Dreckige kleine Pfifferlinge!
17. Juli 2010 von Claus
Zum Selbersuchen hab ich keine Zeit zur Zeit. Also muss ich sie kaufen.
Weil, Pfifferlinge mag ich, grundsätzlich. Und was gibt der Markt so her? Winzig! Aus Weißrussland, Litauen, Serbien! Wahrscheinlich radioaktiv belastet ohne Ende, egal, ich bin über fünfzig und die Familienplanung ist abgeschlossen, was soll da noch kaputtgehen.
Und dreckig sind sie, die kleinen Biester. Da kannst du die Pinsel-Nummer vergessen, die kriegste nicht sauber, jedenfalls nicht vor Weihnachten.
Soll man ja nicht machen, Pilze waschen. Die saugen sich nämlich mit Wasser voll und werden matschig. Aber was solls! Hier kommst du anders nicht weiter. Deshalb die Dreckigekleinepfifferlinge-Methode:
Die Pfifferlinge in einer großen Schüssel mit Mahl bestäuben, durchrütteln. Jetzt mit Wasser auffüllen und mit der Hand kräftig durchmischen. Oben schwimmende Pilze herausnehmen und in einem Sieb abtropfen lassen, vielleicht noch mal kurz abbrausen. Das reicht meistens, vielleicht hängt noch etwas Erde am Stielansatz, den musste dann eben abschneiden.
Anschließend lasse ich die Pilze auf einem Küchenhandtuch trocknen.
Nun sindse sauber und trocken – und vollgesogen mit Wasser!
Deshalb: Pfanne ohne Fett erhitzen, Pilze rein und Flüssigkeit rausbraten, erst wenn die Pfanne wieder trocken ist, salzen, pfeffern und Butter oder Olivenöl zugeben. Fertig ist die Kiste.
Ich mische noch blanchierte und gehäutete Saubohnenkerne, Streifen vom Schwarzwälder Schinken und Basilikum drunter und servier die blöden Pfifferlinge mit Spaghetti und Pecorino.

Und einen schönen Regenbogen hatten wir auch noch.


….und die Kleinen sind geschmacklich doch ganz Groß. Da lohnt sich die Arbeit doch. Ich mach sie auch immer nass sauber und dann trocknen.
An die Mehl-Methode traute ich mich bisher noch nicht heran, empfiehlt mein Marktverkäufer auch immer.
Der viele Dreck hält mich immer vom Kauf ab, dabei liebe ich Pfifferlinge. Aber wenn ich mal auf Erde oder Sand beisse, dann löst es in mir eine regelrechte Blockade aus und ich kann nicht weiteressen. Ich werde mal deine Methode ausprobieren. Der Teller sieht so wunderbar frisch aus.
Bei Pfifferlingen wende ich auhc immer die Mehlmethode an. Die Pinselei ist mir entschieden zu fieselig. Wenn man schnell arbeitet und die Pilze anschließend in der Sonne trocknen lässt, geht das eigentlich ganz gut.
Böse, böse Pfifferlinge.
Ich habe noch keine mitgenommen, obwohl es beim Gemüsehändler gerade welche im Angebot gibt.
Ich finde es übrigens gut, daß man Deinen Nudeln ansieht, daß sie nicht aus einer Standard-Supermarktpackung kommen.
Bei einem Schweizer Koch habe ich gelernt, dass man die Pilze auch kurz in siedendem Wasser blanchieren kann.
Da habe ich was Tolles hinzugelernt! Hab’ dank fuer den “Hausfrauen” Trick. Mir waeren Pfifferlinge alledings viel zu schade fuer eine Pasta…lieber eine schoene dicke Sauce und Semmelknodel dazu! So hab’ ich sie am liebsten…
in ein salatsieb, oder besser noch, in so einen flachen plastikkorb vom obsthändler. die drecksdinger rein, und dann kräftig rütteln, schon ist der meiste dreck raus. danach halt erst mal küchenboden fegen.
Bei Pfifferlingen ist bei mir auch die Mehlmethode angesagt. Ich braus das Mehl aber einfach kurz ab, das reicht und die Schwammerl saugen sich nicht arg voll. Bei den aktuellen Temperaturen kurz in die Sonne gelegt sind sie dann so gut wie neu
Ich hab ja immer so’n bißchen “Angst” vor den osteuropäischen Pfifferlingen… Aber ich mag die auch so gerne. Klassischer Fall von Dilemma
Tja, wer futtern will muss die Drecksarbeit machen! Da muss man durch… aber lohnt sich ja.
Sieht sehr gut aus. Ich muss unbedingt welche suchen, mich gelüstet es.