltruf des Mosel-Rieslings kommt.
Danke, Katharina Prüm und Christoph Schäfer
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für den Wein und die Geschichten drumherum.

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