Ganz langsamer Krake
11. März 2012 von Claus
Für den Kameraden brauchste richtig Zeit. Drei Stunden geh´n da locker drauf. Drei Stunden, die sich lohnen. Ist so´ne richtige Wohlfühlnummer.
Soul-Food.
Vom Allerfeinsten.
Du besorgst dir´n schönen Kraken. Ein gutes Kilo sollte er schon haben, sonst lohnt sich der ganze Fackelzuch nicht. Meist sind die Brüder ja schon ausgenommen, nur den Schnabel, den musste an der Kopfunterseite noch rausdrücken. Ansonsten ist das keine große Aktion.
Leg´ das Vieh in einen kleinen Topf und gieße 80 ml Olivenöl drüber, Deckel drauf und ab damit in den 150° heißen Ofen. Ungefähr 2 Stunden schmoren, bis er weich ist. Kann schon mal kürzer oder länger werden, aber schön zart muss er am Ende sein.
In einer großen Pfanne erhitzt du 40 ml Olivenöl und dünstest darin 3 in Scheiben geschnittene Knoblauchzehen an. Danach gibst du 4 in Scheiben geschnittene Schalotten dazu und lässt sie mitschwitzen, bis sie weich sind. 1 Teelöffel Zucker und 3 halbierte Tomaten zugeben und nach und nach mit insgesamt 600 ml Rotwein immer wieder angießen und einreduzieren lassen. Soviel Zeit muss sein!
Wenn der Wein verkocht ist, kannst du die Tomatenhaut rausfischen und die Tomaten zerdrücken. Den Kraken nimmst du aus dem Topf und schneidest ihn in Streifen. Den Schmorsud gibst du mit 120 ml Wasser in die Pfanne und lässt um 3/4 einkochen. 100 g feine TK-Erbsen und den Kraken rein und noch 5 Minute köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gehackte Petersilie drübergeben.
Dazu Baguette oder Ciabatta.
Bitteschön:
Geschmorter Krake nach Art von La Vela in Neapel



Nee Claus! Hör auf! Immer die Kraken. Und überhaupt – man kann doch keine Pauls verkochen!
Tut mir ja leid. Aber datt ist nun mal Vorbereitung auf die Europameisterschaft. Die Orakel-Viecher gehören beiseite geschafft!
ok, so gesehen. Dann zerhacke ich die Tage mal wieder ein paar Spanier…