Lasagne, gepfuscht!
18. Februar 2010 von Claus
Eins vorweg, Lasagneblätter selber machen läuft diesmal nicht, hab ich keine Lust zu. Nächstes Mal wieder, jetzt werden De Ceccos verarbeitet. Die Eier-Pasta von denen ist gut!
Aber ansonsten gibts volles Programm. Die Bolo nach Frau Hazan, und auch ne Bechamel! Wegen der Bechamel beziehe ich wahrscheinlich Prügel von Peppinella, aber wurscht, wat mutt dat mutt.
Lasagne machen ist ja wirklich ganz simpel, einfach die verschiedenen Zutaten in der Form schichten und dann ab in den Ofen, bis sie gar ist. Brauch ich hier bestimmt gar nicht weiter verklickern.
Aber das Ragù alla bolognese, darüber verlier ich dann doch ein paar Worte:
Ich nehm 1 Teil Schweine- und 2 Teile Rindfleisch, beides nicht zu mager, und mache das Hackfleisch selbst. Dadurch habe ich mehr Einfluß auf den Fettgehalt und auf die Körnung. Außerdem, wo soll ich Sonntags Hackfleisch herkriegen!
Wie Frau Hazan salze ich bereits beim Anbraten und gebe zuerst die Milch, erst dann Wein und Tomaten zum Fleisch.
Es kommt keine Brühe, Fond oder ähnliches in die Sosse, Frau Hazan meint, die Sosse käme sonst aus dem Gleichgewicht, ich meine das auch. Und komme auch mal wieder aus dem Gleichgewicht, weil ich hab jede Menge Zeit für´n Weinchen.
Wie immer, ganz wichtig, Zeit und Temperatur – ganz lang (mindestens 3 Stunden) und ganz wenig (nur´n bisschen köcheln)!
Parallel zur Bolo, ne sehr flüssige Bechamel (so cirka einen Liter) gemacht und dann ab in den ofen mit der Lasagne.
Wenn´s fertig ist, siehts so aus

Und so auf dem Teller

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ragù alla bolognese
Kategorien: ???
Menge: 6 Personen
1 Essl. Pflanzenöl
45 Gramm Butter
85 Gramm Gehackte Zwiebeln
3 Stangen Staudensellerie, gehackt
4 mittl. Möhren, gehackt
400 Gramm Hackfleisch (1 Teil Schwein, 2 Teile Rind)
Salz, Pfeffer, Muskat
250 ml Vollmilch
250 ml Tr. Weißwein
500 Gramm Dosentomaten, kleingeschnitten, mit Saft
============================ QUELLE ============================
Marcella Hazan – Die klassische italienische Küche
— Erfasst *RK* 18.02.2010 von
— Claus Schlemmer
Öl, Butter, Zwiebeln in Topf geben und auf mittlerer Hitze glasig
anschwitzen. Dann Möhren und Sellerie 2 Minuten mit anschwitzen.
Hackfleisch zugeben, reichlich salzen, wenig pfeffern und salange
mitbraten, bis das Fleisch krümelig und nicht mehr rot aussieht.
Milch zugeben und unter Rühren verdampfen lassen, mit wenig Muskat
würzen.
Wein zugeben, verdampfen lassen, dann Tomaten zugeben. Verrühren und
Hitze soweit reduzieren, daß nur ab und zu eine Blase erkennbar ist.
mindestens drei Stunden offen garen. Wenn die Soße trocken wird und
sich das Fett vom Fleisch trennt, etwas Wasser zugießen. Am Schluß
darf kein Wasser mehr drin sein, mit Salz abschmecken.
=====

Oha, eine vielschichtige Angelegenheit. Warum hält sich das schöne Ragout so versteckt.
jetzt mal im ernst, das bolorezept gefällt mir gut, aber warum die bechamelsosse drüber? reisst man damit nicht die anderen aromen mit’m hintern wieder rum?
@Schnick…
hat angst vor der Kamera, ausserdem gebe ich davon eher wenig in die Lasagne…
@susanne
du kannst Fragen stellen! Weil Frau Hazan das so will, und wenn die sagt, spring in den Rhein, dann mach ich das auch…
natürlich mit béchamel, sonst schmeckt’s doch nicht. ich mache sie übrigens genauso, nach marcella. und dazu ein knackiger grüner salat.
Soweit ich das erkennen kann, macht Frau Peppinella ein gänzlich anderes Rezept, in welches halt keine Bechamel hinein gehört. Sie verwendet dafür Ricotta und neapolitanische Wurst, was sicherlich auch sehr lecker ist.
Deine Lasagne mit Bechamel sieht allerdings auch extrem lecker aus. Ich bin mir ganz sicher, dass ich beide Arten mögen würde. – Ganz sicher!
))
Was Fragen der praktischen Kochkunst angeht, da halte ich mich als Theoretikerin ja lieber bedeckt. Aber Ragu bolognese wird demnächst Thema in meinem Blog sein, also die Geschichte und die Varianten etc. So wie es aussieht, ist die Zubereitung des Ragu eine echte Glaubensfrage, es gibt verschiedene Rezepte und natürlich ist jedes das einzig wahre, wie immer bei solchen Dingen
Früher wurden wohl aber allgemein verschiedene Fleischsorten genommen, und weil das Fleisch oft kein so hochwertiges war, sprich es war etwas zäh, musste das Ragu dann auch zig Stunden köcheln.
Ich bin auch bekennender Bechamelsoßenfreund auf klassischer Lasagne.
)
Die Soße gibt einen schönen Schmelz an die Lasagne und sollten Bolo, Hack und Pasta nicht ausreichend sättigen, die Bechamel schafft das schon
Keinen Fehler gesehen! Ich mach die Lasagne schon jahrelang so, allerdings immer mit selbstgemachten Lasagneblättern.
selbstgemachte Teigplatten kann man wesentlich dünner ausrollen als es die gekauften sind. Das schmeckt dann ganz anders, wobei mir deine Version nach einem Arbeitstag mehr als recht ist.
Jetzz weiß ich auch, dass man von Lasagne richtig gute Fotos machen kann. Meins sah aus wie ein Unfall…
Bechamel gehört doch inne Lasagne, ich kenn die gar nicht anders
Also von Pfusch, wie im Titel angekündigt, kann ich beim Lesen nix entdecken – im Gegenteil: Ich bekomme akute Nachkochlust!!!
[...] ging, 19hundertirgendwann, gehörten Kekse zu meinen Leibgerichten. Neben Cordon Bleu und Lasagne übrigens. Meine Eltern lebten so alternativ wie irgend möglich, und das bedeutete nicht [...]
[...] Ein Rezept für Lasagne alla Bolognese gibt es zum Beispiel bei Claus. [...]