Schönes Wochenende!
28. Februar 2011 von Claus
Ich bin der Einzige!
Der einzige Volltrottel, der am Wochenende nicht auf irgendeiner grandiosen Veranstaltung war. Und da gab es einiges.
Der BVB knallt die Bayern weg, aber sowas von, der EFFCE die Freiburger. Hätt´ man ja mal hinfahren können, wär´sicher schön gewesen. Aber nein – ohne mich!
Oscar-Verleihung! Auch ´ne nette Veranstaltung. Trotz meiner Nominierung für die beste rausgeschnittene Nebenrolle bin ich nicht dabei.
Und dann gab´s da ja noch so´ne schöne Feierlichkeit im Roihessische. Klar! Auch ohne mich!
Macht mir alles überhaupt nix aus! Ich brat mir´n Rumpsteak. So ein richtig schönes, dreizentimeterdickes, leicht marmoriertes Scheibchen Roastbeef vom (ehemals!!!) Metzger meines Vertrauens. Eine Stunde vor der Zubereitung vom Stück geschnitten und mitgenommen. Gar nicht mehr in den Kühlschrank gelegt. Auf moderater Hitze beidseitig leicht braun angebraten. Dann in den Ofen bei 90°. So lange, bis es die Druckprobe besteht (Auf die Uhr guck ich dabei schon lange nicht mehr), schön rosa noch innen. Dann noch etwas neben dem Herd ruhen lassen, ohne Alufolie. Ach, das kann sooo gut sein!
Und watt isset?!?!
ZÄH!!!!!!! Wie Leder. Aber nicht so´n weichgegerbtes Leder, nein, SCHUHSOHLE! Mindestens!
Da hat er mir doch glatt ein nicht genug abgehangenes Steak untergejubelt! Ich kann´s nicht glauben! Oder hab´ ich was falsch gemacht? Nein! Diesmal nicht!
Und jetzt? Das kannste doch nicht wegschmeißen, oder? Normalerweise sollte man´s einpacken und umtauschen. Aber wer macht sowas schon?
Ich nicht, ich mach nen Rindfleischsalat daraus, und zwar einen richtig guten. Und durch das dünne Aufschneiden vom Fleisch isses plötzlich auch gar nicht mehr zäh…
Das abgekühlte zähe Teil wird kurz in heißem Rinderfond angewärmt und dann dünn aufgeschnitten. Das Fleisch mit Radieschen-Stiften, Endivienstreifen, gehackten Cornichons und gehackten Frühlingszwiebeln mischen.
Eine Vinaigrette aus Riesling, Weißweinessig, Traubenkernöl, Zucker, Salz, Pfeffer rühren. Etwas Marinade zum Fleisch geben und durchmischen, kurz stehen lassen.
Kürbiskerne ohne Fett anrösten, etwas Zucker draufgeben und leicht karamellisieren lassen.
Weißbrot (mit Sauerteig) etwas anrösten und mit Rinderfond beträufeln.
Alles zusammen anrichten, mit Schnittlauch bestreuen und mit der restlichen Vinaigrette und etwas Kürbiskernöl beträufeln.
Und nächstes Wochenende gehts ab…



Ist etwa die nächste Küchenparty bei Dir?
mich kotzt das auch an: da zahlt man extra mehr geld und bekommt dann doch nur doch nicht entsprechendes material.
hab gottseidank jetzt endlich wieder n metzger, dessen rohware nicht nur gut ist, sondern der auch trocken lang abhaengt, wie sich das gehoert.
aber hat echt ne weile gedauert, den zu finden, nachdem mein alter zugemacht hatte.
denkste, puppe, ich hab auch an der veranstaltung “teilnahmslos im hier und jetzt” teilgenommen, dafür würde mir eigentlich ne gastproffessur zustehen!
schön, wie du dem toten tier wieder zu würde verholfen hast!
Das tote Tier macht sich gut auf dem Grünzeug. Und das Geschrieben tönt auch sehr lecker. Also ich würds sofort futtern…
Gruss vom Muger
Rindfleischsalat ess´ ich manchmal sogar lieber als ein Steak, hab den bisher allerdings immer mit Tonnen von Balsamico gemacht, die Version hier mit Riesling und Traubenkernöl probiere ich mal aus. Und um in den Wunden zu pulen (sorriii, aber muss sein): Hast echt was verpasst am Samstag!
Du warst auch nicht in Rheinhessen ? Dann sind wir schon zwei Dumme. Und kriegen nicht mal die Fotos zu sehen.
Ich war auch nicht da!!! Hab aus langer Weile schon Gedichte geschrieben!!! Da hätte es mich dann auch mordsjämmerlich geärgert, wenn ich dann so ein Stück auf dem Teller gehabt hätte. Aber wir kämpfen uns durch! Wir brauchen die Schickeria nicht! Wir können auch mit so einer Schuhsohle gut umgehen!!!
Haste fein gemacht!
@Christina
Ich seh´s auf den Fotos. Oh Mann, ich ärger´ mich schwarz…
[...] http://www.dlz-coc.de/wordpress/?p=3869 [...]
Ach menno Cläusgen. Wir hätten schon gern mal mit dir angestoßen. Aber soll ich dir was verraten: Astrid hat Blut geleckt, die nächste Party lässt bestimmt nicht lange auf sich warten… Hach, es war einfach nur genial!!!!
Es gibt solche Tage und solche Tage nicht den Kopf hängen lassen. Zum Schluss hat sich doch alles zum guten gewant und der Salat klingt doch lecker, auch wenns anders geplant war.
Das nächste mal biste aber dabei
, gell. Ist das ein Trost, dass wir für Dich mitgetrunken haben
)?
Seit ich weiß, daß man von Mainz aus nach Neuwied durchfahren kann, wäre ich einer Küchenparty bei Dir auch nicht abgeneigt.
Ich schließe mich aber auch der allg. Einschätzung an, daß Astrid Blut geleckt bzw. die neue Küche den Test bestanden hat.
Rein von den Mengen her wären weitere Mitesser kein Problem gewesen.