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Was ist wichtig?
Brauchst du so´n Labelwasweißich-Huhn aus der Bresse? Musst du das wirklich haben?
Muss der Flattermann von so´ nem absolut korrektem Bio-Wollsocken-Bauernhof kommen.
So einem, bei dem die Bio-Jünger mit ihrem Riesen-SUV vorfahren. Ist das wichtig?
Oder worauf kommts an?
Es kommt darauf an, daß du weißt, wo´s herkommt.
Ich laber immer den gleichen Kram, ich weiß. Aber so isses nun mal.
Es muss in einer Umgebung aufwachsen, wo man weiß, daß das Huhn auf den Bauern und der Bauer auf´s Huhn angewiesen ist. Respekt ist das Zauberwort. Respekt und Wirtschaftlichkeit.
Schwierig, aber machbar.
Der Glabach bei uns auffem Heddesdorfer Berg ist so einer, glaube ich.
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Ich hab´ das auch ohne große Rescherche irgendwie im Gefühl. Du siehst einen ganz normalen Bauernhof. Einer, der sie ernährt.
Du kannst überall rumlaufen. Keine Wollsockenromantik, nur ein respektvoll geführter landwirtschaftlicher Betrieb.
Mit wahrscheinlich einer Menge EU-Agrargedöns-Probleme.
Der Glabach verkauft Hühner.
Einfach Hühner. Granaten-Hühner. Zu einem reellen Preis. Auf Vorbestellung.
Schlachten tut er nur auf Vorbestellung.
Ansonsten bleibt für spontane Ideen immer noch der Tiefkühler. Bei der Qualität ist das auch völlig in Ordnung.
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Zerleg das Biest und du hast viele Essen.
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Die Karkasse wandert in den Gefrierer. So lange bis du zwei Kilo Knochen zusammen hast.
Für den hellen Geflügelfond (Baukastenrezept gibt´s als Gratiszugabe ganz unten).
Den brauchst du ständig.
Also kauf Hühner!
Beim Glabach. Jede Woche!

Die erste Portion Brust adelst du mit diesem katalanischen Superzeugs.
Sofregit. Was ähnliches wie Sofritto. Aber anders.
So, wie die Jungs aus Barca hier machen.

Ich mach´s so ähnlich.
Nimm 2 große Zwiebeln. Weiße Zwiebeln. Unsere normalen braunen Dinger sind zu scharf!
Schneide die Zwiebeln in Würfel. Gib Olivenöl in einen Topf. Ungefähr 2 Zentimeter hoch. So´n knapper Viertelliter.
Dünste die Zwiebeln an. Langsam. LAAAANGSAM!!! Das brauch´ locker eine Stunde. Mindestens.
Du kochst das Wasser aus den Biestern und den Geschmack hinein.
Gib auch 2 ungeschälte Knoblauchzehen mit rein. Direkt am Anfang.
Anschließend Tomaten.
Du hast aber keine Tomaten. Nicht jetzt.
Fang also erst garnicht mit den frischen Dingern an. Nicht jetzt.
Nimm Dosen. 2 Dosen gute Tomaten.
Ich nehm die von Mutti.
Tomaten zu den Zwiebeln und weitere 2 bis 3 Stunden schmoren. Keine Gewürze, kein garnix. Noch nicht.
Wenn alles Wasser raus ist, ist das Zeugs soweit fertig.

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Etwas gehackte Petersilie rein und probieren. Überleg dir ein paar Gewürze oder lass es. Ein bisschen Salz reicht eigentlich völlig aus.
Die Brust ohne großen Fackelzuch in der Pfanne gebrutzelt. Gesalzen und bei kleiner Hitze. Zuerst auf der Haut bis diese knusprig ist, dann immer wieder wenden. Gib irgendwann ein paar Zweige Thymian mit rein, das geht immer.
Gnocchi gehen auch immer. Meine Gnocchi aus dem Baukasten.
Die Oliven ersetzt du durch gehackte, getrocknete eingelegte Tomaten.
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Eigentlich wollte ich ja nur über den Glabach und seine Hühner schreiben…

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Geflügelfond, hell

1 Rezept
Zutaten:
2 kg Geflügelknochen
200 ml Weißwein, trocken
50 g Champignons
100 g Schalotten
60 g Karotten
50 g Knollensellerie
40 g Lauch
2 Petersilienzweige
2 Estragonzweige
1 Gewürznelke
1 kleines Lorbeerblatt

Zubereitung:
Knochen kleinhacken. Mit Wasser und Wein bedecken und langsam zum Kochen bringen. Dabei sorgfältig abschäumen. Das Gemüse putzen und klein schneiden. Zusammen mit den Kräutern und Gewürzen in den Topf geben. 2 Stunden bei milder Hitze offen köcheln lassen.
Vom Herd nehmen und noch 30 Minuten “auf den Knochen stehen lassen”.
Sorgfältig abpassieren und entfetten.

Geht mir oft so.
Ich weiß, ich hab´ Hunger.
Ich weiß aber nicht auf was!
Fleisch! Ich will Fleisch.
Gutes Fleisch.
Viel Fleisch.
Ich weiß nur nicht, welches.
Also stehe ich im Metzgerladen rum wie Falschgeld.
Und lasse die anderen Kunden großzügig vor.
Verdammt, was nehm´ ich?
Er kommt rein und bringt ne Schweineschulter mit.
Zum Zerlegen. Für Gulasch oder was weiß ich.
STOP!!!
Die will ich!
Ganz!
Die ganze Schulter.
Mit allem Drum und Dran.
Ganz alleine für mich.
Gute fünf Kilo allerfeinster Stoff!
Es geht nix über Schweineschulter!

Und ich mache damit, was ich schon immer mal machen wollte.
Dieses zefetzte Schwein im Brötchen. Im Burger-Brötchen.

So ´ne Art Pulled Pork.
Mit viel geschmorten Zwiebeln. Und Krautsalat. Und Currysauce.

Die Schwarte wird mit dem Teppichmesser schön gleichmässig eingeritzt.
Sieht gut aus und die Würzpaste kommt astrein ans Fleisch ran.
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Würzpaste=Olivenöl, Salz, Pfeffer, Thymian, Rosmarin, Lorbeer, Muskat. Im Mörser gemörsert!
Schön sorgfältig einmassieren. Lass dir Zeit dabei!
Den Ofen auf Vollwahnsinnige vorheizen. Gib alles!
Das Biest für ´ne halbe Stunde rein.
Die Schwarte soll schön aufpoppen.
Jaja, ich weiß! Fett spritzt und qualmt wie blöd.
Da musste aber durch. Mach´ das, wenn du alleine zu Hause bist. Sonst gibts Mecker von Mama!

Dann Hitze runter! Hundertzwanzich Grad.
7 Stunden. Ungefähr.
Schweineschulter 29.12.2015 19-38-41
Du hast Zeit für die Nebensachen.
Die ultimativen Brioche-Burger-Buns. Gefunden bei Uwe. Abgelegt im Baukasten, denn da gehören sie definitiv hin!
Brioche-Burger-Buns 29.12.2015 19-36-11
Zwiebeln unendlich lange bei kleiner Hitze schmoren. Vielleicht noch ein bisschen Bratensaft dazu.
Und Krautsalat.
Krautsalat geht immer.
Pulled-Porc_Coleslaw 29.12.2015 20-56-38
Da bleibt was übrig.
Da bleibt viel übrig!
Zum Glück.
Ein paar Portionen einfrieren.
Und ein paar Portionen in Gläsern einmachen.
Fleisch rein, Fett obendrauf. Rilettemässig der Hammer für schlechte Zeiten…

Titel: Barbecuesoße
Menge: 1 Rezept

Zutaten:
1/2 Orange, unbehandelt
100 ml Ananassaft
100 ml Espresso
300 Gramm Tomatenketchup
1 Essl. Zucker
1 Teel. Paprikapulver, geräuchert
10 Gramm Rauchsalz aus
2 Zehen Knoblauch
1 Messersp. Ingwerpulver
Chiliflocken
Zubereitung:
Etwas Schale der Orange abreiben. Den Ananassaft und den Espresso
auf ein Viertel einköcheln lassen. Das Ketchup und den Honig
dazugeben und glatt rühren. Die Soße mit Paprikapulver, Rauchsalz,
Chiliflocken und Orangenschale würzen und nochmals erwärmen. Den
Knoblauch dazugeben und einige Minuten ziehen lassen, dann wieder
entfernen.

Titel: Brioche Burger Buns
Menge: 8 Burger-Brötchen

Zutaten:
3 Essl. Warme Milch
200 ml Warmes Wasser
2 Teel. Trockenhefe oder ein Eckchen frische Hefe
2 1/2 Essl. Zucker
2 Eier (Größe M)
425 Gramm Mehl Typ 550
60 Gramm Mehl Typ 405
1 1/2 Teel. Salz
80 Gramm Weiche Butter
Sesam

Zubereitung:
1 Das warme Wasser, die warme Milch, den Zucker und die Hefe in
einer Schüssel vermischen. Etwa 15 Minuten stehen lassen. In der
Zwischenzeit ein Ei aufschäumen.

2 Das Mehl mit dem Salz vermischen. Die Butter zufügen und mit den
Fingern kneten, bis sich kleine Krumen ergeben haben. Die Hefe-
Mischung und das Ei mit einem Kochlöffel untermischen, bis die Masse
klumpt. Nun beginnt der Workout-Teil: Den Teig 10 Minuten feste
kneten, bis er seidig glänzt. Den Teig dann etwa eine Stunde an
einem warmen Ort gehen lassen.

3 Aus dem Teig acht Brötchen formen und auf einem Backpapier
verteilen und nochmals eine Stunde gehen lassen. Den Ofen auf 200°C
vorheizen, eine Schüssel Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Das
zweite Ei mit einem EL Wasser vermischen, die Buns damit bestreichen
und mit Sesam oder Mohn bestreuen. Die Burger Buns etwa 15 Minuten
backen, bis sie goldbraun sind. Auskühlen lassen.

Coleslaw

6 Personen

Zutaten:
1/2 Spitzkohl, ohne Strunk
1 kleine rote Zwiebel, geschält
3 Möhren, geschält
2 rote Äpfel, mit Schale, Kerngehäuse entfernt
1 kleines Bund glatte Petersilie, grob gehackt
1 Zitrone, der Saft
etwas Mayonaise
1 gehäufter TL scharfer Senf
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Kohl, Zwiebel, Möhren und Apfel in feinste Julienne schneiden. Zitronensaft, Senf und Majo verrühren, den Salat damit anmachen. Abschmecken und etwas ziehen lassen.
Geht auch gut mit Chinakohl. Rotkohl gibt Farbe.

Saläääätschen…

Jetzt isses passiert. Jetzt haben sie mich!
Jetzt bin ich völlig durchgeknallt.
Jetzt hab´ ich´ n vegetarisches Veganergrünzeugskochbuch.
“Salat Samurai” – völlig bekloppter Titel!
Von Terry Hope Romero.
Muss ´ne ganz große Nummer sein, das Mädel.
Jedenfalls inne Veganer-Scene.
Jedenfalls inne Staaten.
Bei mir aber auch.
DAS IST EIN SAUGUTES SALATBUCH!!!
Irre, verwegene Ideen drin, ich schwör!
Nach Jahreszeiten geordnet.
Seitan statt Speck, Tofu so, daß er essbar ist, Kartoffelsalat mit Kokosnuss, Zutaten, von denen ich noch absolut niemalsnix gehört hab´.
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Alles in Allem 100 Salate, die als Vorspeise oder Beilage zu nem richtig guten Steak der absolute Kracher sind.
Können aber definitiv auch ohne Steak, müssen aber nicht.
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Dojo-Sesamnudeln

2 Personen

Zutaten:
Sesam-Erdnuss-Sosse
80 ml chinesische Sesampaste oder Tahina
60 ml warmes Wasser
2 EL Reisessig
1 EL cremige, ungewürzte Erdnussbutter (bei mir die gewürzte aussem Supermarkt)
1 EL Sojasauce
1 EL dunkler Agavendicksaft (gibts hier nicht, hier gibts nur hellen)
2 TL ger. frischer Ingwer

Nudeln und Salat
115 g ungekochte Soba- oder Udonnudeln
1 Blatt Nori
1 TL Sesamöl, geröstet
200 g geraspelter Eisberg- oder Römersalat
1 entkernte Gurke, in dünne Streifen geschnitten
1 große, reife Tomate, entkernt und gewürfelt
grüne Anteile von 3 Frühlingszwiebeln, fein geschnitten
2 EL gerösteter Sesam

Zubereitung:
Alle Zutaten für die Sesamsauce in eine Küchenmaschine geben und glatt pürieren. Anschließend mit mehr Sojasauce, Essig und Agavendicksaft abschmecken und ggf. mit etwas Wasser auf die gewünschte Konsistenz bringen.
Die Nudeln mit Biß garen. Abgießen, mit kaltem Wasser abspülen, abtropfen und mit Sesamöl vermengen. Das Nori Blatt mit einer Schere in lange, dünne Streifen schneiden.
Servierschüsseln mit dem geraspelten Salat füllen. Die Nudeln in der Sauce schwenken und auf den Salat in den Schüsseln setzen.
Gurke, Tomate, Frühlingszwiebeln und Nori-Streifen anlegen. Sesam darüberstreuen und sofort servieren.

Salat Samurai
100 ultimative, besonders herzhafte,
schnell zubereitete Salate
Gebundene Ausgabe, 200 Seiten
ISBN 978-3-944125-75-6

Zu bestellen im Buchhandel um die Ecke!…

Dicke Bretter bohren

Premiere!
CRAFT BEER DES MONATS!
Beim Reifferscheid (die, die von hier kommen, wissen, wo).
Direkt in die Vollen.
Nicht eins, sondern direkt drei.
Drei aus der Aleysium-Reihe. Klassiker!
Zeugs vom Günther Thömmes.
Von Einem, der´s ernst meint mit dem Brauen.
Kein Sicherheitsnetz von wegen tagsüber irgendwo angestellt und abends auf kleinen Kesselchen rumdilettieren. Macht er nicht. Wer A sagt, muss auch B sagen.
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Aleysium No. 4: Ein dunkles, kräftiges, sehr Bitteres Ale (SBA)! Wem die No. 2 nicht hopfig genug ist, wer gleichzeitig dunkle Biere mit feinem Malzkörper schätzt, der wird hier fündig!

Aleysium No. 5: Die Gose! Ein Klassiker unter den historischen Bieren. Säuerlich, mit Salz und Koriander gebraut. Aber in der Interpretation “”Milde Gose”. Ein feines, süffiges Sommerbier!

Aleysium No. 6: Die erste Neukreation als Wanderbrauer: Ein dunkles Imperial Ale mit Gewürzen. Belgisch inspiriert, mit Vanille und Langpfeffer.

Wenn du da was Essbares entgegenhalten willst, musst du Gas geben.
In´s Fünf hat er Koriander reingepackt. Ist doch schon mal eine Ansage. Lässt sich was draus machen.
Könnte gehen mit der sehr coolen Ottolenghi-Nummer aus “Nopi“.
Diese Lammhackdinger! Da ist Koriander drin. Das verbindet.

Genau wie die Biere ist das Gericht kein Dünnbrett.
Auf den ersten Blick nix Wildes, aber der Teufel steckt wie immer im Detail.
Verdammt, Yotam, wie bekommt ihr bei euch im Laden unter Volldruck die Sauce hin?
Joghurt, Zitronensaft, Ei.
Mit ohne Ausflocken.
Und die Hackbällchen sollen irgendwie durchgaren.
Das ist echt ´ne Herausforderung.
Ich halte die Temperatur sehr niedrig. In der Mitte der Pfanne beginnt´s trotzdem auszuflocken. Und das Lamm ist nach 30 Minuten noch roh.
Bällchen raus, Sauce nochmal aufrühren und Bällchen wieder rein. Geht doch! Unter Druck im Restaurant bekäm´ ich dat im Leben nicht hin!
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Die Gose passt genial dazu. Der Koriander ist die Brücke. Die Säure im Bier verträgt sich mit der Sauce. Da hatte ich ein bisschen Bammel vor.

ORIGINALREZEPT von Yotam Ottolenghi & Ramael Scully: Lammklöße mit warmem Joghurt und Mangold
Für 6 Personen

Zutaten
1 kg Lammhackfleisch
150 g frische Semmelbrösel
70 g Pinienkerne, geröstet
1 TL gemahlener Zimt
2 TL gemahlener Koriander
½ TL getrocknete Minze
4 TL gemahlener Piment
4 Knoblauchzehen, zerstoßen
60 ml Olivenöl
1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt (120 g)
1 rote Chilischote, von Samen befreit und fein gewürfelt
300 g Mangold, Stiele entfernt, Blätter grob in Streifen geschnitten (120 g)
300 ml Hühnerbrühe
40 ml Zitronensaft
500 g griechischer Joghurt
1 EL Speisestärke, verrührt mit 2 TL Wasser
1 Ei, leicht verquirlt
Kerne von 1 mittelgroßen Granatapfel (150 g; nach Belieben)
20 g Korianderblätter, grob gehackt
grobes Meersalz und schwarzer Pfeffer

Zubereitung
1. Die ersten sechs Zutaten in einer großen Schüssel mit jeweils der Hälfte Piment und Knoblauch sowie 2 TL Salz und ½ TL schwarzem Pfeffer gründlich vermengen. Die Masse zu Klößen von 5 cm Durchmesser formen (etwa 50 g); sie sollte für 24 Klöße reichen.

2. In einem mittelgroßen Topf 2 EL des Olivenöls erhitzen. Die Zwiebel mit dem restlichen Knoblauch bei mäßiger Hitze 8-10 Minuten anschwitzen, jedoch nicht bräunen. Chili und Mangold dazugeben und 2-3 Minuten mitgaren, bis der Mangold zusammengefallen ist. Den restlichen Piment unterrühren, Brühe und Zitronensaft zugießen, aufkochen und vom Herd nehmen.

3. In einer großen Schüssel den Joghurt mit der angerührten Speisestärke, dem Ei und 150 ml Wasser glatt rühren. Nach und nach die heiße Mangoldmischung dazugeben und vor jeder weiteren Zugabe sorgfältig umrühren. Mit 2 TL Salz und 1 kräftigen Prise zerstoßenem schwarzem Pfeffer würzen, durchrühren und beiseitestellen.

4. Das restliche Öl in einer Pfanne mit hohem Rand bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen. Die Hälfte der Lammklöße darin rundherum 4 Minuten goldbraun anbraten. Aus der Pfanne nehmen und die restlichen Klöße braten; bei Bedarf noch etwas Öl zugeben.

5. Die Pfanne auswischen und die Joghurtsauce hineingießen. Bei schwacher bis mäßiger Hitze nur leicht zum Sieden bringen – nicht sprudelnd aufkochen – und dabei beständig in eine Richtung rühren, damit der Joghurt nicht ausflockt. Die Klöße in die Sauce legen – sie sollten eben bedeckt sein – und zugedeckt bei schwacher Hitze 20-25 Minuten köcheln lassen, bis sie durchgegart sind. Mit Granatapfelkernen, falls verwendet, und dem Koriandergrün bestreuen und sofort servieren.

Blumenkohl

Vergiß das Foto!
Da stehste den ganzen Tag in der Küche und kochst dirˋn Wolf.
Rücken von der Wildsau.
Ist heute aber nur´n Nebendarsteller.
Die Hauptrolle gebührt dem Blumenkohl.
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Erstaunlich, was du aus dem Teil machen kannst.
Brauchst halt nur ein paar Ideen. Müssen noch nicht mal die eigenen sein. Lohnender Aufwand. Abgekupfert vom genialen Thomas Kellermann. Jedenfalls der Blumenkohl. Die Sau ist von mir.
Und weil bei mir eigentlich immer irgendwas in den Sand gesetzt wird, isses diesmal das Foto.
Zum Glück nur das blöde Foto…
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Wildschweinrücken, Sous Vide

4 Personen

Zutaten:
600 g Wildschweinrücken am Stück
ca. 1 Kg Knochen und Parüren vom Wildschwein, kleingehackt
300 g Zwiebeln, gewürfelt
100 g Karotten, gewürfelt
200 g Staudensellerie, gewürfelt
2 EL Tomatenmark
1 EL Mehl
350 ml roter Portwein
250 ml Rotwein
1 EL Preiselbeeren
Orangensaft
1 TL Kümmel
etwas Salz
3 EL Butter
1/2 TL schwarzer Pfeffer
1 TL Wacholder, leicht angedrückt
1 TL Koriander
1 TL Piment
weißer Pfeffer

Zubereitung:

Wildschweinrücken in Portionen teilen. Vakuumieren und im Wasserbad garen. In brauner Butter nachbraten, pfeffern, salzen, 10 Minuten ruhen lassen.
-> ca. 3 cm Durchmesser, 61°, 60 Minuten.

In heißem Öl die Knochen und Parüren hellbraun anrösten. Das Gemüse zugeben und ebenfalls anrösten. Tomatenmark zugeben, kurz mitlaufen lassen und mit Mehl abstäuben. Drei- bis viermal mit Rot- und Portwein ablöschen und immer wieder einreduzieren. Jeweils nur einen Spritzer Wein zugießen. Mit eiskaltem Wasser auffüllen. Preiselbeeren, Lorbeerblatt und Gewürze zufügen und ca. 1 Stunde köcheln.
Danach passieren.
Restlichen Rot- und Portwein einkochen und die Sauce schluckweise untermischen. Mit Salz, Pfeffer, Orangensaft und brauner Butter abschmecken und bis zur gewünschten Konsistenz einkochen.

Rotweinsabayon

1 Rezept

Zutaten:
50 ml reduzierter trockener Rotwein
25 g reduzierter roter Portwein
15 g Kirschpüree
30 g Eigelb

Zubereitung:
Alle Zutaten in einer Schüssel über dem Wasserbad gleichmässig aufschlagen. Die Sabayon sollte ca. 80° erreichen.

Blumenkohlfond

1 Rezept

Zutaten:
500 g Blumenkohl, fein gehackt
2 Schalotten, fein gewürfelt
500 ml Geflügelfond
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:
In einem Topf die Gemüse- und Schalottenwürfel mit Butter anschwitzen und mit dem Fond aufgießen. Würzen und einmal aufkochen. 30 Minuten ziehen lassen und passieren.

Blumenkohlcreme

1 Rezept
Zutaten:
500 g Blumenkohl, grob gewürfelt
2 Schalotten, fein gewürfelt
250 ml Blumenkohlfond
50 ml Sahne
Salz, Pfeffer, Muskat, Zitronensaft

Zubereitung:
Gemüse in einem Topf mit etwas Butter anschwitzen, mit 0,25 l Blumenkohlfond aufgießen. Blumenkohl weich kochen lassen. 50 ml Sahne darin aufkochen lassen, das Ganze pürieren und mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft abschmecken.

Blumenkohl-Graupengemüse
1 Rezept:

Zutaten:
2 EL gekochte Graupen (in Salzwasser ca. 20 Minuten)
4 EL blanchierte kleine Blumenkohlröschen
3 EL Blumenkohlcreme
2 EL Blumenkohlfond
Zubereitung:
Alles miteinander erwärmen und abschmecken.

Blumenkohlfleurette
1 Rezept
Zutaten:
50 g Butter
2 EL Mie de Pain
1 EL sehr feine, blanchierte Blumenkohlröschen (Fleurette)
Salz, Pfeffer, fein geschnittener Schnittlauch
Zubereitung:
Butter in einer Pfanne zergehen lassen. Mie de Pain dazugeben und rösten. Dann die Fleurette dazu und abschmecken. Zum Schluß den Schnittlauch unterheben.

Anrichten
In die Mitte eines vorgewärmten Tellers Blumenkohl-Graupengemüse geben, mit Fleurette garnieren. Die Wildschweinsauce und den Rotweinsabayon abwechselnd kreisförmig außen um den Blumenkohl gießen und rechts und links das Fleisch aufsetzen.

Kochen für vierundzwanzig

Bei Marco im Marieneck. Sonntags. Französische Weinprobe mit Torsten.
Torsten bespricht Wein, ich koche.
Vierundzwanzig Leute. Drei Gänge, der Vierte ist Käse.
Zum Weißen Fischsuppe, zum Rosé Linsen und geräucherte Entenbrust, zum Roten Boeuf und zum Süßen Käse.
Ist das für´n Amateur zu schaffen? Alleine?
Es ist!
Ziel 18:00 Uhr.
Um elf fängste an.
Frier´ die Entenbrust ein. Lässt sich sonst kaum schneiden!
Erster Schritt: Fleisch. Sieh zu, daß das um eins im Ofen ist. Dann haste schonmal die halbe Miete.
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Anschließend relativ parallel Linsen kochen, Champignons putzen, Perlzwiebeln schälen.
DIE VERFLUCHTEN PERLZWIEBELN!!!
Die Dinger fressen Zeit! Kauf sie geschält oder schlage mit einem unbarmherzigen JA zu, wenn dich ein guter Mensch fragt, ob er dir helfen kann!
Dann Pilze und Perlzwiebeln garen, Dressing für die Linsen zubereiten, Linsen marinieren, Kirschtomaten halbieren, ebenfalls marinieren.
Gemüse für die Suppe brunoise schneiden, etwas für die Linsen abzwacken, blanchieren und unter die Linsen heben.
Es ist drei Uhr, du liegst granatenmässig in der Zeit. Erstes Gläschen ist fällig.
Fischfilets häuten, entgräten und in Stücke schneiden, Jakobsmuscheln und Garnelen trockenlegen.
Gemüse für die Suppe schonmal andünsten. Brühe separat aufkochen.
Kurz nach vier ist das Fleisch gar. Perfekt auffen Punkt.
Du kannst in aller Ruhe das Fleisch entnehmen, den Sud abpassieren, das Fleisch, den Speck und die Schmorzwiebeln wieder in die Fettpfannen geben, etwas Sud angießen und bei 70° abgedeckt warmhalten.
Den Sud entfetten und etwas einkochen, mit Mehlbutter (jawoll, altmodische Mehlbutter) leicht binden, abschmecken. Vorḿ Servieren wieder erhitzen.

Sechs Uhr. Alle sind da.
Torsten beginnt mit dem Champagner.
Ich koche die Suppe. Jakobsmuscheln kurz und leise anbraten, Garnelen auch.
Plating mit knallheißen Suppenschalen und mit Unterstützung von den Mädels im Service und Marco.
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Suppe geht raus und die Linsen können sofort angerichtet werden.
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Das Bourguignon ist auch locker fertigzustellen.
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Drei Stücke Fleisch, Champignons und Perlzwiebeln anlegen, Sauce aus der Kanne drüber – feddich.
Läuft wie geschmiert, der Wein auch.
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Ich glaub´ denen hat´s geschmeckt.

Wenn du sowas auch mal machen willst, hier die Rezepte:
Zutaten kannste aber nicht so einfach hochrechnen. Es ist immer vielzuviel Zeugs. Musst du ausprobieren. Und damit rechnen, am nächsten Tag ´ne große Gemüsesuppe zu kochen.
Bouillon von Edelfischen

4 Personen

Zutaten:
1 Möhre, 1 Zwiebel, 1 kleine Fenchelknolle
1 Selleriestange, 1 kl. Porreestange (nur das Weiße)
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
1,5 l Hühnefond
1 Sternanais
Salz
einige Safranfäden
ca. 500 g gemischte Fischfilets (Lachs, kabeljau, Steinbeißer, Rotbarsch)
4 kl. Garnelen
4 Jakobsmuscheln
Piment dˋEspellette

Zubereitung:
Das Gemüse putzen und brunoise schneiden. Im Olivenöl andünsten, mit dem Hühnerfond aufgießen.
Sternanis, etwas Salz und Safran zugeben und 15 Minuten köcheln lassen.
Den Fisch in mundgerechte Würfel schneiden.
Fisch in die Suppe geben und 5 Minuten nur noch unterhalb des Siedepunkts ziehen lassen.
Mit Salz und Piment dˋEspellette
In dieser Zeit die Jakobsmuscheln und die Garnelen kurz sautieren und abschmecken.
In Suppe in Schalen anrichten, Garnele und Jakobsmuschel auflegen.

Linsensalat mit geräucherter Entenbrust

6 Personen

Zutaten:
200 g Puy-Linsen
Salz
1 Bouquet Garni
100 g blanchiertes Gemüse-Brunoise (Fenchel, Karotte, Staudensellerie)
150 g geräucherte Entenbrust
6 Kirschtomaten
etwas Kerbel
Vinaigrette
3 EL Weißweinessig
2 EL scharfer Senf
Salz, Pfeffer
6 EL mildes Olivenöl

Zubereitung:
Linsen abspülen und in reichlich kaltem Wasser aufkochen und nach zwei Minuten in ein Sieb abgießen und nochmal abspülen. Anschließend in leicht gesalzenem Wasser mit dem Bouquet Garni ca 15 Minuten garen. Die Linsen sollen noch einen leichten Biss haben.
Abgießen, etwas abkühlen lassen, die Gemüse-Brunoise unterheben und mit der kräftig abgeschmeckten Vinaigrette marinieren und ca. 30 Minuten ziehen lassen.
Nochmals kräftig abschmecken. Die Linsen vertragen einiges an Würze.
Während der Marinierzeit die Tomaten halbieren und ebenfalls mit etwas Vinaigrette marinieren.
Die Entenbrust in dünne Scheiben schneiden. Am besten geht das, wenn man sie einfriert.
Linsen in einem Servierring anrichten, Entenbrust anlegen und mit Kirschtomaten und Kerbel ausdekorieren.

Boeuf Bourguignon
6 Portionen
170 Gramm Speck, geräuchert, durchwachsen
1 Essl. Olivenöl
1,35 kg Rindfleisch, nicht zu mager
1 Karotte
1 Zwiebel
1 Teel. Salz
1/4 Teel. Pfeffer
30 Gramm Mehl
590 ml Rotwein
400 ml Rinderfond
1 Essl. Tomatenmark
2 Zehen Koblauch, zerdrückt
1 Teel. Thymian, getrocknet
1 Lorbeerblatt
Speckschwarte, blanchiert
18 Perl-Zwiebeln
25 Gramm Butter
1 Essl. Öl
140 ml Rinderfond
Salz
Pfeffer
4 Petersilienstängel
1/2 Lorbeerblatt
1/4 Teel. Thymian

30 Gramm Butter
10 ml Öl
75 Gramm Champignons, frisch
Backofen auf 230° heizen.

Rindfleisch in Würfel mit einer Kantenlänge von 5 cm schneiden.

Zwiebel in Streifen, Möhren in dicke Scheiben schneiden.

Vom durchwachsenen Speck die Schwarte entfernen. Diese in ca. 1200
ml Wasser für 10 Minuten köcheln. In der Zwischenzeit den Speck in
Streifen schneiden, die ungefähr 0,5 cm dick und 4 cm lang sind. Die
Speckschwarte abwaschen und trocknen.

In einem Schmortopf mit ca. 25 cm Durchmesser wird der Speck im Öl
ausgelassen, bis er leicht gebräunt ist. Aus dem Topf entfernen. Das
Öl erhitzen, bis es beinahe raucht.

Rindfleischwürfel gut abtrocknen und portionsweise schmoren, bis die
Stücke schön gebräunt sind.
Die geschmorten Fleischstücke zum Speck geben.

Im selben Fett das Gemüse anschmoren und bräunen.

Das Fett soweit wie möglich aus dem Topf schütten, Fleisch und Speck
zufügen und mit Salz und Pfeffer bestreuen. Das Mehl aufstreuen,
Topf schütteln, um das Fleisch mit dem Mehl zu ummanteln und den
Schmortopf für 4 Minuten in den Backofen setzen. Das Fleisch
umrühren und nochmals für 4 Minuten in den Backofen setzen. Ziel der
Aktion ist, dass das Mehl leicht bräunt und das Fleisch mit einer
leichten Kruste umgeben ist. Den Topf aus dem Ofen entfernen und die
Hitze auf 160° C reduzieren.

Den Wein und soviel Brühe angießen, dass das Fleisch knapp bedeckt
ist. Tomatenmark, Knoblauch, die Kräuter und die Speckschwarte
zufügen. Auf dem Herd das Ganze zum Simmern bringen, mit einem gut
schließenden Deckel versehen und in den Backofen stellen. Das
Fleisch soll jetzt für drei bis vier Stunden langsam schmoren.
Während das Fleisch gart, werden die Zwiebeln und die Pilze
vorbereitet,

OIGNONS GLACÉS A BRUN [Braun geschmorte Zwiebeln]

Butter und Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Die Zwiebeln zufügen und
so lange bei Mittelhitze schmoren, bis sie so gleichmäßig wie
möglich gebräunt sind. Das erreicht man, indem man die Zwiebeln in
der Pfanne hin und her rollen lässt. Das sollte vorsichtig geschehen,
damit die Häute nicht beschädigt werden. Die Flüssigkeit angießen,
würzen und das Kräutersträußchen zufügen.

Pfanne abdecken und den Inhalt 40-50 Minuten sehr langsam schmoren,
bis die Zwiebeln zwar weich, aber noch in Form sind und die
Flüssigkeit verdampft ist. Die Kräuter entfernen und die Zwiebeln
beiseite stellen.

CHAMPIGNONS SAUTÉS AU BEURRE [Geschmorte Pilze]

Bei der Zubereitung sollten die Butter heiß und die Pilze trocken
sein. Unbeding darauf achten, nicht zu viele Pilze auf einmal zu
braten. Pilze ganz verwenden. Sind sie sehr groß, vierteln.

Eine Bratpfanne mit Butter und Öl erhitzen. Sobald die Butter nicht
mehr schäumt, die gewaschenen, gut getrockneten Pilze portionsweise
zufügen und in 4-5 Minuten braun braten, während man die Pfanne
immer wieder schüttelnd bewegt. Zunächst werden die Pilze das Fett
aufnehmen, aber nach 2-3 Minuten kommt es wieder zum Vorschein und
die Pilze werden zu bräunen beginnen. Aus der Pfanne nehmen, sobald
sie leicht gebräunt sind.

Wenn das Fleisch weich ist, den Inhalt des Schmortopfes in ein Sieb
schütten, das in einen Topf gehängt wurde. Den Schmortopf spülen und
das Fleisch sowie das Speck wieder hinein geben. Zwiebeln und Pilze
darüber verteilen.

Die Sauce vom Fett befreien, dann eine oder zwei Minuten köcheln, um
weitres Fett abschöpfen zu können, das durch diesen Vorgang an die
Oberfläche kommt. Man sollte ungefähr 500 ml Sauce zurück behalten,
die so dick ist, dass sie einen Löffelrücken leicht überzieht. Ist
sie zu dünn, dann sollte man sie noch etwas einkochen. Ist sie zu
dick, dann kann man ein paar Esslöffel Fond oder Brühe zufügen. Zum
Schluss wird die Sauce vorsichtig abgeschmeckt und dann über das
Fleisch und das Gemüse geschüttet.

Hut ab übrigens vor der Weinauswahl von Torsten. Das hat gepasst, wie die Faust aufs Auge. Klasse Weine, klasse Besprechung. Und, wie immer, klasse Material von Marco.

C’est le vin!
Eine Frankreich-Reise mit 2 Gläsern…
14 Rebsorten
15 Appellationen
7 Jahrgänge
Weinprobe im Marien-Eck in Köln-Ehrenfeld am 28. Februar 2016

Brut Tradition, n.V.
Champagne Chapuy
Champagne

2014
Saumur Blanc
Domaine Guiberteau

2012
Chablis
Vielles Vigne
Frédéric Magnien

2013
Beaujolais Village
Jospeh Faiveley

2014
Tavel Rosé
Famille Perrin

2012
Saint Joseph rouge
Nicolas Perrin

2011
Georges
Domaine Puig Parahy

1995
Chateau Potensac
Cru Bourgeois
Medoc, Bordeaux

2014
Sancerre Blanc
Franck Millet

2011
Macon Village Blanc
„Tradition“
Domaine de l’Ecette

2013
Côte de Nuits Village
„Coeur de Roches“
Frédéric Magnien

2014
Caprice de Clementine Rosé
Chateau Les Valentines

2013
Vacqueras Vielles Vignes
Colombier

2011
Saint Chinian
Hecht & Bannier

2012
Chateau Potensac
Cru Bourgeois
Medoc, Bordeaux

2011
Sauternes
Chateau Filhot

Einkaufsquellen der Weine:

Champagner:
Eigenimport Marien-Eck

Chenin Blanc & Sauternes:
Zwölfgrad Sekt & Wein
Lutherplatz 1
50677 Köln

Alle anderen:
Kölner Weinkeller
Stollberger Straße 92
50933 Köln

Jedes Jahr die gleiche Leier! Jedes Jahr im Frühjahr!
Trends!
Wir bekommen gesagt, was IN sein wird in zwanzichsechzehn.
Und was vom Tisch sein wird.
Weisse Bescheid, Schätzelein!!!
Italien ist OUT!
Nix mehr Pasta und allerfeinste Mama-Küche.
Genauso OUT wie Japan, Vegan, Paleo, Food-Trucks und Sous-Vide.
Da haste dir gerade so´ n Wasserbad angelegt, da isses auch schon wieder kalter Kaffee.
Geht mir alles viel zu schnell. Bin ich viel zu alt für!
Frankreich ist schon lange OUT. Hörthört!
Schwein und Kohl auch. AHA!!!

Dafür ham´ wer neue Trends. Was sag´ ich!?! HYPES:
Farm to table, Nose to tail, Craft dingens, regional, Latein- Südamerika, Fermentation, Brühe.

Genau. Der Ami fängt mit Brühe kochen an. Knochenbrühe! So wie unser Omma! Nur macht der Ami Kohle damit. Und Trends!
Hat unser Omma nie gemacht, Kohle. Dafür hat sie auch schon fermentiert.
Ganz alter Hut, echt. Ich sach nur “Rheinische Bohnen”!

Also Freunde, nur dat dat klar ist:
BLEIBT MIR VOM LEIB MIT EUREN KOMISCHEN TRENDS!
Alles schon mal dagewesen. Überhaupt nix Neues.
Und irgendwelches südamerikanisches Rohfisch-Sauer-Zeugs brauch´ ich auch nicht.

Die italienische Mama kocht genau wie Omma:
Einfach, schnörkellos, mit Zeugs von hier.
Es zählen nur die drei W-Fragen:
Wo kommt das her? Was ist da drin? Wer hat´s gemacht?

Haut ab mit dem neuodischen Trend-Gedöns!!!
Bei mir gibts Frikadellen. Möhren. Kartoffeln.
Untrendy! Wahrscheinlich seit Ewigkeiten OUT!
Frikadelle_Möhre_Schmandkartoffel 18.10.2015 20-04-35

Schmantkartoffeln
4 Personen
Zutaten:
1 kg Kartoffeln, festkochend (Linda)
100 g durchwachsener. geräucherter Speck
3 Zwiebeln
30 g Mehl
1/2 l Rindfleischbrühe
Salz, Pfeffer
2 TL getr. Majoran
5 EL Schmand oder saure Sahne
1/2 Bund Schnittlauch

Zubereitung:
Kartoffeln in der Schale garen, kurz abschrecken und noch heiß pellen.
Den Speck fein würfeln und in einem Topf bei mittlerer Hitze ausbraten. Die gewürfelten Zwiebeln in dem Speckfett langsam glasig braten. Das Mehl darüberstäuben und kurz durchschwitzen. Dann unter Rühren die Brühe zugießen.
Die Sauce durchkochen lassen, mit Salz, Pfeffer und Majoran abschmecken. Schmand unterrühren.
Die Kartoffeln in die Sauce schneiden, bei milder Hitze darin erhitzen und durchziehen lassen.
Abschmecken und mit in feine Röllchen geschnittenem Schnittlauch garnieren.

KW 1
Alles im grünen Bereich. Hier und da ein paar kleine Verspätungen. Die eine oder andere Stunde geht flöten. Dafür aber noch Schulferien. Ziemlich leere Busse kommen auch mal gut.
KW 2
Dienstag
Es geht los. Signalstörung bei Bonn. Angeblich!
Rest der Woche ebenfalls. Nicht viel, immer nur fünf bis zehn Minuten. Aber et läppert sich. ..
KW 3
Die ganze Woche die selbe Leier. Ständige Verspätungen, mangelnde Informationen der Herrschaften von Station&Service, Verspätungserklärungen, die vom Zufallsgenerator ausgewählt sind. Darüber schreiben lohnt nicht, weil stinklangweilig.
Donnerstag, 21.01. hatter mal wieder richtig zugeschlagen, mein IC118. Siebzich Minuten! SIEBZICH!!!
KW 4
Montag. Morgens alles gut, abends steht der Schlemmer kurz vor´m Kollabieren. Manchmal haste eh schon ´nen uncoolen Tag. Dann willste eigentlich nur noch heim. Du guckst wie immer fünfzehn Minuten vor Feierabend ins DB-PC-Orakel. Heute bin ich ein bisschen später, der IC118 ist ausnahmsweise pünktlich und schon durch. Der EC6 hat 15 Minuten. OK, kein Problem, in Koblenz stehste eh 30 Minuten dumm in der Gegend rum, bleibste halt 10 Minuten länger im Büro. Macht sich gut auffem Arbeitszeitkonto.
Im Bus guck ich nochmal ins Orakel: EC6 – 30 Minuten. Das wird knapp! Aber der EC114 um siebzehnfünfundvierzig ist pünktlich.
Nimmste eben den, 6 Minuten Umsteigezeit in Koblenz reichen dicke aus.
Der 114 kommt rein. Pünktlich wie die Maurer. Der EC6 steht mittlerweile bei 35 Minuten.
Wir fahren pünktlich los, halten planmässig in Bingen.
Und haltenundhaltenundhaltenundhalten.
Fünfzehn Minuten. WIR WARTEN UND LASSEN DEN EC6 VORBEI!!!!
Ich kriegˋ Herzklappe! Ich schwör!!!

Donnerstag setzt der Trümmerhaufen noch einen drauf!
IC118 mit 35 Minuten, EC 6 mit 30. EC114 weiß man noch nicht, ist mir auch egal, mit der Dreckkiste fahr ich nicht mehr.
OK, nehm ich den 118, bin zwar erst um viertel nach sieben zu Hause, aber ist doch nur eine Stunde. Einsteigen und erstmal abwarten. Die Karre fährt nicht los. Die App zeigt 70 Minuten an! Jetzt musste entscheiden. Sitzenbleiben und hoffen, daß es doch schneller geht oder aussteigen und hoffen, daß der EC6 nicht noch später kommt. Wenn du gewinnst ist alles gut, wenn du verlierst, biste erst um kurz nach acht daheim.
Also sitzenbleiben!
SCHEISSDRECKSFALSCHEENTSCHEIDUNG!!!
Wir werden umgeleitet durch den Rheingau, der EC6 nicht! Der Anschluß fährt mir vor der Nase weg. DAS LEBEN IST SCHÖN MIT DER EISENBAHN!!!
In Koblenz frage ich die Obermöhn an der Information, ab wieviel Stunden Verspätung sie mal nen Taxigutschein springen lassen. Sie erzählt irgendeinen Blödsinn, den ich nicht kapier´ (du kapierst nix, wenn du die Ohren voller Adrenalin hast, Bruder) und bietet mir an, die Verspätung zu bescheinigen. Fünf Euro für zwei Stunden! Bestätigung ist nicht notwendig…
KW 6
Donnerstag
Nachmittagstermin in Bahnhofsnähe. Bis vier. Zurück ins Büro lohnt nicht mehr. Mach´ ich mal früher Schluß, hab´ ich mir verdient. Denkste, Claus, ist aber nix mit früher heimkommen. Die haben was dagegen! Lassen den IC um 16:20 Uhr ersatzlos ausfallen und packen dem 16:48er 15 Minuten Verspätung drauf. Der Anschluss um 17:47 ist damit für die Füsse. Wieder erst um kurz nach sieben zu Hause.
DREI STUNDEN VON MAINZ BIS ENGERS!!! In der Zeit fliegste bis nach Gran Canaria!
Danke DB!
Pizza gibbet trotzdem!

Kartoffelpizza 10.09.2015 19-50-10

Kartoffelpizza
2 Personen
Zutaten:
180 g fest kochende Kartoffeln
1 Zwiebel, geschält und in dünne Ringe geschnitten
4 EL Olivenöl
1 kleine Handvoll Thymianblätter
120 g Taleggio
4 EL Creme fraiche
Olivenöl und Parmesanraspel

Teig
3 gestr. EL Vollkornmehl
225 g Mehl
1/2 TL Salz
7 g Trockenhefe (1/2 Pck)
1 EL Milch
2 EL Olivenöl

Zubereitung:
Für den Teig die beiden Mehlsorten mischen und Salz, Hefe, Milch und 120 ml lauwarmes Wasser einarbeiten. 10 Minuten mit den Händen zu einem festen Teig verkneten, ggf Mehl oder Wasser zugeben. In einer geölten Schüssel 10 Minuten ruhen lassen.
Die Katoffeln in dünne Scheiben schneiden und 5 Minuten in Salzwasser blanchieren, gut abtropfen lassen. Die Zwiebeln im Öl weich schmoren.
Ein Backblech bei 220° im Ofen anwärmen. Den Teig halbieren und zu dünnen Pizzen formen. 5-10 Minuten abgedeckt gehen lassen.
Zwiebeln, Kartoffeln, Thymian, Käse und Creme fraiche auf den Teig verteilen. Die Pizzen auf das Backblech geben, mit Olivenöl beträufeln nd mit Parmesan bestreuen. In ca. 20 Minuten knusprig backen.

Röstaromen

Ich kann kein Multitasking! Krieg´ ich beim besten Willen niemalsnicht hin. Kannste vergessen.
2 Sachen auf einmal? Nicht mit mir.
Vor allem nicht beim Kochen.
Ich will Pinienkerne anrösten, schmeiß die Dinger schonmal in die Pfanne, dreh den Herd an und will mir im Keller ein Bier holen.
Irgendwas lenkt mich ab und die Kerne sind verbrannt.
Jedes Mal verbrennen mir die verfluchten Pinienkerne. JEDES MAL!!!
Ich brauch´ noch nicht Mal in den Keller zu rennen.
Mandelblättchen, Walnusskerne und Haselnüsse verbrennen mir natürlich auch.
Frag mich bloß nicht nach Zucker und Semmelbröseln. Alles bitter und klütteschwarz.
Geht aber auch anders! Pfanne muss nicht. Backofen geht auch.
Da geht´s dann nicht um Sekunden. Bei 120 Grad kannste dich schonmal um ein paar Minuten verhauen ohne dat du dat ganze Zeugs in die Tonne kloppen musst.
Schöne, gleichmässig geröstete und karamellisierte Walnusskerne. Ohne Schwarz, ohne Bitter. Mit ohne zuviel Röstaromen…

Sellerie-Apfel-Salat 08.09.2015 19-42-30

Sellerie-Apfelsalat mit karamellisierten Walnüssen

4 Personen
Zutaten:
60 g Zucker
60 ml Wasser
1 Prise Salz
1 Prise Cayennepfeffer
18 frische Walnusskerne
125 g Naturjoghurt
1 Eigelb
1 EL scharfer Senf
1/2 Zitrone, Saft
1 EL Essig
3 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer
2 Granny Smith Äpfel
2 rote Äpfel
4 Stangen Staudensellerie
1/2 Knolle Sellerie
1 Romana-Salatherz

Zubereitung:
Nüsse
Backofen auf 120° vorheizen. In einer Kasserolle Zucker mit dem Wasser aufkochen. Salz und Cayenne einstreuen und den Topf vom Herd nehmen. Walnusskerne halbieren und 20 Minuten im Sirup ziehen lassen. Ein Blech mit Backpapier auslegen, Nußhälften abtropfen lassen und darauf verteilen. Nüsse 35 Minuten im Ofen lassen, bis sie leicht karamellisiert sind, dann auf einem Teller abkühlen lassen.

Sauce
Joghurt mit Eigelb in einer Schüssel verrühren. Senf, Zitronensaft und Essig unterrühren. Nach und nach das Öl mit dem Schneebesen unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kühl stellen.

Salat
Äpfel waschen, halbieren, Kerngehäuse entfernen und in dünne Stäbchen schneiden.
Sellerie waschen, abfädeln bzw schälen. Stangen in dünne Scheibchen hobeln, Knolle in dünne Stäbchen schneiden.
Romanasalat in Blätter teilen, waschen, trocknen und eine Schüssel oder tiefen Teller damit auslegen.
Die Hälfte der Nüsse zerstossen.
In einer großen Schüssel Sellerie, Äpfel und zerstossene Nüsse vorsichtig mischen.
Die Joghurtsauce unterheben. Mischung auf die Salatblätter geben und mit den restlichen Nüssen bestreuen und servieren.

Oh Geißbock, vergib mir…

Da denkste an nix Böses.
Plötzlich zischelt sie in dein Ohr.
Dieses Schlangenvieh.

Probier das mal.
Merkt doch keiner.
Ich sags nicht weiter.
Ist gutes Zeugs.
Grünhopfensticke (Der ungewöhnliche Name leitet sich davon ab, dass man in früheren Zeiten “stickum” (“hinter vorgehaltener Hand”) weiter erzählte, dass der Braumeister wohl etwas zu großzügig beim Abwiegen der Zutaten war.)
Gebraut aus mehreren 100 kg frischem Hopfen, über Nacht in einem Kühltransporter in die Brauerei gefahren und sofort verarbeitet.
Selten! Probier´s!
Stell dich nitte su ahn!
IMG_5358
Ok. Was soll schon passier´n. Aus dem Paradies simmer vor paartausendjahren schon rausgeflogen.
Ich probier´s.
Altbier! AUS DÜSSELDORF!
Das Etikett in jrön und wieß! Das Gebräu schwarz. Unselige Farben!
Boaah, wie gut.
Schlagartig verdunkelt sich der Himmel. Der Heilige Geißbock erscheint!
“DU HAST GESÜNDIGT, ELENDER WICHT! ALS STRAFE GIBTS STADIONVERBOT! FÜR DICH UND DEINE NACHKOMMENSCHAFT BIS IN DIE VIERTE GENERATION!”

Verdammtes Pech! Immer ich. Waren doch nur zwei Fläschkes von dem leckere Dröppke…

Passt hervorragend zu Stevan´s

Bratwurst mit Malzbierpolenta und Fenchelsalat

Bratwurst_Malzbierpolenta_Fenchelsalat 21.12.2015 20-51-19

Cremige Malzbierpolenta mit Bratwurst und Fenchelsalat

4 Personen

Zutaten:
Fenchelsalat
1/2 TL Fenchelsaat
Saft von 1/2 Orange
2 TL Weißweinessig
2 EL Olivenöl
250 g Fenchelknolle mit Grün
Salz

Polenta mit Bratwurst
800 ml Hühnerbrühe
100 ml Malzbier (bei mir Hanse-Porter)
50 g Butter
1 EL Olivenöl
120 g Polenta
100 g Bergkäse.
Pfeffer
4 grobe Bratwürste
3 EL Öl

Zubereitung:
Fenchelsalat
Fenchelsaat fein mörsern und mit Orangensaft, Essig und Olivenöl zu einer Vinaigrette verrühren. Fenchel fein hobeln, das Grün hacken und alles zur Vinaigrette geben. Mit Salz abschmecken.
Polenta mit Bratwurst
Hühnerbrühe mit Bier, Butter und Olivenöl aufkochen. Polenta mit einem Schneebesen einrühren. Auf kleiner Hitze 15 Minuten garen, dabei immer wieder mit einem Kochlöffel Umrühren.
Bergkäse reiben und unter die Polenta rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt ziehen lassen bis die Würste gebraten sind.
Würste bei kleiner Hitze braun braten.
Polenta durchrühren, abschmecken und mit Bratwurst und Fenchelsalat anrichten.
Anm.:
Die Polenta lässt sich hervorragend im Thermomix zubereiten. Mengen und Zeitangaben wie im Rezept, ggf. die Zeit an die Packungsangabe der Polenta anpassen. Mit Rühreinsatz aufkochen auf Stufe 2/Varoma. Dann bei 95°/Stufe 3 die Polenta durch das Deckelloch einrieseln lassen und garen. Käse ebenfalls durch das Deckelloch einstreuen und kurz weiterrühren. Rühreinsatz entfernen und ziehen lassen.

Kaufen kannste dat Dröppke beim Reifferscheid.
Engerscher Getränkedealer mit Weltstadt-Craftbeer-Auswahl.

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