Mal so am Rande…
12. September 2011 von Claus
Ist ja zur Zeit mal wieder schwer in Mode. Die Suche nach dem richtig guten Zeugs. Nicht einfach, das ganze Thema. Viele machen sich Gedanken, öffentlich. Muß ab und zu auch sein.
Damit wir endlich den Hintern hochkriegen und was ändern. Dafür geben sie sich Mühe. Astrid, Katha, der Herr Paulsen sowieso. Im kleinen Kuriositätenladen kannste dir die Wiesenhof-Sauerei nochmal angucken. Sogar die Tischgespräche sind schwer beeindruckt.
Deshalb muss ich hier gar nicht mehr auf das Thema “Fleisch” eingehen. Vielleicht aber doch. Vielleicht mach´ ich mir mal so Gedanken um das Drumherum. Um die Verpackung zum Beispiel.
Kennt ihr bestimmt. Diese Plastik-, Styropor- oder watt-weiß-ich-Schalen im Fleischregal. Unten Schale, dann Fleisch, dann Folie. Und zwischen Schale und Fleisch ein unscheinbares Läppchen. Vollgesaugt mit Flüssigkeit. Weitere Flüssigkeit in der Packung, die Kassiererinnen freuen sich, wenn die Brühe mal wieder den Scanner versaut.
Ist das eigentlich ok? Wenn da die Brühe drin steht? Nein, ist es nicht. Es ist sogar verboten! Und aus den Läppchen darf weder Flüssigkeit zurück in die Verpackung laufen, noch dürfen die Läppchen seitlich offen sein. Und irgendwelches Glibber-Gel-Zeugs darf schon gar nicht austreten. Das ist nämlich sogenanntes Superabsorberpulver. Zeugs, das auch in Babywindeln zur Flüssigkeitsbindung verwendet wird.
Ist alles schön geregelt. Im Lebensmittel- Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch. Und das Bundesamt für Risikobewertung sagt zum Thema: : “…die Saugeinlagen müssen so aufgebaut sein, dass ein Austreten von Superabsorber-Partikeln verhindert wird…”
Hält sich irgendwie nur keiner dran. Dabei wär´s technisch überhaupt kein Problem. In Mexiko werden für den US-Markt (die haben gesetzliche Bestimmungen, die sich gewaschen haben!) Saug-Pads produziert, die seitlich geschlossen sind. Perforiert sind die Dinger nur an der Unterseite. Austreten kann da sowieso nix, weil kein Absorberpulver drin ist. Die nehmen Absorberfäden, eingewoben in Zellstoff. Das Zeugs saugt sogar den Berg hoch, d.h. die Packungen können auch hochkant im Regal stehen. Teurer sind die Dinger auch nicht. Aber die Fleischfabriken müssten ihre Fertigungsstraßen anpassen. Und das kostet ´ne Menge Kohle.
Wie gesagt, nur mal so am Rande…
Also kauft Fleisch lose. Beim Produzenten, nirgends sonst! Wie die Entenbrust auf dem Foto. Die hat ein Rezept vom Herrn Schuhbeck verdient:

Fast original, nur den Taschenkrebs hatte ich nicht…
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rosa gebratene Entenbrust auf einer Kürbis-Curry-Soße …
Kategorien: Vier Personen
Menge: 1 Rezept
Pflaumen
100 ml Rotwein
8 Dörrpflaumen
1 Essl. Butter, kalt
Taschenkrebs
1 Taschenkrebs, ca. 600 g
Entenbrust
2 Barbarie-Entenbrüste, groß
1 Essl. Öl
3 Essl. Butter, braun
2 Scheiben Ingwer
1 Zehe Knoblauch
5 Kardamomkapseln
1 Splitter Zimtrinde
1/2 Schote Vanille
Pfeffer aus der Mühle, schwarz
Salz
Soße
250 Gramm Hokkaidokürbisfleisch
350 ml Gemüsebrühe
1/2 Teel. Ingwer
1 Zehe Knoblauch
1 Essl. Curry, mild
100 ml Kokosmilch
2 Essl. Butter, kalt
Salz
Chilipulver, mild
1 Essl. Butter, braun
Chilisalz, mild
Quelle: — Lanz kocht – Schuhbeck
— Erfasst *RK* 12.09.2011 von
— Claus Schlemmer
Pflaumen
Den Rotwein aufkochen, die Dörrpflaumen einlegen und einköcheln
lassen. Zum Schluss die Butter dazu geben.
Taschenkrebs
Die Taschenkrebse in reichlich kochendem Wasser acht Minuten kochen
und in kaltem Wasser abschrecken. Scheren und Beine vom Körper
brechen und mithilfe eines großen Kochmessers und gegebenenfalls
einer kräftigen, aber feingliedrigen Schere ihr Fleisch auslösen.
Dabei darauf achten, dass alle Schalensplitter entfernt sind.
Den Backofen auf 100 Grad vorheizen.
Entenbrust
In die mittlere Einschubleiste des Backofens ein Ofengitter schieben
und darunter ein Abtropfblech stellen. Die Entenbrüste von Sehnen
befreien, eventuell vorhandene Federkiele mit einer Pinzette
herauszupfen und die Hautseite rautenförmig einritzen.
Mit der Hautseite nach unten in einer Pfanne im Öl bei mittlerer
Temperatur etwa fünf Minuten bräunen, kurz wenden, sodass sich die
Oberfläche auf der Fleischseite schließt und für 45 Minuten auf das
Gitter in den vorgeheizten Backofen legen.
Die Knoblauchzehe putzen und in Scheiben schneiden. Die
Kardamomkapseln leicht andrücken. In einer Pfanne bei milder Hitze
die braune Butter mit Ingwer, Knoblauch, Kardamom, Zimt und Vanille
erwärmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die rosa gebratene
Entenbrust darin wenden.
Soße
Ingwer und Knoblauch fein reiben. Das Kürbisfleisch in einen
Zentimeter große Würfel schneiden, mit der Brühe in einen Topf geben
und in etwa 20 Minuten mehr gar ziehen als köcheln lassen. Ingwer,
Knoblauch, Curry und Kokosmilch hinzufügen, mit einem Stabmixer
pürieren und die Butter hinein mixen. Mit Salz und einer Prise Chili
abschmecken.
Die Pflaumen erwärmen und die Butter hinein rühren. Das
Taschenkrebsfleisch in der braunen Butter erwärmen und mit Chilisalz
würzen. Die Barbarie-Entenbrust in Scheiben schneiden. Die
Kürbissoße auf warmen Tellern verteilen, die Barbarie-
Entenbrustscheiben darauf anrichten, die Pflaumen außen herum legen
und mit dem Taschenkrebsfleisch garnieren.
: O-Titel : Rosa gebratene Entenbrust auf einer Kürbis-Curry-Soße
: > mit Rotweinpflaumen
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Eklig. Ich meine die Saugpads. Die Ente gefällt mir da schon besser. Schön dass du Lanz erträgst und berichtest – ich schaff das nervlich immer nicht.
Verpackung…leidiges Thema. Fleischer schweißt seine Fleischstücken ein! Furchtbar. Und dann kommt das ganze noch ohne Tara auf die Waage! Neeeeee, mag ich nicht!
Dann lieber deine tolle Ente. Die hätte ich gerne.
Bei meinem Metzger ist das Fleisch in Papier eingewickelt, und beim Geflügelhändler die Ente auch, das gilt doch eh nur für Supermärkte….
Peinlicher finde ich es, wenn Bio-Ware in dick Plastik und anderem Verpackungsschrott eingepackt ist.