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Aufgewärmt – Ribollita

Die wieder Aufgekochte.
Ist ´ne ziemliche Pampe.
Sieht aus wie schonmal gegessen.
Nix für fein. Also wat für mich!
War früher beim Toskaner die ultimative Resteverwertung. Hatter alles reingekloppt wat rumlag und fort musste. Rumfort-Suppe quasi.
Am Schluß hatter dat Teil noch mit altem Brot zugepampt.
Hätteste auch Frikadellen draus formen und ausbacken können, so dick wird´se.

Heute ein bisschen feiner. Aber nicht viel.
Grünzeugs, Bohnen, Tomaten, Brot, Olivenöl.
Und Schwarzkohl.
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CAVOLO NERO!
Von meinem allerliebsten-Lieblings-sizilianischen-Markt-Italiener.
Wenn du auffen Dom (Nicht DER Dom! Der Mainzer Dom) guckst, linke Hand.
Links neben den jungen Leuten mit den Kirschen, den Erdbeeren und dem Spargel mitten im Winter.

Da steht sie.
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Meine Heldin.
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Bei der kriegste auch Schwarzkohl.
Der zerfällt dir auch beim Aufwärmen nicht.
Weil Aufwärmen ist Pflicht bei der Ribollita.
Wenn du die sofort isst, kommst du in die Hölle. Mindestens!!!
Ribollita 16.01.2016 20-07-33

Ribollita

4 Personen

Zutaten:
300 g Cannelini Bohnen (frisch oder eingeweicht gewogen)
1 Lorbeerblatt
1 Tomate, angedrückt und aufgeplatzt
2 Kartoffeln, geschält, halbiert
1 rote Zwiebel, geschält
2 Möhren, geschält
2 Stangen Sellerie, geputzt
3 Knoblauchzehen, ges
1/2 TL gemörserte Fenchelsamen
1 Prise gemörserte, getrocknete Peperonciniwa
400 g allerbeste Dosentomaten
300 g Cavolo Nero, von den Blattrippen gestreift, in Streifen geschnitten
1 Handvoll altbackenes Brot, zerpflückt
Salz, schwarzer Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung:
Getrocknete Bohnen ca. 30 Minuten vorweichen. Dann im Schnellkochtopf (Über Nacht Einweichen entfällt bei mir) mit Wasser gut bedecken, Lorbeerblatt, Kartoffeln, gequetschte Tomate zugeben und unter Druck (2. Ring) ca 45 Minuten weich kochen. Ob die Bohnen weich sind, hängt von ihrem Alter ab, manchmal sind sie´s, manchmal nicht. Dann musste eben noch ne Viertelstunde weitergaren.
Abseihen, etwas Kochwasser auffangen, Kartoffeln, Tomate und Lorbeer entfernen.
Zwiebel, Möhren, Sellerie und Knoblauch fein hacken. Dann der wichtigste Schritt bei der Geschichte: In einem Schuss Olivenöl das Gemüse mit dem Fenchel und der Chili bei kleiner (!) Hitze gut zwanzig Minuten andünsten. Das Zeugs darf nicht braun werden!
Tomaten zugeben und einige Minuten sanft köcheln lassen.
Bohnen und etwas Kochwasser zugeben und aufkochen. Kohl untermischen und zusammenfallen lassen.Brot und weiteres Kochwasser zugeben und ca. 30 Minuten köcheln. Die Suppe soll schön dick werden, aber nicht zu trocken, also mit weiterem Bohnenwasser nachjustieren.
Abschmecken mit Salz, Pfeffer und jeder Menge Olivenöl.

Dann Finger weg! Nicht aufessen. Untersteh dich!
Wegstellen, vergessen, morgen aufwärmen und dann darfste!

Fisch. Gerade noch!

Oh Mann! Die Lage ist echt dramatisch.
Dabei ess ich so gern Fisch.
Und hab´ immer aufgepasst, woher er kommt und wie sie ihn aussem Wasser gezogen haben.
Hat aber nix genutzt.
Fast alle Arten völlig überfischt. Sagt jedenfalls Greenpeace. Muss was dran sein.
Den Fischratgeber kannste dir auf dein Handy runterladen.

Die Einkauferei wird immer komplizierter. Verdammt noch mal!!!

Der schwarze Heilbutt geht gerade noch. Der aussem Nordwestatlantik!
Heilbuttfilet_Petersilienkruste_Gemüserahmkraut 19.12.2015 20-51-35

Heilbuttfilet mit Petersilienkruste auf Gemüse-Rahmkraut

4 Personen

Zutaten:
4 Heilbuttfilets á 100 g
1 Thymianzweig
Salz, weißer Pfeffer
Zitronensaft
200 ml Weißwein Fischfumet
40 ml Riesling
1 MSP Safran
10 g Butter

Zubereitung:
Die Fischfilets mit Zitrone, Salz, Pfeffer würzen, in Olivenöl mit Thymianzweig ca 2 Minuten medium mit wenig Farbe braten.
Je eine Scheibe Petersilienbutter auflegen und mit Oberhitze im Backofen (Grill) ca. 5 Minuten gratinieren.
Für die Sauce den Wein auf die Hälfte reduzieren, Fischfumet und Safran zugeben, aufkochen. Butter einmontieren, aufmixen und abschmecken.

Petersilienkruste (Baukasten)

1 Rezept

Zutaten:
150 g Butter
150 g Weißbrotbrösel
90 g Petersilie
1 Limone
Salz und Limonenpfeffer

Zubereitung:
Butter schaumig schlagen. Die Petersilie fein hacken und die Hälfte im Küchenmixer mit den Bröseln aufmixen. Die weiche Butter mit der restlichen Petersilie mixen, dann mit den Bröseln gleichmässig vermischen. Mit Limonenschale, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse zwischen zwei Streifen Backpapier gleichmässig auf eine Stärke von 3 mm ausrollen und einfrieren. Die gefrorene Butter entsprechend zurechtschneiden.

Rahmkraut (Baukasten -> ohne Gemüse)

4 Personen

Zutaten:
400 g feines Sauerkraut
40 ml Rapsöl
2 EL Schalottenwürfel
100 ml restsüßer Weißwein
100 ml leichter Gemüsefond
2 EL geschlagene Sahne
1 EL geschnittener Schnittlauch
1 Gewürzbeutel mit 2 Pimentkörnern, 8 weißen Pfefferkörnern, 4 angedrückten Wacholderbeeren, 1 Nelke, 1/2Lorbeerblatt, 1 Thymianzweig
1 kleiner, süßer Apfel
1 kleine Kartoffel
120 g bissfest blanchierte Gemüsewürfel (Kartoffel, Karotte, Staudensellerie, Kohlrabi)

Zubereitung:
Die Schalotten im heißen Rapsöl andünsten, kurz abgespültes Sauerkraut zugeben und mit Wein und Fond bedecken. Gewürzbeutel zugeben und zugedeckt etwa 20 Minuten leicht siedend garen.
Den Apfel und die Kartoffel schälen. Apfelkerngehäuse entfernen und beides im Mixer fein pürieren. Das Sauerkraut mit dem Püree binden und noch ca. 10 Minuten garen. Dabei öfter umrühren damit nichts ansetzt.
Den Gewürzbeutel entfernen, das Kraut mit Salz abschmecken und warm halten.
Vor dem Servieren mit der Hälfte der Gemüsewürfel, dem Schnittlauch und der Sahne vermischen.

Gericht fertigstellen:
Sauerkraut auf Tellern verteilen, Die aufgeschäumte Sauce zugeben, darüber restliche Gemüsewürfel verteilen, den Fisch auflegen und servieren.

Zugabe!

Weißwein Fischfumet (Baukasten)

1 Rezept

Zutaten:
1 kleine Kartoffel
1 Schalotte
Butter zum Anschwitzen
100 ml Noilly Prat
200 ml Weißwein
200 ml Fischfond
100 ml Sahne
Salz, Pfeffer
Balsamico, weiß

Zubereitung:
Schalotten und Kartoffel würfeln und in etwas Butter anschwitzen. Mit Noilly Prat und Weißwein ablöschen. Auf die Hälfte einkochen, mit Fischfond und Sahne aufgießen und ca. zehn Minuten leicht köcheln. Diese Grundsauße mixen und durch ein feines Sieb passieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Diese Sauce dient als Basis z.B. für grüne Kräutersaucen, wie etwa Sauerampfersauce.

Ich und die Zitrone

Tut das Not???
Jetzt mal ohne Scheiß!
Musst du das haben?
Brauchst du das wirklich?
Unter uns bisste damit natürlich gaaanz weit vorne.
Absolut angesagt, das Zeugs.
Cedri!
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Sizilianisches Monster-Zitronen-mit-fast-nur Schale-Zeugs.
Nicht gerade der optische Mega-Burner. Soll aber geschmacklich voll reinhauen; sagt die Szene.
Kriegste auffem Mainzer Wochenmarkt.
Freitags. Beim Sizilianer.
Wenn du auffen Dom guckst, linke Hand. Der hat alles. Kardi, Cavolo Nero und Konsorten.
Nehmˋ ich also mit und schleppe die ganze Pracht wie jeden Freitag im Aktentäschchen heim in den hohen Norden.
Salätschen soll gut sein mit dem Zeugs.
Nur die Schale.
Halbieren, Saft auspressen und den Saftkernkram entfernen.
Geht ganz einfach.
Dann in feinste Scheibchen schneiden, mandolinen oder aufschnittmaschinen, egal, hauptsache fein.
Die Scheibchen mit etwas Saft und Olivenöl marinieren.
Du brauchst relativ viel Öl. Das Zeug saugt das weg wie nix.
Abschmecken mit Salz, wenig Zucker und Pepe.
Streifchen vom Trevisiano für die Optik und ein paar geröstete Pinienkerne drauf, feddich.
Ich leg´ noch´n paar Scheibchen Onglet dazu.
Onglet-Stücke, 30 mm dick, 15 cm lang.
Vakuumiert und im Wasserbad 60 Minuten bei 55° gegart.
Dann kurz und knackisch mit Rosmarin, Thymian und Knoblauch nachgebraten. 10 Minuten ruhen und anschließend salzen, pfeffern und in dünne Scheibchen schneiden.
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Das Onglet ist klasse wie immer.
Und die Zitrone ist ´ne Zitrone und bleibt ´ne Zitrone.
Zitronenschale eben.
Zwar milder und aromatischer als ihre kleinen Brüder und Schwestern, aber trotzdem isses Zitronenschale.
So ganz kapier ich den Hype um das Zeugs nicht.
Noch nicht.

Am nächsten Tag gibts Ragout von der Wutz.
Ganz einfach. Fleisch anbraten, rausnehmen, Zwiebeln und Gemüse anbraten, Fleisch wieder reingeben, mit Weißwein ablöschen, einkochen, mit Fond auffüllen und langsam schmoren. Würzen nach Geschmack.
Ganz einfach und unspektakulär.
Vor dem Servieren gehackte Petersilie und Streifen von der restlichen Cedri-Schale draufgeben.
KRACHER! Dat isses! Jetzt gibt sie alles. Dafür ist sie geschaffen!
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Nächsten Freitag kauf ich mir nochmal so´n Teil…

All In

Geballte Ladung um den BAUkasten zu befüllen!!!
Im wahrsten Sinne des Wortes. Idee von Christian Bau!

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Wolfsbarsch mit Olivengnocchi und Artischockensauce
4 Personen
Zutaten:
4 Wolfsbarschfilets
8 Garnelen, Salzwasser, 10 / 16
Olivenöl zum Braten
je 1 Thymian- und Rosmarinzweig
1 angedrückte Knoblauchzehe
25 g Butter
Salz, Pfeffer, Mehl

Gnocchi (Baukasten -> ohne Oliven)
500 g mehligkochende Kartoffeln
1 TL Kümmel
80 g Kartoffelstärke
2 Eigelb
30 g schwarze feingehackte Oliven
Salz, Pfeffer, Muskat
2 EL Olivenöl
je 1 Thymian- und Rosmarinzweig
1 angedrückte Knoblauchzehe

Artischockensauce
25 g geräucherter Speck
50 g Schalotten, fein geschnitten
20 g Staudensellerie
20 g Weisses vom Lauch
2 Champions
30 ml Olivenöl
2 Artischocken
1 Knoblauchzehe
1 Lorbeerblatt
50 ml Noilly Prat
25 ml weißer Portwein
300 ml Geflügelfond
Salz, Pfeffer

160 g Tomatenkompott (s. Baukasten)
4 EL Olivenöl

Zubereitung:

Gnocchi (Baukasten -> ohne Oliven)

Die Kartoffeln in Salzwasser mit dem Kümmel weich kochen. Danach im heißen Backofen bei 180° 30 Minuten ausdämpfen lassen. Das Kartoffelinnere mit einem Löffel herauskratzen und durch ein Sieb streichen. Mit Stärke, Eigelb, und Oliven mischen und mit Muskat, Salz, Pfeffer abschmecken. Den Teig zu dünnen Rollen formen und zu Gnocchi abstechen. In Salzwasser 5 Minuten sieden lassen. Abgießen und abschrecken. Auf einem leicht geöltem Blech aufbewahren. Kurz vor dem Anrichten in mit Kräutern und Knoblauch aromatisiertem Olivenöl heiß schwenken.

Für die Sauce Gemüse, Speck, Champignons und Schalotten klein schneiden und in Olivenöl farblos andünsten. Die geputzten und klein geschnittenen Artischockenböden zugeben und mit angehen lassen. Gewürze zugeben, mit dem Alkohol ablöschen. Auf die Hälfte einkochen und den Geflügelfond angiessen. Schwach köcheln lassen, bis die Artischockenböden weich sind. Lorbeer, Speck und Knoblauch entfernen und alles fein pürieren, durch ein feines Sieb passieren und kräftig abschmecken.

Fischfilets braten (Baukasten -> Anleitung für alle Filets mit Haut)
Die Filets auf der Hautseite leicht salzen und mehlieren. In eine kalte, mit Butterschmalz ausgeriebene Pfanne geben und bei mittlerer Hitze erhitzen und leicht braten. Wenn die Hautseite kross ist, die Butter den Knoblauch und die Kräuter in die Pfanne geben, den Fisch wenden und neben dem Herd in der Pfannenhitze glasig durchziehen lassen.

Die geschälten und entdarmten Garnelen 3 Minuten vor Ende der Bratzeit mit in die Pfanne geben. Sie sollen eine leichte Bratkruste bekommen aber nicht trocken werden.

Den gebratenen Fisch, die Gnocchi, heißes Tomatenkompott und die Sauce auf vorgewärmten Tellern arrangieren und jeweils 2 Garnelen anlegen. Je einen Esslöffel Olivenöl in die Sauce einträufeln.

Baukasten

Wozu mache ich mir eigentlich die Arbeit? Eigentlich bin ich doch viel zu faul zum Schreiben. Warum also???
Weil ich vergesslich bin!
Hochgradig vergesslich.
Schon immer!
Wenn du immer den Kopf voller Blödsinn hast, biste ratzfatz vergesslich.
Dann überlegste jedesmal wieder:
Wie haste das letztes mal gemacht?
Wie war verdammt nochmal die Grundidee?
Was kam da nochmal alles rein? Und wie viel?
Nicht, daß du nicht in der Lage wärst, frei Schnauze zu kochen. Du willst ja nur auf Nummer sicher gehen.
Dann fängste am suchen an. In Kochbüchern, bei Kollegen, im Netz.
Auffem eigenen Blog brauchste nicht zu gucken. Da herrscht nämlich Chaos!
Schluß damit!
Ab sofort gibt’s jetzt hier einen Baukasten.
Mit Grundrezepten.
Zeugs, das du immer wieder brauchst.
Mit Geling-Garantie! Mit Erlaubnis zur Variante.
Schluss mit der Sucherei!
Es gibt also eine neue “Kategorie” (Guckst du links am Rand), “Baukasten”!
Und eine neue “Seite” gibts. “Grundrezepte”! Verlinkt zu den jeweiligen Beiträgen.
Ich bin verflucht gespannt, ob dat hinhaut…

Tomatenkompott

1 Rezept

Zutaten:
5 Tomaten
20 ml Olivenöl
1 Schalotte, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, 2 Minuten blanchiert, dann fein gehackt
1 Msp Thymian und Rosmarin, fein gehackt
10 ml alter Balsamico (oder Apfel-Balsamico, oder Melfort)
4 Blätter Basilikum
1/2 TL Pesto
Salz, schwarzer Pfeffer
etwas Zucker

Zubereitung:
Tomaten blanchieren, häuten, entkernen, würfeln.
Olivenöl leicht erhitzen. Schalotten und Knoblauch leicht anschwitzen, Thymian und Rosmarin zugeben und mit dem Essig ablöschen. Die Tomatenwürfel beigeben und 10 Minuten leicht köcheln lassen. Vor dem Anrichten geschnittene Basilikumblätter und Pesto untermischen.

Heute Garnelen und Feldsalat mit Orangendressing draufgelegt. Dazu Kartoffel-Rösti aus rohen Kartoffeln.

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Danke, Zwanzichfuffzehn!

Ich schreib´ doch keinen Jahresrückblick.
Ich doch nicht!
Bin doch nicht bescheuert! Ist viel Arbeit und wird doch sowieso nicht gelesen!
Mach´ ich nicht, definitiv nicht!

Aber “Danke” sagen schon. Das könnte ich tatsächlich machen.
Da gibt es nämlich einige, denen ich mal “Danke” sagen müsste.

Den Lokführern beispielsweise.
Denen sag´ ich hiermit “Danke”!
Danke für den spannenden und langdauernden Streik im Frühjahr.
Hat richtig Spaß gemacht. Ohne Scheiß!
Ich mein´ das ehrlich! Nie waren die Züge so leer und so pünktlich wie zu Streikzeiten.
Die Züge, die gefahren sind, meine ich.
Und richtig zusammengerückt sind wir Pendler in dieser schönen Zeit. Tiefe Freundschaften haben sich entwickelt.
DANKE dafür, liebe Lokführer.

Und dir, Temperatur, auch ein herzliches “Danke”.
Du hast mir ein wahrhaft polares Kochvergnügen verschafft. Damals, im Winter, beim Vinocamp Mosel. Ich hab´ mir wegen dir dermaßen den Hintern abgefroren an diesem Zweiplattenherd, ich fange sofort an zu zittern, wenn ich nur daran denke.

“Danke” lieber Lidl. Dir gebührt ein ganz besonders herzliches DANKE. Für deine tolle Werbekampagne. “Woran erkennt man eigentlich…”.
Du hast es tatsächlich geschafft, daß ich noch intensiver auf die Suche nach handwerklich erzeugtem, hochwertigem und regionalen Zeugs gegangen bin. Manchmal brauch´ ich so einen Schubser. Und sei es von dir, Lidl. Dafür nochmal: Dankeschön!

“Danke” auch an Rheinhessen. Du und dein grosses Dorf habt mich herzlich empfangen. Mich, den ewig besserwissenden Knötterer aus dem Norden. Mich, für den Wein aus Lagen, die nicht Steilstlagen genannt werden, kein Wein war. Für den gutes Zeugs nur zwischen Sieg und Mosel wächst. Für den der Neuwieder Wochenmarkt das Größte war.
Ihr habt mich überzeugt. Ich will gar nicht mehr weg von Rheinhessen. DANKE!

Ein besonderes “Danke” an die, die mein Zeugs in sich reingestopft haben. Im Biergarten, beim Summerofsupper und beim Craft-Beer-Event. Und dafür auch noch Geld bezahlt haben. (Gilt übrigens auch für die Kochkursteilnehmer, die sich meine Besserwisserei ebenfalls kostenpflichtig angetan haben).

“Danke”, herzliches aufrichtiges “Danke” an meine eigene Dummschwätzerei. Immer, wirklich immer, habe ich behauptet, keinen Süßkram zu mögen, geschweige denn zu können. Dabei mag ich den eigentlich doch. Und manchmal kann ich den auch.
Wenn ich die richtigen Inspiratoren habe…

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4

Titel: Marinierte Birnen mit Kümmeleis
Kategorien: Dessert
Menge: 12 Personen

Butterkaramell
150 Gramm Zucker
90 ml Milch
90 ml Sahne
2 Essl. Butter
1 Prise Salz
Kümmeleis
920 ml Sahne
5 Teel. Gemahlener Kümmel
4 Eiweiß
120 Gramm Zucker
175 ml Creme Double
70 Gramm Joghurt
Birnen
10 Weiche Birnen
1 Teel. Karamellisiertes Meersalz
2 Bund Estragon
Etwas Puderzucker

============================ QUELLE ============================
— Erfasst *RK* 31.12.2015 von
— Claus Schlemmer

Den Zucker karamellisieren und mit der Milch ablöschen, um ein
Drittel einkochen. Mit der Sahne auffüllen und wieder um ein Drittel
einkochen. Butter und Salz einrühren, durchmixen und abkühlen lassen.

Die Sahne mit dem Kümmel aufkochen und 20 Minuten ziehen lassen.
Absieben, abkühlen. Das Eiweiß mit dem Zucker auf einem Wasserbad
cremig aufschlagen. Kümmelsahne, Creme Double und den Joghurt unter
die abgekühlte Eiweißcreme rühren. In der Eismaschine gefrieren.

Birnen schälen, Kerngehäuse entfernen und in Stücke schneiden. Mit
gehacktem Estragon und Puderzucker eine Stunde marinieren. Evtl.
etwas Zitronensaft zugeben.

In die Mitte des Tellers etwas Karamell geben, Etwas Birnensud
herumträufeln. Birnenstücke an den Rand geben und mit
karamellisiertem Meersalz würzen. Eine Nocke Eis auf den Karamell
geben.

=====

Jetzt fällt mir nix mehr ein. DANKE Zwanzichfuffzehn!

Zwanzichsechzehn kann sich warm anziehen.

GUTEN RUTSCH!!!

Einundfuffzich. Die Vorletzte

Montag
Da simmer ja mal gespannt. Fahrplanwechsel.
Könnte problematisch werden.
Auffen ersten Blick hat sich nix geändert. Außer dem Datum auf dem Fahrplan.
Und doch. Abends gibts ein neues RE-Zugpaar nach Linz.
Nicht schlecht. Wenn´s mal völlig aus dem Ruder läuft, komme ich künftig auch um zwanzichsiebenundvierzig noch heim.
Mein ICE morgens ist Montags nicht mehr doppelt.
Ganz schlecht! Montags steppt immer der Bär, pendlermässig.
Umgekehrt gereiht isser auch. Wird ´ne Weile dauern, bis wir den exakten Haltepunkt gefunden haben.
By the way: Wenn du als Gelegenheits-Bahnfahrer freie Sitzplätze suchst, musst du dort einsteigen, wo die Pendler (das sind die Menschen ohne Rollkoffer) stehen. Aber nicht weitersagen!!!

Dienstag
Morgens noch alles ok. Abends dann doch endlich wieder das gewohnte Chaos. Wer sagt´ s denn. Ich hab´ schon an das Gute in der Eisenbahn geglaubt. Der 18:48er 60 Minuten. Der 1720 im Büro noch 5 Minuten. Am Bahnhof dann 15 Minuten. Rappelvoll die Kiste. Und bleibt erst mal stehen.
Die (wirklich mal neue und kreative) Durchsage:
“Wegen einer technischen Untersuchung an einer Glasscheibe im Speisewagen verzögert sich unsere Abfahrt nochmals um wenige Minuten”.
Was, um Himmels Willen untersuchen die Deppen an einer Glasscheibe??? Im Speisewagen!!! Technisch!?!?
Und was heißt “wenige Minuten”?
Wenig heißt zwanzig!
Und die Scheibe ist immer noch kaputt. Wir können nur langsam fahren, sagen sie. Ich krieg´ Kreislauf!!!

Mittwoch
Heute morgen eine neue Episode aus unserer beliebten Reihe “Männer reden über Gefühle”:
Ich hab´ dat Gefühl, dat der ICE nachem Fahrplanwechsel weniger Zuch ist, als vor´m Fahrplanwechsel!

Abends die üblichen 20 Minuten beim 118er, der EC8 hat 10. Der ganz normale Wahnsinn.

Donnerstag
Das mit dem Haltepunkt klappt nicht!!!
ES KLAPPT NICHT!!!
Warum hält die Spitze des Zuges immer an der selben Stelle, während das Heck eine Toleranz von gefühlten zehn Metern hat???

Freitag
Alles gut!

Und in der zweiundfuffzichsten hab´ ich frei. Muss mich nicht ärgern. Und kann kleine Kleinigkeiten kochen. Wie die hier:

Kleine Rote Bete garen, schälen und längs halbieren.
Auf einen Klecks Käsecreme setzen (20 g Roquefort in 6 EL Milch erhitzen. Mit glattgerührten 60 g Creme Double, 1 EL Creme Fraiche und 60 g Ziegenfrischkäse verrühren. Mit Chiliöl und Salz abschmecken.)
Etwas Kräutersalat anlegen (Petersilie, Estragon, angemacht mit Salz, Pfeffer, Melfor und Chiliöl)
Kümmelkaramell als Kracherkomponente zugeben (1,5 EL Kümmel, gemörsert in Karamell aus 3 EL braunem Zucker einrühren, auf ein Backpapier streichen, erkalten lassen und feinst hacken. Im Gefrierschrank aufbewahren.
Ein paar Tropfen Rote-Bete-Essenz (Balsamico, brauner Zucker und Kochfond der Beten sirupartig eingekocht) dazu.

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KW 50 und nix passiert…

Echt! Die komplette Woche ohne Aufregung.
Der Freitags-Sechzehnachtundvierzig hat zwar ab Mainz mal wieder zehn Minuten, ist mir aber egal.
Dafür hat er am Mittwoch die zehn Minuten auf dem Stück durchs Weltkulturerbe aufgeholt.
Ein Held im Triebkopf. Richtig Gummi hat der Bursche gegeben.
Den Anschluß hab´ ich locker geschafft!
Danke mein Freund.
Du bist mein Mann der Woche. Mindestens!

Ein Essen nur für dich:

Mainzer-Markt-Rundgang
Kotelett vom Schwäbisch-Hallelujah (Metzgerei Hamm, Stadecken-Elsheim)
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Petersilienwurzel, gelbe Bete, Butter-Rübchen, Urmöhre, Steckrübe, Zwiebel (Bio-Bauer, Marktstand auffem Gutenberg-Platz)

Wurzelragout mit Röstzwiebeln wie hier.
Kotelett wie folgt.
150 g Butter zerlassen, 1 EL Melange Noir und 4 in Scheibchen geschnittene Knoblauchzehen darin 10 Minuten bei kleiner Hitze schmoren.
Butter abkühlen lassen und einfrieren.
Gefrorene Butter in Scheiben schneiden und mit 2 Schweinekoteletts vakuumieren.
Im Wasserbad bei 58 Grad ca. 60 Minuten garen. Ein paar Minuten mehr oder weniger machen den Bock auch nicht fett.
Fleisch aus den Beuteln nehmen und kurz nachbraten.
In Scheiben geschnitten auf den Wurzeln anrichten.
Obendrauf die Röstzwiebeln.

Musst du dir dazudenken.
Ich hab´ die Biester versteckt, damit ich sie beim Kochen nicht schon wegfuttere.
Und dann vergessen.
Also quasi mit ohne Röstzwiebel.
Wegen Störungen im Betriebsablauf!
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Bahn-KW 49…

Montag, 30.11.15
ICE23. Heute ÜBERRASCHUNG! Nur die Hälfte Zug. Dafür aber mindestens genausoviel Leute wie immer. Mehr muss ich nicht sagen. Kuschelisch!

Dienstag, 01.12.15
Der ICE macht diese Woche richtig Spaß. Heute zwar komplett, dafür aber komplett zu spät. 20 Minuten in Koblenz, 25 in Mainz. Genau der Puffer, den ich brauche, um Freitags ein bißchen früher Schluß machen zu können.

Mittwoch, 02.12.15
Der RE ist pünktlich. Gut so! Der Pilot verpasst zwar, wie immer, den Bremspunkt und fährt fast bis Vallendar durch, hat man sich aber schon dran gewöhnt. Steige ich halt in den letzten Zipfel des Zuges. Ihr kennt diese klapprigen, roten Regional-Expresse. Einfach, nicht Doppelstock. Die haben vorne oder hinten immer so kleine, abgetrennte Abteile. Erste Klasse. Meistens.
Erste Klasse ist was Besonderes. Komfort und Bequemlichkeit ohne Ende. Kostet ja auch entsprechend. Wenn du von Köln nach Koblenz inne erste Klasse fährst, löhnst du statt neunzehnachtzisch einunddreißigsechzisch.
Aber wofür? Das erste Klasse Abteil ist NICHT schneller in Koblenz. Du kriegst weder kalte noch heiße Getränke am Platz serviert. Vom Business-Lunch ganz zu schweigen. Du hast keine größere Bein-Freiheit, die Sitze sind genauso dick und genauso breit wie in der Trümmer-Klasse.
Trotzdem gibt es einen Unterschied. Einen einzigen.
Einen entscheidenden Unterschied: In der zweiten Klasse hockst du auf Sitzbezügen mit dunkelblauen Punkten auf hellblauem Hintergrund.
In der Königsklasse genießt du hellblaue Punkte auf dunkelblauem Hintergrund.
Und das ist doch wohl 11,80 € wert, oder!?!?

Der ICE23 ist mit 5 Minuten Verspätung gemeldet, kommt mit 10 Minuten Verspätung rein und schafft locker einen Verspätungszuwachs auf 20 Minuten bis Mainz. RUHIG BLEIBEN!

Abends heute ohne Aufregung. Der IC… hat nicht, wie üblich 10 Minuten, sondern 20. Bei 5 Minuten isses halt extrem ärgerlich, wenn dir der Anschlußzug knapp vor der Nase wegfährt. Bei 20 Minuten siehst du ihn erst gar nicht mehr. Und musst dich deshalb auch nicht aufregen…

Donnerstag, 03.12.15
ICE23 ist 5-Minuten-zu-spät-pünktlich. Schleppt einen verschlossenen Zugteil mit sich. Nutzt einen, wie soll ich sagen, unorthodoxen Haltepunkt und bringt damit alle Pendler zum Laufen. Früher Morgen mit Spaßfaktor!

Freitag, 04.12.15
Was ist los? Nix Verspätung, nix umgekehrte Wagenreihung, nix Polizeieinsatz im Zug. Irgendwas stimmt hier nicht!
Dochdoch. Abends stimmt wieder alles.
Mache früher Schluss. Will um sechs daheim sein. Der Bus um 15:59 kommt nicht. Der um 16:09 hat 5 Minuten Verspätung und ist rappelvoll. Busse können das auch! Der Anschluß am Römischen Theater hat heute viel Zeit und keine Lust auf Gas geben. Der IC um 16:20 Uhr ist dagegen pünktlich. Der Scheiß-Zug ist tatsächlich pünktlich. Verpasst!
Dafür hat der um 16:48 satte 35 Minuten. Gleicht sich halt alles wieder aus. Geiler Start ins Wochenende. Ne Stunde weniger auffem Zeitkonto und trotzdem erst um sieben daheim…

Also wieder mal´n Quickie
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Orecchiette mit Erbsen

100 g ger. durchwachsener Speck
2 kleine Schalotten
750 ml Geflügelfond
Olivenöl
250 g Orecchiette (DeCecco)
2 Zweige Thymian
350 g TK-Erbsen
5 EL Bratensaft vom Huhn (frier´ ich mir immer ein)
Salz, schwarzer Pfeffer (Pepe valle Maggia)
etwas Olivenöl (vom Guten!)

Speck fein würfeln, Schalotten längs achteln. Fond erhitzen.
In einem Schmortopf einen Faden Olivenöl erhitzen, den Speck darin zwei Minuten anbraten.
Schalotten zugeben und drei Minuten braten.
Nudeln in den Topf geben und umrühren bis sie vom Fett glänzen. Drei Kellen Brühe zugeben bis alles zur Hälfte bedeckt ist.
Aufkochen und gefrorene Erbsen zugeben. Thymian abstreifen, Blättchen zugeben.
Sanft köcheln und immer wieder Brühe zugeben und unterrühren.
Wenn die Nudeln gar sind, den Bratensaft unterrühren.
Abschmecken, mit Olivenöl beträufeln und den Pfeffer darübertreuen.

Hingehen und Buch kaufen!!!

Das Craft Beer Kochbuch.
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Ganz starkes Buch!

Kein Wunder. Torsten hat sich richtig in das Thema reingebissen. Glaub´ ich jedenfalls.
Ganz viele Infos über den Stoff. Genau richtig dosiert für Greenhorns und Nicht-Theoretiker wie mich.

Rezepte von Stevan. Voll auf die Zwölf! Irgendwie hat der Bursche zur Zeit einen Lauf. Glaub´ ich jedenfalls.

Fotos von Daniela. Ehrlich, schnörkellos, informativ und kinnwasserproduzierend. Wie immer!

Ein Buch von Leuten, die ich kenne und schätze. Gehört definitiv zu den Druck-Highlights Zwanzichfuffzehn.

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Und ich bin verrückt genug, unter anderem die Nummer da oben zu kochen.
Für paarundzwanzig Leute. Nächsten Donnerstag. Craft-Beer-Session. Werde berichten…

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