Der ultimative Gockel-Resteverwertung
4. November 2009 von Claus
Das kenne ich von meinen Heiligabend-Monster-Puten, es bleibt ne Menge übrig. Am nächsten Tag bin ich damit beschäftigt, das mittlerweile trockene Fleischgebrösels abzupiddeln. Für meinen Hund ist das natürlich immer ein Festtag-es fällt einiges für ihn ab-er bewegt sich keinen Millimeter aus der Küche.
Der Bringer ist das trockene Zeug dann echt nicht, ich gebe mir zwar Mühe, aber vom Hocker reißen mich alle bisherigen Versuche nicht.
Und jetzt der Gockel! Meine ignoranten Nachkommen haben ja beim Festessen schon rumgenörgelt, aber was solls. Da lass ich mich garnicht verrückt machen sondern gebe mich ans Werk.
Schon beim Zerlegen merke ich, daß das Fleisch (2 Tage später) noch immer supersaftig ist. Das ist wahre Qualität-NURDASGUTEZEUGS!. Ich probier kalt. Hammer, Huhngeschmack pur.
Jetzt nur nix versauen-ein vernünftiges Rezept muß her. Das Fleisch schreit nach einem Risotto, nach DEM Risotto zur Hühnerresteverwertung, es schreit nach SAHNIGES HÄHNCHENRISOTTO von Nigel Slater (“Nigel ist ein Genie”, sagt Jamie Oliver – der Mann hat recht).
Und die Nummer hier ist eine Granate. Einfach, schnell und sowas von lecker, ich bin echt hin und weg.
Woran es gelegen hat, weiß ich nicht.
Ich hab die Zwiebeln extrem langsam angedünstet, die Hühnerbrühe war selbstgezogen und relativ würzig. Petersilie war aus, Ersatz: fritierter Salbei. Pecorino statt Parmesan, aber der Bringer war wahrscheinlich das Huhn. Es ist unbeschreiblich, was da für ein Geschmack dran war. Also Leute, für mich steht fest, unter einem Bauernhahn mach ich´s nicht mehr. Hoffentlich versiegt diese Quelle nie…

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4 unreg.
Titel: Sahniges Hähnchenrisotto
Kategorien: Hauptgericht, Risotto, Geflügel
Menge: 2 Personen
1 Zwiebel geschält und fein gehackt
50 Gramm Butter
1 klein. Hand voll Thymianblätter
250 Gramm Arborioreis
1 Ltr. Hühnerbrühe
350 Gramm Brathähnchenfleisch, in Stücke gerissen
100 Gramm Creme fraiche
1 Handvoll Gehackte Petersilie (oder einige fritierte
— Salbeiblätter)
Geriebener Parmasan oder Pecorino
============================ QUELLE ============================
Nigel Slater – Einfach gut essen
— Erfasst *RK* 04.11.2009 von
— UNREGISTRIERT
Zwiebel langsam weichdünsten, Thymian zugeben, Reis zufügen. Nach
und nach kochende Brühe angießen und rühren, rühren, rühren. Brühe
immer dann nachgießen, wenn die Flüssigkeit komplett verkocht ist.
Beim letzten Schwung Brühe das Fleisch unterrühren. Wenn der Reis
fast gar ist, aber noch Biß hat, Creme fraiche und Kräuter zufügen.
Etwas salzen und Pfeffern. 5 Minuten ruhen lassen. Vor dem Servieren
mit Parmesan bestreuen.
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Jetzt hast Du’s geschafft: Obwohl bereits kurz nach Mitternacht, laufen mir gerade Sturzbäche im Mund zusammen. So ein Tier muss demnächst bei mir auch noch mal her!
bei dieser guten Risottogrundlage konnte nichts mehr schief gehen.
gefällt mir fast, aber auch nur fast, besser als das Vortags-Essen!
Das ist ein schönes Rezept, sollten wir mal Gockelreste übrig behalten. Nur meine Lieben am Tisch sind weniger ignorant als die Deinen, so dass fast nie etwas von den tollen Hähnen übrig bleibt.
Ich bin so neidisch auf diese Quelle…. Genau mein Stil und Geschmack.
Ich bin ja bekennende Risotto-Liebhaberin und freue mich daher über ein weiteres Rezept in meiner Sammlung – danke!
mensch, mensch, ich weiss ja, daß neid ‘n ganz übles karma nach sich zieht; aber trotzdem geht mir DIESER hahn nicht mehr aussem kopf. ich gebe hier nämlich schon die schneekönigin, wenn ich mal ein frz. freilandhuhn auf dem samstagsmarkt geschossen habe! so, und jetzt setzt mein verdrängungsprozess ein…..
Sehr gute Idee, Salbei zum Huhn. Klasse