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Eigentlich ganz einfach

Entenbrustfilet. Kein großes Ding. Eigentlich.
Wenn du aber vorhast, den einen oder anderen Tip umzusetzen, kann´s etwas aufwändiger werden. Wenn dir dann noch Anleitungen des Allergrößten durch den Kopf gehen, solltest du am Vortag anfangen. Sonst wird dat nix!
Du brauchst `ne Entenjus. Und die macht sich nicht von alleine.
Also ein Kilo Entenklein kleinhacken und anrösten.
Suppengemüse anrösten. Alles mit Portwein und Rotwein ablöschen und einreduzieren. Tomatisieren und mit Entenfond aufgießen. Immer wieder reduzieren und noch etwas angießen. Würzen, abpassieren und wieder reduzieren. Bis du das Gefühl hast, es ist gut.
So ähnlich hat er das bestimmt gemacht. Ich mache es jedenfalls so. Am Vortag.

Der Rest ist eigentlich wirklich einfach. Ist ja auch nur ein klitzekleines Rezept von ihm. Nur für uns Amateure.
Geht das ganze Jahr über. Die Äpfel kannste austauschen. Im Sommer nimmt er Nektarinen und Pfirsichlikör. Geht auch.
Optimal für Gäste. Du kannst alles vorbereiten. Wenn deine Leute da sind, nur noch kurz erwärmen. Klappt echt astrein.
Wenn du die Entenbrust so wie hier brätst, kannste den ersten Bratvorgang schon Stunden vorher hinter dich bringen. Die Gäste kommen und du schmeisst die Dinger in den Ofen und dann weiter wie beschrieben.

Ein wirklich schönes Essen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Gewürz-Entenbrust mit Orangensauce

Menge: 4 Personen

Orangensauce
2 Teel. Zucker
1/2 Teel. Abger.Orangenschale
1 Teel. Fein gehackter Ingwer
150 ml Orangensaft
250 ml Dunkle Entenjus
2 Essl. Orangenlikör
Wirsing und Sellerie
4 groß. Wirsingblätter
Salz
250 Gramm Wirsing
400 ml Schlagsahne
Muskat
Meerettich
Butter zum Einfetten
300 Gramm Knollensellerie
Etwas Zitronensaft
4 Teel. Preiselbeerkompott
Glasierte Äpfel
2 Elstar Äpfel
3 Essl. Zitronensaft
300 ml Restsüsser Riesling
3 Teel. Zucker
1 Essl. Grenadine
4 Essl. Apfelbrand
100 Gramm Kalte Butter
Ente
20 Gramm Koriandersaat
1/2 Teel. Kümmel
1/2 Teel. Weiße Pfefferkörner
1 Messersp. Safranfäden
1/2 Teel. Oregano, getrocknet
60 Gramm Flüssiger Honig
4 Entenbrüste
Salz, Pfeffer

============================ QUELLE ============================
— Frei nach Helmut Thieltges, niemalsnicht auch nur ansatzweise erreicht!

Zucker in einem Topf hell karamellisieren. Orangenschale und Ingwer
zugeben. Mit Orangensaft ablöschen und sirupartig einkochen. Mit
Entenjus auffüllen, aufkochen und durch ein feines Sieb geben. Mit
Orangenlikör abrunden und abschmecken.

Die Strünke der Wirsinblätter begradigen oder keilförmig
herausschneiden. Die Blätter in Salzwasser 4-5 Minuten weich kochen,
abschrecken und abtropfen lassen. Restlichen Wirsing in feinste
Streifen schneiden und in kochendem Salzwasser 2 Minuten blanchieren.
Abtropfen lassen und in einem Küchenhandtuch auspressen. 200 ml
Sahne auf 50 ml reduzieren und die Wirsingstreifen zugeben und
einmal aufkochen. Mit Salz, Muskat und frisch geriebenem Meerettich
abschmecken. Die Kohlblätter zwischen Küchentüchern plattieren, mit
dem Wirsing füllen zusammenfalten und zu runden Päckchen formen. Auf
der Naht in eine gebutterte Form legen.

Sellerie schälen und in 2cm große Würfel schneiden. In kochendem
Wasser ca. 10 Minuten weich kochen. Abgießen und ausdämpfen lassen.
Inzwischen die restliche Sahne auf 50 ml einkochen. Sellerie zugeben,
einmal aufkochen, dann abkühlen lassen. Sehr fein pürieren und durch
ein feines Sieb streichen. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
Zugedeckt beiseite stellen.

Apfel schälen und tournieren. Die Apfelspalten mit 1 EL Zitronensaft
mischen. Apfelabschnitte mit Weißwein, Zucker, restlichem
Zitronensaft aufkochen und 30 Minuten ziehen lassen. Den Sud durch
ein Sieb in einen anderen Topf gießen und aufkochen. Grenadine,
Apfelbrand und Apfelspalten zugeben und darin 6 Minuten bei kleiner
Hitze garen. Apfelspalten herausnehmen und den Sud auf 200 ml
einkochen lassen. Kalte Butter mit einem Schneebesen einrühren.
Apfelspalten wieder einlegen und bis zum Servieren marinieren.

Für die Ente Gewürze im Mörser fein zerstoßen und mit dem Honig
mischen.

Die Entenbrüste wie hier beschrieben, garen. Nach dem 2. Bratvorgang
etwas ruhen lassen. Inzwischen die Sauce, Selleriepüree und Äpfel
erwärmen. Die Wirsingpäckchen im Ofen bei 180° 15 Minuten erwärmen.
Wirsing herausnehmen, den Ofen abschalten. Die Entenbrüste mit je
einem Esslöffel Würzpaste bestreichen und im Ofen 5 Minuten sanft
erwärmen. Die Entenbrüste sollen nicht gratiniert, sondern nur
erwärmt werden.

Entenbrüste in Scheiben schneiden und mit den Beilagen und den
Preiselbeeren anrichten. Der Meister serviert dazu gebratene Polenta-
Nocken. Hab´ ich nicht gebraucht.

=====

Helmut Thieltges hat im Waldhotel Sonnora in Dreis (Kreis Bernkastel-Wittlich) gekocht. Drei Sterne seit Ewigkeiten! Keine TV-Shows oder sonstiger Kokolores!
Bei ihm habe ich das beste Essen meines Lebens genossen. Ein zweites Mal hat´s nicht geklappt.
Helmut Thieltges ist letztes Jahr verstorben.

Nein!
Bevor dat wieder´n Riesen-Fackelzuch gibt:
Dat hier ist kein Risotto. Ihr könnt euch wieder abregen.
Dat ist nur ein sähmisch-schlotziger Reis.

Geht doch schon los mit der Reis-Sorte.
Nimm einen spanischen Bomba-Reis und schon haste die Mafia am Hals.
Mindestens!
In zwei Esslöffeln Olivenöl jeweils 2 Esslöffel gehackte Schalotte und Knollensellerie andünsten. Schalotte würde der Italiener ja noch abnicken, aber bei Sellerie ist Schluss mit lustisch!
Dabei gibt das Zeugs einen klasse Geschmack.

Jetzt den Reis dazu.
Knapp 200 g für 2 Esser.
Wie gesagt, Bomba.
Kurz mitrösten und dann mit einem kleinen Schluck Noilly Prat (Pure Sünde, macht man nicht!) und einem großen Schluck Riesling (kennt der Italiener auch nicht) ablöschen und einkochen.
Dann machste erstmal weiter, wie bei nem normalen Risotto. Immer schlückchenweise Geflügelfond dazu und immer schön rühren.
Irgendwann, so nach ca. 10 Minuten wirfst du 2 Handvoll TK-Erbsen rein.
TK Erbsen sind völlig ok. Die Biester retten dich über´n Winter. Aber niemals innen Risotto!
Parallel schälst und würfelst du mein Super-Winter-Angesagt-Gemüsezeugs.
Topinambur.
Großartig!
Du brätst die Würfel in brauner Butter schön kross aus.
Wenn der Reis gar ist, aber noch Biß hat, rührst du gehackte Petersilie, ein schönes Stück Butter und eine Handvoll Parmesan unter und lässt ihn neben dem Herd noch ´ne Minute ziehen.
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
Zum Schluß noch etwas halb geschlagene Sahne (dafür kommst du endgültig in die Hölle!!!) unterheben und mit den krossen Topinamburwürfeln und weiterem Parmesan servieren.

Sähmiger Reis!
KEIN RISOTTO!
BANAUSE!!!

Dann mal los!

Hintenraus hat´s dann doch noch zugeschlagen.
Positiv!
Dieses Zwanzichsiebzehn.
An Weihnachten. Ausgerechnet.

Vorbei die Zeiten in denen ich mit dem Teller in den Keller gelaufen bin, um mit ´nem Fuddelfotodingens oder dem Handy bei ausgeklügelter aber dilettantischer Beleuchtung versucht habe, ein einigermassen ansprechendes Foto zu schießen.

Geht jetzt ganz einfach. Einfach draufhalten auffem Esstisch oder in der Küche. Ist schon nicht schlecht, so´ne Spiegelreflex.
Zwar immer noch laaaaaaange nicht ansatzweise perfekt, aber immerhin krieg´ ich warmes Essen!


========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Kalbstafelspitz, Knollen, Oliven und Schalotten
Kategorien: ???
Menge: 4 Personen

800 Gramm Kalbstafelspitz, sauber pariert
150 Gramm Möhren
180 Gramm Knollensellerie
250 Gramm Topinambur
1 Knoblauchzehe
200 Gramm Kleine festkochende Kartoffeln
5 Essl. Olivenöl
Salz, Pfeffer
150 ml Weißer Port
50 Gramm Eiskalte Butter
3 Stiele Salbei
2 Stiele Glatte Petersilie
1 Lorbeerblatt
10 Gramm Butter
10 Gramm Zucker
300 Gramm Kleine Schalotten
50 ml Weißweinessig
120 ml Noilly Prat
120 ml Weißwein
50 Gramm Schwarze Oliven, entsteint
Salz, Pfeffer

============================ QUELLE ============================
Modifiziert nach essen&trinken Spezial “Köstliches mit Fleisch”
— Erfasst *RK* 03.01.2018 von Claus Schlemmer

Möhren putzen, schälen und in schräge, 3 cm dicke Scheiben schneiden.
Sellerie putzen und schälen und in 2 cm dicke Spalten schneiden, den
geschälten Topinambur ebenfalls. Knoblauch andrücken, Kartoffeln
schälen.

Für die Schalotten das Lorbeerblatt mehrfach einreißen. Butter und
Zucker in einem mittleren Topf zerlassen und hell karamellisieren.
Lorbeer und Schalotten zugeben und kurz anbraten. Mit Essig, Wermuth,
Weißwein und 50 ml Wasser auffüllen. Zugedeckt bei milder Hitze ca.
30 Minuten weich köcheln lassen. Oliven abtropfen. Mit den
Schalotten mischen und kräftig abschmecken.

3 EL Öl in einem breiten Topf erhitzen und Sellerie, Möhren,
Kartoffeln und Topinambur ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten.
Knoblauch zugeben und 2 Minuten mitbraten. Kräftig salzen und
pfeffern. Zugedeckt bei milder Hitze 20 Minuten weich garen.

Restliches Öl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch darin bei
mitlerer Hitze von allen Seiten anbräunen. Salzen und pfeffern. Im
Backofen auf einem Gitter bei 80 Grad ca. 1 Stunde 45 Minuten garen,
bis es eine Kerntemperatur von 60 Grad erreicht hat. Anschließend
noch 5 Minuten bei 200 Grad nachbräunden. e&t gart das Fleisch bei
140 Grad. Ich bevorzuge die niedrigere Temperatur-Variante.

Inzwischen den Bratensaft in der Pfanne mit Portwein und 150 ml
Wasser ablöschen und aufkochen. Durch ein Sieb in einen kleinen Topf
abgießen. Dabei alle Bratrückstände in der Pfanne lösen. Etwas
einkochen und mit der Butter binden (Ein kleines bisschen Demi-glace
einrühren wäre jetzt der Knaller), abschmecken.

Tafelspitz ein paar Minuten ruhen lassen. Die Kräuter in feine
Streifen schneiden.

Fleisch in fingerdicke Scheiben schneiden und mit dem Schmorgemüse
und der Schalotten-Oliven-Mischung anrichten. Mit Kräutern bestreut
servieren. Die Sauce separat reichen.

=====

Und dazu:

2015 Riesling Brut
Weingut Bernhard Koch
Hainfeld, Pfalz

Braten. Wild. Sauer.

Eine Nord-Rheinland-Pfälzische – Süd-Nordrhein-Westfälische Co-Produktion.
Rehsauerbraten.
Das westerwälder Reh er- und zerlegt vom familieneigenen Jäger.

Ordentlich pariert. Die Stelze wird ein sofortiges Ragout.

Die Keule eingelegt in Spätburgunder von der Ahr. Leichter Pinot mit ohne viel Holz.
Mindestens eine Woche.
Von der Ahr auch das Rezept. Steinheuer, wer sonst!?
Dann sorgfältig angebraten. Das ist wichtig, glaub´ mir!
Dann Grafschafter Rüben- und Apfelkraut in der Sauce.
Und Schwarzbrot. Das weltbeste Schwarzbrot. Us Kölle. Vom Zimmermann!
Dazu gestovte Äpfel. Cox-Orange. Von hier. Vom Müller.
Und Zeit. Meine Zeit.
Für ein richtig klasse Essen…

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Ahrtaler Rehsauerbraten mit gestovten Äpfeln
Kategorien: Hauptgericht, Wild
Menge: 4 Personen

Marinade
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Karotte
100 Gramm Stangensellerie
1 Thymianzweig
1 Flasche Spätburgunder
100 ml Rotweinessig
1 Essl. Weiße Pfefferkörner
1 Essl. Gelbe Senfkörner
1 Essl. Wacholder
2 Lorbeerblätter
1 Nelke
Rehsauerbraten
1 kg Parierte Rehkeule
Salz, weißer Pfeffer
50 ml Pflanzenöl
1 Essl. Tomatenmark
2 Essl. Rübenkraut
2 Essl. Apfelkraut
2 Scheiben Schwarzbrot
40 ml Rotwein
1 Teel. Stärke
Gestovte Äpfel
6 Cox-Oranke-Äpfel
50 Gramm Butter
30 Gramm Zucker
40 Gramm Mandelstifte
40 Gramm Rosinen

============================ QUELLE ============================
Steinheuer – Das Kochbuch

Zwiebeln und Knoblauch abziehen und hacken. Karotte und Sellerie
putzen und würfeln. Sämtliche Zutaten für die Marinade vermischen.
Das Rehfleisch mit der Marinade übergießen und abgedeckt an einem
kühlen Ort 7 Tage ziehen lassen. Reh und Marinade in ein Sieb
abgießen, den Sud beiseite stellen. Das Fleisch binden, salzen und
pfeffern und im heißen Öl kräftig anbraten. Gemüse und Gewürze der
Marinade zugeben und ebenfalls dunkel anbraten. Tomatenmark und
Apfel- und Rübenkraut zugeben und mitrösten. Marinade einrühren und
das Brot zugeben. Aufkochen und abgedeckt bei kleiner Hitze 2
Stunden garen bis das Fleisch zart ist. Reh herausnehmen und warm
stellen. Sauce abschmecken und ggf. mit in Rotwein angerührter
Stärke binden. Durch ein feines Sieb passieren. Fleisch tranchieren
und in die Sauce legen. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und
in feine Scheiben schneiden. In einer großen Pfanne die Butter
zerlassen. Äpfel darin wenden. Mit Zucker bestreuen und leicht
karamellisieren lassen. Die Mandeln zugeben und leicht anbräunen.
Zuletzt die Rosinen unterrühren. Den Rehsauerbraten samt Sauce auf
Tellern anrichten und mit den gestovten Äpfeln dekoriert servieren.
Wer mag, gibt noch Kürbis-Knödel dazu.

=====

Demi!!!

Also total simpel die Nummer.
Und du hast hintenraus wat fürs Leben.
Ganz ehrlich. Dat nimmt dir keine mehr. DEINE Demi-Glace.
Die pimpt alles.
Jede Sauce, jedes Essen.
Sie gibt halt den ultimativen Kick.
Ultimativ wird´s natürlich nur, wenn´s vorher schon gut war. Wenn vor allem die Produkte stimmen. Wie oft soll ich das noch sagen?

Hier also das Rezept für das Wunder Zeugs:

500 ml Bratensaft erhitzen und 250 ml Sauce Espagnole unterrühren. Knapp unter dem Siedepunkt auf 250 ml reduzieren. Mit einem Schlückchen Madeira abschmecken.

Feddich!
Das war´s.
Das war alles.
Ich sag´ doch dat dat kein Hexenwerk ist.

Ab besten, du lässt das Zeugs erkalten und schneidest das Gelee in kleine Würfel (2-3 cm Kantenlänge), wickelst die Teile in Küchenfolie wie´n Bonbon ein und frierst die Herrlichkeit ein. Hält theoretisch mindestens ein Jahr, aber ich garantiere, du hast das ratzfatz aufgebraucht!

Bevor ich´s vergesse:
Für die Espagnole brauchste neben den anderen Zutaten auch noch ´nen halben Liter hellen Rinder-Fond. Fond Blanc de Boeuf! Ist aber auch kein großes Ding.
Naja, und wenn ich ehrlich bin, brauchste für die Fleisch-Jus einen Liter Grundfond. Der Grundfond funzt auch nur dann, wenn du dir davor gut eineinhalb Liter Geflügelfond gezogen hast.
Stell dich nicht so an. So wild ist dat nun auch nicht.
Von nix kütt nix!

Wenn du nix reingibst, kann auch nix rauskommen.
So ist dat nunmal.
Kann ich auch nicht ändern!

Bedeutet nix anderes als daß du für die verschienenen Fonds und Brühen insgesamt locker 4 Kilo Fleisch und Knochen vom Rind und 1,5 Kilo Geflügelkarkassen verarbeiten musst.
Und noch ein paar andere Kleinigkeiten.

Wenn du das nicht willst, fang´ erst garnicht an. Wenn doch, kommst du in den Koch-Himmel.
Und hast nebenbei auch noch ein bisschen Fond übrig.

Demi-glace-Baukasten:
Geflügelfond
Heller Rinderfond
Bratensaft
Sauce Espagnole

Fond. Huhn.

1 Rezept
Zutaten:
2 kg Geflügelknochen
200 ml Weißwein, trocken
50 g Champignons
100 g Schalotten
60 g Karotten
50 g Knollensellerie
40 g Lauch
2 Petersilienzweige
2 Estragonzweige
1 Gewürznelke
1 kleines Lorbeerblatt

Zubereitung:
Knochen kleinhacken. Mit Wasser und Wein bedecken und langsam zum Kochen bringen. Dabei sorgfältig abschäumen. Das Gemüse putzen und klein schneiden. Zusammen mit den Kräutern und Gewürzen in den Topf geben. 2 Stunden bei milder Hitze offen köcheln lassen.
Vom Herd nehmen und noch 30 Minuten “auf den Knochen stehen lassen”.
Sorgfältig abpassieren und entfetten.

Espagnole

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Espagnole
Kategorien: ???
Menge: 1 Rezept

500 Gramm Beinscheiben vom Rind
500 ml Rinderfond, hell
100 ml Kräftiger Rotwein
50 Gramm Geräucherter magerer Schinkenspeck
2 Essl. Olivenöl
Karotte
Knollensellerie
Braune Champignons
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Teel. Tomatenmark
2 Stängel Petersilie
2 Zweige Thymian
1 Lorbeerblatt
1 Streifen Orangenschale
2 Stücke Lauchgrün, je 10 cm)
Kochbutter vom Bratensaft

============================ QUELLE ============================
— Erfasst *RK* 23.09.2017 von
— Claus Schlemmer

Schinkenspeck sowie die Gemüse und die Champignons würfeln. Zwiebel
achteln. Knoblauchzehe mit einem Messer andrücken. In das Lauchgrün
Petersilie, Thymian, Orangenschale und Lorbeer legen und mit
Küchengarn zu einem Bouquet garni binden. Die in 4 x 4 cm groß
geschnittenen Würfel von der Beinscheibe mit Knochen in Olivenöl
anbraten. Schinkenspeck zugeben und mitbraten lassen. Dann das
Gemüse, Zwiebel, Knoblauch und Champignons zugeben, die Kochbutter
zugeben und rösten. Alles über ein Sieb über eine Schüssel geben und
die Kochbutter ablaufen lassen. Dann wieder aus dem Sieb zurück in
den Topf geben, Tomatenmark zugeben und etwa 2 Minuten unter wenden
anschwitzen lassen. Mit Rotwein dreimal unter wiedergeholtem fast
vollständigen reduzieren deglacieren. Rinderfond aufgießen, Bouquet
garni einlegen und knapp unter dem Siedepunkt die Sauce auf etwa 250
ml reduzieren. Die Sauce durch ein feines Sieb geben, abkühlen
lassen und vollständig entfetten.

=====

Bratensaft

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Bratensaft
Kategorien: ???
Menge: 1 Rezept

Grundfond
1 kg Rinder oder Beinscheibe vom Rind mit Knochen
4 Essl. Olivenöl
100 Gramm Kalte Butter in Würfel
1 groß. Zwiebel, geachtelt
1 Knoblauchzehe, angedrückt
1 1/2 Ltr. Kräftiger Geflügelfond
Bratensaft
500 Gramm Beinscheibe vom Rind
4 Essl. Olivenöl
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
3 Zweige Thymian
10 Gramm Pfefferkörner
150 ml Gefügelfond zum deglacieren
Kochbutter vom Grundfond
1 Ltr. Grundfond
Meersalz
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

============================ QUELLE ============================
— Erfasst *RK* 23.09.2017 von
— Claus Schlemmer

Grundfond Das Fleisch in 4 x 4 cm große Würfel schneiden. Knochen
klein hacken. Die Zwiebel achteln, die Knoblauchzehe mit dem
Messerrücken andrücken. In einem schweren Topf Olivenöl erhitzen und
Fleisch sowie Knochen so lang braten, bis alles gut gebräunt ist.
Hitze sofort reduzieren, Butterstückchen, Zwiebel und Knoblauch
zugeben und blondieren, aber nicht zu dunkel werden lassen. Danach
alles in ein Sieb über eine Schüssel geben und die Kochbutter
auffangen. Abgetropftes Fleisch und Knochen wieder zurück in den
Topf geben mit Geflügelfond deglacieren. Dies mit dem Geflügelfond
mehrmals wiederholen und immer wieder reduzieren. Dann den
restlichen Geflügelfond aufgießen und den Grundfond 1 Sunde und 15
Minuten knapp unter den Siedepunkt offen simmern lassen. Sich
bildenden Schaum öfter abschöpfen. Nach dieser Zeit den Basisfond
durch ein feines Sieb in eine Schüssel passieren und abkühlen lassen
und entfetten.

Bratensaft Das Fleisch in Würfel von 4 x 4 cm schneiden. Die
Schalotte in dicke Scheiben. Knoblauchzehe mit dem Messerrücken
andrücken. In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und das Fleisch und
Knochen gut anbraten. Aufgefangene Kochbutter, Schalottenscheiben,
Knoblauchzehe, Thymian und Pfeffer zufügen und unter öfterem
Umrühren alles 10 – 15 Minuten sanft in der Kochbutter sanft braten.
Fleisch und Knochen wiederum über das Sieb über einer Schüssel geben,
damit die Kochbutter abläuft. Kochbutter aufheben. Fleisch zurück in
den Topf geben. Dann mehrmals mit dem bereitgestellten 150 ml
Geflügelfond ablöschen und völlig reduzieren. Grundfond aufgießen
und bei milder Hitze offen bis auf etwa 200 Milliliter (Für Demi-
Glace nur auf 500 ml) reduzieren. Abschäumen nicht vergessen. Er ist
fertig, wenn er sahnig von Löffelrücken abläuft. Bratensaft durch
ein Sieb mit ausgelegtem Passiertuch in eine Schüssel geben.
Vorsichtig salzen und pfeffern. Abkühlen und entfetten.

=====


Du solltest das ernst nehmen.
Jedenfalls, wenn du ein Profi bist.
Dann ist das kein Spass.
Dann ist das richtige Knochenarbeit.
7 Orte, 23 Gastgeberwinzer.
Jeder noch um die 5 Gastweingüter.
Alle mindestens 5 Weine im Angebot. Ergibt ungefähr 21.547 Weine, die du probieren kannst.
Wenn du´n Profi bist.
Aber schön ausspucken, dat gute Zeugs, sonst biste nach drei Stationen hackedicht.
Trotz der homöopathischen Dosen, die sir dir einschenken.

Du als Profi brauchst nicht mehr. 0,0001 Liter reichen dir um sehen, riechen, schmecken, spucken, Notizenmachen und klugschwätzen zu können.
Dann schnell weiterhetzen zum nächsten Shuttlebus und ab in den nächsten Ort.
Wie gesagt, ist kein Spaß!
Könnte ich auch so machen. Jedenfalls so tun als ob. Als ob ich ein Profi bin.
Schwätzen kann ich jedenfalls gut. Das merkt keiner.

Könnte ich, will ich aber nicht.
Ich will ein Traumwochenende.
Mit Unterkunft in Brauneberg.

Beim Goswin Krantz. Früh genug bei Sven klargemacht.
Ich will diese wunderschöne Landschaft genießen.

Indem ich laufe, nicht Shuttle fahre.

Übern Moselsteig. Von Brauneberg zurück nach Mülheim.

Dann über Osann-Monzel nach Piesport.
Zwischendurch die Füsse in die Mosel halten.
Und dann will ich Wein. Genießen.
Nicht überall.

Nur da, wo´s schön ist.

Hier kannste nämlich trinken was du willst.

Du wirst keinen schlechten Wein finden!
Auch nicht von jedem alles.
Heute nur das, was ich mir normalerweise auch kaufen könnte und wollte.
Ab und zu auch mal einen richtigen Knaller,

aber nicht übertreiben.
Schön kalt soll er sein, auch bei diesem Kaiserwetter.
Kriegen nicht alle hin. Warmen Wein kann ich nicht beurteilen. Bin halt kein Profi.
Und ein richtiger Schluck soll im Glas sein. Sonst schmeck ich rein garnix.
Weil ich kein Profi bin.
Fast alle haben dafür Verständnis.
Einige besondere Stationen hab ich mir aber auch eingeplant.
Schön, wenn bis zm Ende der Veranstaltung der Wunsch-Wein noch da ist.

So genieße ich Mythos Mosel.
So klappts auch bei mir Anfänger.
Ganz viele neue Eindrücke, Blicke, Menschen, Weine.
Zwei Entdeckungen,

die ich mir direkt mitnehme.

Wir seh´n uns zwanzichachtzehn…

Bourdain macht´s mit Lamm.
Claudio drüben bei den anonymen Köchen auch.
Ich nicht. Ich machs mit Reh.
Eine Unterhaxe und ein Stückchen Schulter.
Wenn ihr genau hinguckt seht ihrˋs.
Blattschuß.

Möhre, Lauch, Sellerie, Zwiebel, schwarzer und normaler Knoblauch, Pimentblätter, Lorbeeblätter und Wacholderbeeren zum gewürzten Reh in den Bräter.
Je eine Tasse Spätburgunder und Olivenöl angießen und den Topf mit Teig (1,5 Tassen Mehl, knapp eine Tasse Wasser) versiegeln.
Sieben Stunden bei 140 Grad im Ofen vergessen. Grosses Kino, ich schwör!

Riesensauerei! Hält aber astrein den Geschmack im Topf.

Platterbsen, Geiles Zeugs. Lest das bei Claudio nach!

Dazu Gnocchi. Deine Pasta-Friemelei ist mir heute zu anstrengend, Claudio.

Fleisch vom Knochen piddeln, Sosse einkochen, servieren.
Was für ein Essen!

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