
Nun komm´ schon!
Jetzt mal Butter bei die Fische!
Welcher ist denn jetzt der Beste? Und wie bereitet man ihn am Besten zu?
Raus mit der Sprache!
Hast dich ja in den letzten Wochen genug rumgetrieben in Sachen Spargel.
Mit den netten Leuten von NEFF haste den Terlaner Spargel

in Südtirol genau unter die Lupe genommen.
Der Toni hat gezeigt, worauf´s ankommt.

Das war doch mal´n Typ!
Und Ahnung hat er auch. Hast du jedenfalls erzählt.
Und daß der Toni gesagt hat, nur frischer Spargel ist guter Spargel.
Deshalb kühlen die in Südtirol das Zeugs nach dem Waschen ratzfatz auf fünf Grad runter.

Dann wird er sortiert, abgepackt und möglichst noch am gleichen Tag verkauft und zubereitet.
Gegessen auch, logisch!
Wegen der Frische haben die sogar ein Spargel-Taxi, das die Stangen vom Feld zur Genossenschaft karrt. Blitzschnell!

Spargel gab´s bei denen ganz früher schon. Neunzehnhundert, ungefähr.
Dann lange nicht mehr.
Die machen mit den Äpfeln so viel Kohle, daß die den Spargel eigentlich gar nicht brauchen.
Weil die aber die Bozner Sauce lieben (zurecht!), und Bozner Sauce eben nur zum Spargel schmeckt und nur frischer Spargel guter Spargel ist, bauen die den jetzt wieder an.
In Terlan auf ungefähr zehn Hektar. Nicht viel! Klein aber fein!
Die Pflanzen haben die von uns oder vom Holländer. Zehn Jahre hält so´ne Pflanze, dann gibt sie den Geist auf und die ganze Anlage muss erneuert werden.
Aber nicht auf dem gleichen Acker. Da kommen Äpfel drauf und umgekehrt. Fruchtfolge heißt das.
Ganz schöner Fackelzuch, so ´ne Neuanlage.
Dann hast du ihn zubereitet. Abends, in diesem abgefahrenen Hotel am Berghang.

In einer Wahnsinnsküche mit den astreinen Gerätschaften von NEFF.

Dampfbackofen, Backstein, klasse Herd, alles vom Feinsten.
Hast ihn gut hinbekommen, du und die anderen.

Haste jedenfalls erzählt.
Jetzt aber raus mit der Sprache! Ist er besser als unserer? Als der vom Maifeld?

Der, der in vulkanischer Erde wächst und sich richtig Mühe geben muss, aus dem Acker raus zu kommen. Dafür brauch er Kraft. Dadurch kriegt er Struktur und Geschmack. Sagen jedenfalls die Leute vom Hof Adams in Polch.
Hier bei uns um die Ecke.
Bei denen läuft das mit den Spargelpflanzen ähnlich wie beim Toni. Halten hier aber nur sechs bis sieben Jahre. Dann ist Schicht. Obwohl sie geschont werden. Nicht bis Ultimo, sprich Johanni ernten. Lieber eine Woche vorher schon aufhören.
Hintenraus wird´s nämlich hart für die Pflanzen; kostet Substanz.
Also was nun? Welcher ist bessser? Raus mit der Sprache! Gibt´s überhaupt einen Unterschied?
Wie jetzt? Keinen Unterschied, sagste? Na super!!!
Deswegen eierst du in der Weltgeschichte rum. Kein Unterschied!?! Vielleicht einen Zacken besser der aus der Vulkanerde, aber auch nur vielleicht.
Wie gesagt, die Frische ist das Entscheidende!
Stechen

-waschen

-verkaufen-zubereiten. Dann ist er gut!
Geht aber nur mit Spargel von um die Ecke. In Südtirol genau so wie in Rheinland-Pfalz!
Wahrscheinlich schmeckt der peruanische in Peru auch richtig gut…
Maifelder Spargel mit Bozner Sauce
Spargel nach Methode Nr. 1 zubereiten (ohne die Rahmsauce natürlich!).
Für die Bozner Sauce (auf 1 kg Spargel) 6 Eier hart kochen. Eiweiß und Eigelb trennen. Das Eigelb mit einer Gabel zerdrücken und ganz mildes Olivenöl unterrühren bis eine Creme entsteht.
Mit Salz, Pfeffer, Senf, Zitronensaft und einem Schuß mildem Weißweinessig abschmecken.
Das gehackte Eiweiß und jede Menge in feine Röllchen geschnittenen Schnittlauch unterheben.
Mit ungeräuchertem, gekochten Schinken servieren.

Neue Kartoffeln gehen auch dabei. Zur Not…
Und ein Filmchen gibbet auch:
Neff Spargel Event Südtirol 2013.mp4 from Vincent Breysacher on Vimeo.