Kein Fast Food – Bratwurst
22. Oktober 2009 von Claus
Was gibt´s für tolle Würste, die italienischen Salsicce, in Südfrankreich Cippolatas und Merguez. Selbst in Deutschland jede Menge regionale Spezialitäten, Thüringer Rostbratwürste, Nürnberger usw.
Bei uns nicht, bei uns gibts die feine, vorgekochte Bratwurst (perfekt für ne Currywurst) und grobe, rohe Bratwürste in verschiedenen Stärken und Würznuancen, wirklich nur Nuancen. Das ist die Wurst, um die´s sich hier dreht. MEINE BRATWURST-von meinem Metzger, niemals nicht aus irgendeinem Supermarkt oder von ner Fleischfabrik.
Die Eine klassisch, dick und ohne Kräuter, die Andere dünn, lang und mit Majoran und Petersilie abgeschmeckt.

Für diese Dinger brauch ich vor allem eins – Zeit! Niemals darf so´ne Wurst bei hoher Hitze schnell gebraten und am Ende sogar noch angepiekst werden oder im schlimmsten Fall gegrillt werden. NEIN, bei kleiner, gaaaanz kleiner Hitze werden die Dinger gebraten und zwar ungefähr eine (jawoll, eine ganze) Stunde lang. Dabei öfter vorsichtig (damit die Haut nicht reisst) wenden. Die Wurst muss am Schluß so richtig schön braun, fettig, klebrig und knusprig sein.
So siehts am Anfang aus:

So, nach ner halben Stunde:

Dazu gibts Zwiebelsauce. 2 große, gelbe Zwiebeln schneide ich in feine Ringe und dünste sie in Butter genausolange, wie ich die Wurst brate. Immer mal wieder durchrühren, am Schluß vielleicht ein wenig Salz und Pfeffer (ich brauch das nicht) und einen Schuß Sahne zugeben und cremig einkochen lassen.
Der Kick bei der Sache: Bevor ich die Sahne zu den Zwiebeln gebe, gieße ich das Fett aus beiden Pfannen ab und veranlasse die Würste und die Zwiebeln zum Pfannentausch – die Zwiebeln freuen sich über den Geschmackskick und ich freue mich auch.
Fast fertig, nach dem Pfannentausch:

Fertig:



Mist, eigentlich wollte ich heute ja einen Diät-Tag einlegen. Aber vielleicht sollte ich ja doch mal schnell zum Metzger…
Für eine gute Bratwurst lasse ich vieles stehen.
Bratwurst gibt es bei mir nur 1 x im Jahr am sgn. Bratwürstl-Sonntag im Dezember. Dafür werde in allen Wirtshäusern extra frische Bratwürstl hergestellt.
Wenn ich deine hier sehe, sollte ich doch öfter Bratwürstl essen …
Die Zwiebelsauce find ich interessant, ich dachte die gibt es nur in UK zu Bratwürsten. Ist das eine lokale Spezialität?
Dazu noch Kartoffel-Püree mit schön viel Butter … ich könnt mich reinlegen
Denke nicht, dass es eine lokale Spezialität ist. Hausgemachte Würste mit Zwiebeln gibts bei uns hier schon seit ewigen Zeiten.
Das ist eine wunderbare Inspiration für die nächsten Tage. Sieht sehr lecker aus.
Ich mache meine Zwiebelsauce mit einem Schuss Rotwein, mit dem Rahm bindet sie sicher noch besser. Werd ich mal ausprobieren.
Sehr schöne Inspirationen! Der Tip mit dem braten einer Wurst ist ausgezeichnet, ist zwar eine längere Genuß-Wartezeit aber es lohnt zu 100%.
Ich esse Wurst auch nur wenige Male im Jahr, aber das hier sieht ja wirklich verlockend aus. Obwohl ich das mit der ganzen Stunde braten noch nie vorher wo gehört/gelesen habe. Bleibt sie dann innen auch schon saftig?
Eine Stunde?? Das hab ich auch noch nie gehört, aber ich bin immer Neuem aufgeschlossen und werde das sicherlich mal probieren – auch die Zwiebelsauce dazu, denn das kannte ich bisher auch noch nicht
@Marqueee: Verschieb die Diät, es lohnt sich
@Nathalie: Ich auch
@Eline: keine regionale Spezialität, kann sein, daß ich das mit den Zwiebeln mal bei Jamie Oliver oder Nigel Slater gelesen habe
@Mike: rischtisch, aber dann wirds heavy
@lamiacucina: oder beides
@chezuli, hannes: Danke für die Blumen
@Ellja:Mit den richtigen Würsten, der extrem niedrigen Temperatur und intakter Pelle bleiben sie tatsächlich saftig
@Eva: Mach et, et lohnt sich
herrlich!
mein charcutier Verot macht jetzt auch bayerische Kalbsbratwürste und Nürnberger für mich…..ich werde da gleich wohl hin müssen…..
[...] den Bratwürsten gibt es natürlich unzählige Variationsmöglichkeiten. Zum Einen bietet sich natürlich an, [...]